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Golem zur Frontal21-Debatte

Golem hat einen sehr ausführlichen Artikel zur Frontal21-Debatte: Killerspiele? Frontal21-Bericht macht Spieler aggressiv. Nach vier Seiten zur Debatte folgt der Kommentar: Auch der neue Frontal21-Bericht zeigt ein altes Dilemma von Computerspielen: Berichte in Massenmedien nehmen sich dem Thema vornehmlich dann an, wenn es entsprechend reißerisch präsentiert werden kann. Eine möglichst nüchterne und unvoreingenommene Berichterstattung liegt…

  • Markus Beckedahl

Golem hat einen sehr ausführlichen Artikel zur Frontal21-Debatte: Killerspiele? Frontal21-Bericht macht Spieler aggressiv.

Nach vier Seiten zur Debatte folgt der Kommentar:

Auch der neue Frontal21-Bericht zeigt ein altes Dilemma von Computerspielen: Berichte in Massenmedien nehmen sich dem Thema vornehmlich dann an, wenn es entsprechend reißerisch präsentiert werden kann. Eine möglichst nüchterne und unvoreingenommene Berichterstattung liegt wohl nicht im Interesse der großen Publikumsmedien, denn das verspricht weder hohe Auflage noch Quote. Leider gewinnt man Zuschauer in der Prime-Time wohl eher durch Angst einflößende und Verunsicherung schürende Beiträge als durch aufklärende Dokumentationen.

Solch einseitige Berichterstattung wie bei Frontal21 erzürnt dann nicht nur die Spiele-Branche, sondern natürlich auch ihre Kunden, die sich nicht grundlos kriminalisieren lassen wollen. Derweil können sich solche Berichte der Zustimmung einer großen Zielgruppe sicher sein, die sich nur selten mit diesem Thema befasst und sich über einfache Lösungen freut, wie sie dort präsentiert werden. Nach Lesart des Frontal21-Berichts verschwinden Gewaltprobleme unter Jugendlichen schlagartig, wenn nur keine Gewalt mehr in Computerspielen gezeigt wird. Das Thema Gewalt in der Gesellschaft ist allerdings zu komplex, als dass man dafür nur jeweils einen Verursacher verantwortlich machen kann.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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Ein Kommentar zu „Golem zur Frontal21-Debatte“


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    Auch Netzpolitik.org berichtet ausführlich über die Zuschauerbeschimpfungen und die Diffamierungskampagne von der ZDF-Sendung „Frontal21“:Frontal21 auf dem Kreuzzug gegen „Killerspiele„Petition an Frontal21 wegen „Killerspielen„Golem zur Frontal2…

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