Einfachere Nutzung offener Lizenzen

Creative-Commons-Symbole Teil des neuen Unicode-Standards

Knapp zwanzig Jahre nach Gründung von Creative Commons werden die Logos für dessen Lizenzen Teil des Unicode-Standards. Das dürfte in Zukunft die Kennzeichnung offen lizenzierter Inhalte im Netz stark vereinfachen.

Screenshot von Google-Bildersuche nach Creative Commons Logos

Kurze Zeit nach Veröffentlichung der ersten Version im Jahr 2002 entwickelten sich Creative-Commons-Lizenzen zu dem Standard für offene Lizenzierung von urheberrechtlich geschützte Inhalten jenseits von Software. Spätestens seit 2009 auch die freie Enzyklopädie Wikipedia ihre Inhalte unter die freie Lizenzvariante „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“ (CC BY SA) gestellt hat, ist die zentrale Bedeutung von Creative Commons für frei nutzbare Inhalte unumstritten.

Mitverantwortlich für den Erfolg von Creative Commons ist auch die simple und klare Bildsprache der Logos, mit der verschiedene Lizenzvarianten gekennzeichnet werden können, genauso wie das bewusst in Anlehnung an das ikonische Copyright-Symbol (©) angelehnte Logo von Creative Commons selbst. Im Unterschied zum Copyright-Symbol müssen Creative-Commons-Logos bis dato als Bilddateien in Webseiten und Texte eingefügt werden.

Graphische Übersicht über die CC-Symbole im neuen Unicode-Standard
Graphische Übersicht über die Creative-Commons-Symbole im neuen Unicode-Standard Alle Rechte vorbehalten Emojipedia

Das dürfte sich in naher Zukunft ändern. Wie Creative Commons via Blogeintrag bekannt gab, wurden die Lizenzsymbole in die jüngste Fassung des Unicode-Standards aufgenommen. Unicode ist der internationale Standard für Zeichensätze von Schriftarten. Er wird vom gemeinnützigen Unicode Konsortium in enger Abstimmung mit der Internationalen Organisation für Normung (ISO) herausgegeben. Der Antrag, Symbole für Creative-Commons-Lizenzbausteine in den Unicode-Standard aufzunehmen war erstmals bereits 2016 von Creative-Commons-Mitarbeiterin Jane Park gestellt worden.

Sobald bzw. sofern vielgenutzte Schriftarten entsprechend des neuen Unicode-Standards erweitert werden, ist damit eine simple Integration von Creative-Commons-Logos und -Symbolen im Fließtext selbst möglich. Die Notwendigkeit Bilddateien zu integrieren würde damit entfallen.

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