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Cyanogenmod: Übermittlung von Daten für Nutzerstatistiken wird verpflichtend [Update]

CyanogenMod1Anwenderinnen und Anwender der Android-Distribution Cyanogenmod können wohl bald nicht mehr entscheiden, ob sie anonyme Nutzerstatistiken übermitteln wollen oder nicht. Auch jetzt werden Informationen an die Entwickler gesendet: die Version, das Smartphone- oder Tablet-Modell, der Mobilfunkprovider, das eingestellte Land und die eindeutige Geräte-ID. Daraus werden Statistiken erstellt, um u.a. herauszufinden, auf wie vielen und welchen Geräten Cyanogenmod installiert ist. Bisher wurde der Anwender beim ersten Start nach der Installation darüber informiert, welche Daten zu welchem Zweck übertragen werden und konnte diese Übermittlung verweigern. Mit der Version 10.1 wurde diese Option entfernt. Steve Kondik, Kopf des Cyanogenmod-Teams, hat durch eine Änderung im Quellcode die Übertragung verpflichtend umgesetzt. Er begründet dies so:


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Not having an accurate count of how many people are using CM is painful. I am making an executive decision to remove the opt-out and always turn stats on. The data is anonymized and there is nothing evil that can be done with it. The only purpose here is to tell us if we are a successful project or not.

Programmierer Koushik Dutta fügte mit einer zweiten Änderung Unterstützung für die Auswertung der Daten mit Google Analytics hinzu. Auf Kritik von Nutzerinnen und Nutzern entgegnete Kondik, Cyanogenmod sei zwar ein Gemeinschaftsprojekt aber keine Demokratie, und wer wolle, könne den Cyanogenmod-Code entsprechend anpassen und selbst kompilieren.

Update

Die Änderung wurde wieder rückgängig gemacht:

Apparently this is a bigger issue for a small number of extremely vocal users. We should respect their wishes, no matter how off-base their claims are in this context.

10 Kommentare
  1. Finde ich nicht schlimm. Ich nutze CM10.1 mit Android 4.2.2 auf meinem guten alten Galaxy I9000. Und sogar als Nutzer habe ich ein Interesse an Nutzerstatistiken. Denn wenn die Entwickler tatsächlich nur diese Daten anonymisiert einmalig abfragen, zeigt es ihnen doch, ob es noch Sinn macht, weiter daran zu arbeiten. Und ich würde gerne weiterhin aktuelle Androidversionen nutzen können. Und angeblich werden die Daten tatsächlich nur so über tragen, wie die Entwickler behaupten. Jedenfalls bestätigten das einige Leser unter dem entsprechenden SPON Beitrag.

  2. Naja, irgendwann kommt mal das Gnubuntu Phone … Aber kompilieren und forken kann ja bis dahin jeder selbst. Und hier geht es ja mehr um „macht unser Projekt Sinn“ — vermutlich auch um Geld einzuwerben, was ja erst mal ohne zu viel Datenverkauf keine schlechte Idee ist. Und die XML config wird ja nicht boese versteckt …

  3. Nur mal so eine Ueberlegung: Immer mehr Entwickler steigen (meist aus Bequemlichkeit und wegen der dummen dt. Abmahner Gesetze) von Privatblogs auf g+ um. Die Leute, die auf dieser Plattform noch mit diskutieren, sind meist aus der Gruppe, die weniger Probleme mit Google’s Datenschutz oder facebook haben. Das gibt auch einen Bias … auch wenn es hier anders aussieht …

  4. Die verpflichtende Statistik fand ich halb so wild. Was aber richtig übel ist, dass nun Google Analytics verwendet werden soll. Und DER Code wurde noch nicht wieder entfernt.

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