digitales astloch

  • : Offline Filesharing: Digitale Astlöcher mit USB und WLAN
    Offline Filesharing: Digitale Astlöcher mit USB und WLAN

    In New York hat Aram Bartholl aus dem Technik-Kunst-Labor Eyebeam fünf USB-Sticks im öffentlichen Raum vermauert. Die Sticks fungieren als Tote Briefkästen („dead drops“), bzw. Digitale Astlöcher und sollen Filesharing offline und anonym ermöglichen – oder letzteres soweit, wie es der öffentliche Raum zulässt.

    Aus einer ähnlichen Motivation heraus ist ein kleines Skript entstanden, welches WLAN-Router mit dem Linux-basierten Betriebssystem OpenWRT in ein Schwarzes Brett verwandelt: brettpost. Es ermöglicht den simplen Upload von Dateien über den Webbrowser auf einen an den Router oder Accesspoint angeschlossenen USB-Stick. Die neuesten Bilder werden in einer kleinen Galerie dargestellt.

    Anlässlich des Stunts von Aram Bartholl wird das Shell-Skript hiermit mal releast – ein paar englisch-sprachige Kommentare sollten den geneigten OpenWRT-Fan in die Lage versetzen es zum Laufen zu bringen. (OpenWRT ist eine speziell auf Router und Accesspoints zugeschnittene Distribution, die maßgeblich von der Freifunk-Community liebevoll betreut wird.) Wer mit dran rumschrauben will, sei herzlichst ermutigt!

    Fragt sich, wie das weiter gehen kann: In den Kommentaren bei Aram wird vorgeschlagen ein Protokoll zu etablieren nach dem Dateien aus einem Astloch in ein anderes transferiert werden sollen. Ferner sind Broadcasting-Channels machbar, etwa mittels bestimmter Folder für Werke lokaler Künstler oder Party-Ankündigen. Für brettpost ist auch ein Synchronisations-Modus angedacht, in dem hochgeladene Dateien automagisch auf einen Server ins Netz geschoben oder auf angesteckte USB-Sticks kopiert werden.

    (Photos: CC BY NC ND agoasi)

    31. Oktober 2010 37