Kultur

Marshall McLuhan

Der Medientheoretiker Marshall McLuhan hätte heute 100. Geburtstag, wenn er noch leben würde. Anlässlich dieses Jubiläums gibt es zahlreiche Artikel über sein Werk und Leben. Hier ist mal eine kleine Auswahl, was mir heute aufgefallen ist. Wenn ich was großartiges verpasst habe, könnt Ihr gerne noch LInks in den Kommentaren ergänzen.


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Telepolis: Das Medium ist die Botschaft

Ist die Medientheorie Marshall McLuhans in Zeiten von Smartphone und Facebook noch aktuell?

Hyperland: Kein Prophet des Internets.

Am Silvestertag 1980 ist Marshall McLuhan gestorben, doch an seinem 100. Geburtstag – am 21. Juli 2011 – ist er lebendiger denn je. Die Stunde seiner Medientheorien sei nun erst gekommen, McLuhan müsse jetzt leben, hat der Schriftsteller Paul Barker vor ein paar Jahren geschrieben.

ct‘: Canadian Graffiti: Zum 100. Geburtstag von Herbert Marshall McLuhan

„Das Medium ist die Botschaft.“ Das „globale Dorf“. Diese Slogans sind ins kulturelle Unterbewusstsein der westlichen Industriegesellschaften eingangen und machten Marshal McLuhan zu einer Art grauer Eminenz der Medienkunde – auch wenn er für seine Lehre keinen wissenschaftlichen Nachfolger im eigentlichen Sinne fand.

Nieman Journalism Lab: Marshall McLuhan, Superstar.

Peter Glaser in der Berliner Zeitung: Was, wenn er recht hat?

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5 Kommentare
  1. McLuhan hat lediglich die für jeden Menschen bereits begriffene Konzepte in ins wissenschaftliche gehobene Worte gegossen. Seine Erörterungen sind an Trivialität kaum zu übertreffen.
    “Globales Dorf”: Das Kommunikationsmittel gesellschaftliche Prozesse und Organisation beeinflussen, dass wusste spätestens nach Erfindung des Buchdruckes jeder Gesetzgeber – sonst hätte das Urheberrecht nicht die Wurzeln, die es hat.
    Überhaupt gibt es nichts über Kommunikation zu philosophieren – sie macht uns schlauer und das ist alles.

    1. Yep. Ich denke mit den Fachtexten von Paul Watzlawick oder Niklas Luhmann wäre den meisten auf dem Gebiet Kommunikation/Medien mehr geholfen.

      Aber für ein einen fatalistischen Leitartikel aka: „Das Internet ist unser {Untergang, Ende, Anfang, Tod, Leben} bieten McLuhan und Paul Virilio einfach mehr eingängige Zitate — mehr zum Verständnis beitragen tun die aus dem Kontext gerissenen Zitate meist nicht.

      Aber dafür sind ihre generalisierenden Gleichnisse denen der moralisierenden Feuilletonisten einfach näher und bieten so prima Versatzstücke. (s. auch: Internet of tubes, Datenautobahn, rechtsfreier Raum, Cyber-Abwehrzentrum, das Dorf)

      Aber: Natürlich hat Marshall McLuhans großartiges geschrieben. Aber ihn jetzt als den Denker des Internets/der Medien/der Kommunikation ohne Kritik zum hundertsten erneut zu verkaufen, nervt etwas.

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