Fehlende Abstimmungen, Zäune, Grenzkontrollen und immer noch keine Quote zur EU-weiten Verteilung von Flüchtlingen. Was auf politisch-administrativer Ebene derzeit nicht geleistet werden kann, wird auf lokaler Ebene oftmals von Freiwilligen übernommen, von Vereinen, NGOs und Stiftungen. Doch auch ihnen wird es oft nicht leicht gemacht, es fehlen Organisationsstrukturen und Ansprechpartner_innen (Beispiel LaGeSo). Einigen dieser Schwierigkeiten will sich der Refugee Hackathon am 24. und 25. Oktober in Berlin annehmen. Die Unternehmerin und Aktivistin Anke Domscheit-Berg entwickelte die Idee dazu auf Twitter, erhielt positive Resonanz und fand Unterstützer_innen.
Den Auftakt des Hackathons bildet ein Anforderungsworkshop am 23. Oktober, hier wird besprochen, welche Anwendungen sinvoll sind und an den darauffolgenden Tagen entwickelt werden sollen. Die Einladung richtet sich nicht nur an Programmierer_innen, sondern auch an Flüchtlinge, Flüchtlingsinitiativen, Behördenmitarbeiter_innen, Grafiker_innen und natürlich Freiwillige, die während des Hackathons bei der Organisation helfen. An einigen Projekten wie dem Volunteer Planner und LaGeSoNum wird bereits gearbeitet. Die beim Hackathon entwickelten Anwendungen sollen quelloffen auf Github veröffentlicht werden, sodass sie weiterentwickelt oder an andere Bedürfnisse angepasst werden können. Wer also bei Organisation, Konzept, Programmierung, Übersetzung, PR oder beim Testen helfen möchte, kann sich hier anmelden.

