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Und hinter tausend Masken kein Gesicht

Constanze Kurz hat dem FAZ-Publikum mal Anonymous erklärt: Und hinter tausend Masken kein Gesicht. Ob Anonymous in der heutigen Form weiterbesteht, ob als Label oder als Bewegung, wie es mutieren und sich verändern wird, ist schwer vorherzusagen. Es gibt vereinzelte Bestrebungen, eine Art Handlungsethik, einen „Code of Conduct“ zu etablieren, um „echte“ von „falschen“ Anonymous-Aktionen…

  • Markus Beckedahl

Constanze Kurz hat dem FAZ-Publikum mal Anonymous erklärt: Und hinter tausend Masken kein Gesicht.

Ob Anonymous in der heutigen Form weiterbesteht, ob als Label oder als Bewegung, wie es mutieren und sich verändern wird, ist schwer vorherzusagen. Es gibt vereinzelte Bestrebungen, eine Art Handlungsethik, einen „Code of Conduct“ zu etablieren, um „echte“ von „falschen“ Anonymous-Aktionen unterscheidbar zu machen. Es gibt auch die Ansicht, die Idee von Anonymous hätte sich im Kern überlebt, einerseits durch Unterwanderung, andererseits durch die unkontrolliert gestiegene Attraktivität der Marke, die hohe Aufmerksamkeit auch für kontraproduktive Aktionen bekommt. Was in jedem Falle bleiben wird, ist die Erkenntnis, dass politischer Widerstand nicht unbedingt ein Gesicht benötigt, dass im Internetzeitalter ein Symbol und ein Name genug sind, um Menschen mit ähnlichen Ideen zusammenzubringen und sie durch ihre Masse relevant zu machen.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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4 Kommentare zu „Und hinter tausend Masken kein Gesicht“


  1. Warner Chef Real

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    Das beste an Anonymous ist, dass wir an jeden Maskenverkauf nicht wenig verdienen. Thx. Noch besser geht meinen Kollegen von “ Club Malte“. Die können Ihr Glück gar nicht fassen, dass es gar eine ganze Partei gibt, die deren Umsatz um schlappe zweistellige Prozentzahlen erhöht, und dies noch nicht einmal kapiert. Thx you all, Legions for digital freedom ! ( äh, freedom des geldeinsackens natürlich ). Thx you, for not understanding commerzial backrounds.


  2. hinter Masken kein Gesicht??


  3. Veidt

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    Ich denke das es immer weniger geben wird die sich als Anonymous bezeichnen da unter diesem Label mittlerweile jeder Müll geführt wird, ob Occupisten, Scammer, Verschwörungsspinner und was sonst noch an Mist so draußen rumschwimmt.

    Diejenigen die noch den ursprünglichen Idealen von Anonymous folgen werden um den Namen bei Aktionen einen großen Bogen machen damit sie eben nicht mit solchen Spinnern in Verbindung gebracht wird.

    Ist ja schon schlimm genug das sich Leute auf Facebook als Anonymous bezeichnen und man dann in ihrer Timeline sehen kann wann sie ihren Realnamen auf irgend einen „lulzy“ Nick geändert haben.


    1. Alex

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      Man sollte meinen, „anonymous“ und „Facebook“ schließen sich eh aus.

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