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Mittwoch um 18h in Berlin: Gudula Geuther zu den Schranken des Rechts auf Recherche

Die altehrwürdige „Juristische Gesellschaft zu Berlin“ – schon 1859 gegründet und rechtsfähig durch königlichen Erlass vom 7. Mai 1885 – lädt ein zu einem spannenden Vortrag: Am Mittwoch, 14.1. um 18 Uhr spricht Gudula Geuther “Zu den Schranken des Rechts auf Recherche“. Sie ist rechtspolitische Korrespondentin im Hauptstadtstudio des Deutschlandradios und meiner Ansicht nach eine…

  • Ulf Buermeyer

Die altehrwürdige „Juristische Gesellschaft zu Berlin“ – schon 1859 gegründet und rechtsfähig durch königlichen Erlass vom 7. Mai 1885 – lädt ein zu einem spannenden Vortrag: Am Mittwoch, 14.1. um 18 Uhr spricht Gudula Geuther “Zu den Schranken des Rechts auf Recherche“. Sie ist rechtspolitische Korrespondentin im Hauptstadtstudio des Deutschlandradios und meiner Ansicht nach eine der kenntnisreichsten Journalistinnen für die Themenfelder Inneres und Recht. Einen besonderen Schwerpunkt wird sie auf Informationsfreiheitsrechte legen, die ja auch ein beliebtes Mittel unserer Redaktion sind, um Behörden auf die Finger zu sehen.

Aus der Einladung:

Journalisten recherchieren meist nicht bewusst entlang bestimmter rechtlicher Regeln. Sie verlassen sich gerne auf die viel zitierten guten Kontakte. Sie brauchen aber auch Informationen, die nur von staatlichen Stellen kommen können. Im Februar 2013 hat das BVerwG entschieden, dass die
Landespressegesetze nicht auf Auskunftsbegehren gegen Bundesbehörden anwendbar sind. Ein
entsprechendes Bundesgesetz gibt es bislang nicht. Stattdessen gewährleistet Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG unmittelbar einen „Minimalstandard“, wie das BVerwG es nennt. Welche Konsequenzen sich daraus für die journalistische Praxis ergeben, werden weitere Entscheidungen zeigen. Die Informationsfreiheitsgesetze verändern Praxis und Klima, auch für Journalisten, die in besonderem Maße auf aktuelle Informationen angewiesen sind.

Der Vortrag findet im Saal 449 des Kammergerichts in Berlin-Schöneberg (Elßholzstraße 30–33, 10781 Berlin) statt. Im Anschluss gibt es einen „Umtrunk“.

Über die Autor:innen

  • Ulf Buermeyer

    @vieuxrenard ist Jurist und lebt in Berlin. 2013/2014 studierte er im Rahmen eines Sabbaticals amerikanisches Recht im LL.M.-Studiengang der Columbia University in New York City. Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit liegen im Verfassungsrecht, das er in seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesverfassungsgerichts auch in der Praxis kennenlernte, sowie im Strafrecht. 2014 wurde er mit einer Arbeit über Datenschutz und Informationsfreiheit in den Berliner Gefängnissen promoviert. Er war während seines Studiums Netzwerk-Admin an der Uni Leipzig und programmiert, seit er zum 10. Geburtstag einen 64er bekam - derzeit vor allem in PHP und Objective-C. Er hat eine Homepage und ist u.a. Mitglied im CCC und im Digitale Gesellschaft e.V. Kontakt: Ulf (a) netzpolitik dot org (OpenPGP).


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