Kultur

consolidated.db-Visualisierungen

Erinnert ihr euch noch an „Locationgate“, dein persönliches Bewegungsprofil für die Hosentasche? Datenschützer waren empört, Post-Privatler entzückt, Verschwörungstheorien kamen auf… und die „Diskussion“ scheiterte bereits an der Emotionalität mit der alle meinten, sie fordern zu müssen.

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Nur die 3 Jungs von Crowdflow wussten der Situation etwas abzugewinnen, das das Potenzial hatte, überhaupt irgendwen weiterzubringen.

We would like to combine as many of these log files as possible, create an open database of wifi and cell networks and thus visualize how these networks are distributed all over the world.

Michael Kreil hat jetzt richtig schöne Heatmap-Videoanimationen mit den Bewegungen der iPhones gemacht – sogar in verschiedenen Farbkombinationen. In den Kommentaren erklärt er, wie das bunte Geschehen zustande gekommen und zu verstehen ist.

Richtig beeindruckende Arbeit. Erst recht in HD.

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10 Kommentare
  1. „Nur die 3 Jungs von Crowdflow wussten der Situation etwas abzugewinnen, das das Potenzial hatte, überhaupt irgendwen weiterzubringen.“

    Wie schön, dass es irgendjemandem gelungen ist, aus einem Thema ein paar bunte Bilder zu generieren und dass er sich dabei vielleicht weiterentwickelt hat. Wer weiß, vielleicht verdienen Reissäcke tatsächlich unsere verstärkte Aufmerksamkeit. Ich fände es relevanter, wenn die Weiterentwicklung nicht in der Bastelecke, sondern in der Datenschutz-Sphäre stattfände, in der das Thema begonnen hatte.

  2. Bei der Visualisierung sieht man sehr schön die Ambivalenz der Sorgen um Privatssphäre.

    Die hier gezeigten Daten sind komplett Anonym und daher höchstens für Soziologen von Relevanz. Niemand sonst kann daraus ernsthaft etwas für den einzelnen problematisches erfahren.

    Gefährlich wird es nun erst wenn die Daten auch mit Personen verknüpft werden können.

    Mein Fazit ist daher: Daten sammeln okay, solange verlässlich anonymisiert wird(bzw. die Datensätze gar nicht erst mit personenspezifischen Informationen zusammen kommen).

    1. Das ist leider etwas zu einfach Gedacht. Nehmen wir mal an dass man wirklich zuverlässlich anonymisieren kann (und gerade das darf bei Handys bezweifelt werden). Dann können aus denn Daten dennoch Profile abgeleitet werden die zur Gruppierung von Bevölkerungsgruppen dienen können. Diese können dann genutzt werden um Aussagen über diese Gruppen zu machen. Sollte nun also jemand feststellen dass sich eine ungeliebte Gruppe ( z.B. Opposition Partei, Gewerkschaftsmitglieder) regelmäßig treffen können die Geo-Daten mit ihnen verknüpft werden und damit dann Vorhersagen über deren Verhalten (in vorm von Bewegung) gemacht werden.

      Das heißt, auch wenn die Personen noch anonym sind, sind sie dennoch nicht mehr privat. Ihre Bewegungen können zu einem gewissen Grad vorhergesagt werden und Verdachtsmomente können so abgeleitet werden. Diese Verdachtsmomente reichen dann oft aus die Freiheiten der Personen weiter zu beschränken (Natürlich mit Richterlichen Beschluss, siehe Dresden und die Handy Überwachung).

      1. Wenn man zuverlässig anonymisiert sind solche Rückschlüsse nicht mehr möglich.
        Zu Anonymisierung gehört bspw. auch GPS Daten eine gewisse Ungenauigkeit beizumischen.
        Genau das wird bei der obrigen Karte erreicht in dem nie 1 Punkt einzigartig ist. Du kannst grundsätzliches Verhalten studieren aber den Punkten die sich bewegen kannst du nicht entnehmen, ob es die gleichen waren.

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