Kultur

Underground: Die Geschichte der frühen Hacker-Elite

Im Jahre 1997 veröffentlichte Suelette Dreyfus das Buch „Underground“ über die australische Hackercommunity. Julian Assange half ihr bei der Recherche und wurde jetzt nachträglich zum Co-Autor erhoben. Und deswegen gibt es in Folge des Wikileaks-Medienhypes nun eine deutsche Übersetzung für 24,95 Euro: Underground: Die Geschichte der frühen Hacker-Elite. Tatsachenroman (Amazon-Partnerlink). Wer das Geld sparen möchte, findet die englische Originalversion beim Projekt Guttenberg in diversen Formaten.


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Wie ich darauf komme? Bei sueddeutsche.de gibt es ein ausführliches Interview mit Dreyfus: Im Untergrund mit Assange.

SZ: Wie politisch waren die frühen Hacker denn? Das klingt im Buch alles auch sehr spielerisch. Sie versuchten einfach in jedes Computernetzwerk einzudringen, an das sie herankommen konnten.

Dreyfus: Bei einer Reihe der Hacker, die ich interviewt habe, habe ich schon Spuren einer frühen Politisierung gefunden. Zum Beispiel der Wank-Wurm, den man den weltweit ersten politisch motivierten Computerwurm oder den ersten Wurm mit einer politischen Botschaft nennen könnte. Das war ein ziemlich bedeutender Meilenstein. Denn es war ganz deutlich, dass der Autor oder die Autoren dieses Wurms die Autoritäten ablehnten, die Atomenergie förderten. Also machten sie sich darüber lustig, machten eine Art Satire daraus, als deutliches Zeichen der Ablehnung.

Das war spielerisch, weil der Wurm den Behörden vor allem einen Streich spielte. Er drang in die Netzwerke der Nasa und des US-Energieministeriums ein und tat so, als würde er große Datenmengen löschen, obwohl nichts dergleichen geschah. Die Daten waren also alle noch intakt, obwohl einige Leute deswegen vielleicht Herzanfälle hatten, was vielleicht auch etwas hart war. Die gleiche Politisierung fand man auch bei den International Subversives (Assanges Hackergruppe Anm. d. Red.).

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8 Kommentare
  1. Ich habe gerade mal ganz flüchtig rein gelesen. Zumindest auf den ersten Blick sieht es für mich sehr reißerisch aus und zeichnet für meinen Geschmack zu sehr das Bild des \bösen Hackers\ der in alle Netzwerke einbrechen will. Da finde ich \Hackers Heroes of the Computer Revolution\ von Steven Levy sehr viel ansprechender, aber eben ohne dem Wikileaks Hype…

  2. Hacker und die, welche sich dafür halten, finde ich generell zum Kotzen.

    Von Blondie Julian hört man nichts mehr, und Gartenzwerg (wie hieß er noch gleich, ach ja, Daniel) hat auch eingepackt.

    Hacker langweilen mich, Cracker sind für mich zu blöde, Scriptkids kriegen Hodenkrebs (Dauergeil am Rechner ist schlecht für die Eier), andere Nerds gehen mir schon seit Jahrzehnten auf die äh… sonstigen Weichteile.

    Eine Frage habe ich noch:
    Warum schreiben die eigentlich alle Bücher?? Ich dachte, sie sind Nerds des Netzes? Aber wo die Kohle winkt, ist ein gutes Verlagshaus doch immer noch die erste Wahl. So richtig altmodisch. Huch!

    Es grinst und grunzt
    Dauergast

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