Kultur

Und hinter tausend Masken kein Gesicht

Constanze Kurz hat dem FAZ-Publikum mal Anonymous erklärt: Und hinter tausend Masken kein Gesicht.


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Ob Anonymous in der heutigen Form weiterbesteht, ob als Label oder als Bewegung, wie es mutieren und sich verändern wird, ist schwer vorherzusagen. Es gibt vereinzelte Bestrebungen, eine Art Handlungsethik, einen „Code of Conduct“ zu etablieren, um „echte“ von „falschen“ Anonymous-Aktionen unterscheidbar zu machen. Es gibt auch die Ansicht, die Idee von Anonymous hätte sich im Kern überlebt, einerseits durch Unterwanderung, andererseits durch die unkontrolliert gestiegene Attraktivität der Marke, die hohe Aufmerksamkeit auch für kontraproduktive Aktionen bekommt. Was in jedem Falle bleiben wird, ist die Erkenntnis, dass politischer Widerstand nicht unbedingt ein Gesicht benötigt, dass im Internetzeitalter ein Symbol und ein Name genug sind, um Menschen mit ähnlichen Ideen zusammenzubringen und sie durch ihre Masse relevant zu machen.

4 Kommentare
  1. Das beste an Anonymous ist, dass wir an jeden Maskenverkauf nicht wenig verdienen. Thx. Noch besser geht meinen Kollegen von “ Club Malte“. Die können Ihr Glück gar nicht fassen, dass es gar eine ganze Partei gibt, die deren Umsatz um schlappe zweistellige Prozentzahlen erhöht, und dies noch nicht einmal kapiert. Thx you all, Legions for digital freedom ! ( äh, freedom des geldeinsackens natürlich ). Thx you, for not understanding commerzial backrounds.

  2. Ich denke das es immer weniger geben wird die sich als Anonymous bezeichnen da unter diesem Label mittlerweile jeder Müll geführt wird, ob Occupisten, Scammer, Verschwörungsspinner und was sonst noch an Mist so draußen rumschwimmt.

    Diejenigen die noch den ursprünglichen Idealen von Anonymous folgen werden um den Namen bei Aktionen einen großen Bogen machen damit sie eben nicht mit solchen Spinnern in Verbindung gebracht wird.

    Ist ja schon schlimm genug das sich Leute auf Facebook als Anonymous bezeichnen und man dann in ihrer Timeline sehen kann wann sie ihren Realnamen auf irgend einen „lulzy“ Nick geändert haben.

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