Eine Gruppe namens No-Name-Crew hat auf einem Server eine Sammlung von Dateien veröffentlicht, die angeblich von Servern der Bundespolizei stammen. Darunter befinden sich Dateien mit so verheißungsvollen Endungen wie .sql oder .php, aber auch viele .pdf’s, in denen dem Titel nach zu urteilen wahrscheinlich Überwachungsgeräte und der Umgang damit beschrieben werden.
Vor allem findet sich in den Downloads aber auch die für GPS-Tracking genutzte Software und auch tatsächliche Überwachungsdaten.
In der Mitteilung zur Veröffentlichung werden Motivation & Material beschrieben:
Aus dem immer mehr wachsenenden Missbrauch von Rechten zur Überwachung der Bürger nehmen wir jetzt den Kampf gegen ein solches Vorgehen auf, denn so kann es nicht weiter gehen.
Anbei sind sämtliche Daten einiger Server der Bundespolizei hinterlegt. Darunter z.Bs. GPS Daten und Karte von verdächtigen Fahrzeugen, GPS Tracking Software der Behörden, Dokumente und Verschlüsselungsalgorithmen im Source Code der Bundespolizei. Denn es kann nicht sein, dass wir alle dauerhaft überwacht werden.
Wer das Tracking system nutzen möchte, sollte sich das htdocs Verzeichniss + die dazugehörende SQL Datenbank installieren. Die Benutzerdaten der Einsätze + Username + Passwort (wie immer in Plain Text) findet ihr in der .sql Datei.
Eine Sprecherin der Bundespolizei hat bestätigt, dass die Dateien echt sind, allerdings stammen sie wohl von einem Server des Zolls.
Zur Stunde ist die Hauptseite der No-Name-Crew nicht zu erreichen. Der Downloadserver funktioniert aber wohl einwandfrei. Interessant sind natürlich die GPS-Tracking-Programme und ‑Daten(!) – wenn man an Malte Spitz denkt, könnte hier also ein Grimme Online Award drin sein ;-) Das Material herunterzuladen und wie beschrieben zu nutzen dürfte aber wohl rechtlich problematisch sein.
Auf dem gleichen Server findet sich auch noch etwas älteres Material der NPD, darunter viele Rede-Manuskripte – also inhaltlich ziemlich uninteressant.
Hier der Begleittext in voller Länge:
Der Überwachungsstaat stellt ein Szenario dar, wo ein Staat seine Bürger mit allen
zur Verfügung stehenden Mitteln überwacht.In der Bundesrepublik Deutschland, die von sich behauptet ein Rechtsstaat zu sein,
ist juristisch die Wahl seiner Mittel zur Straftatverfolgung oder ‑Prävention eingeschränkt.
Den Rahmen für die Gesetzgebung gibt das Grundgesetz vor.
So ist unter anderem gewährleistet, dass die BRD kein Überwachungsstaat werden kann,
wie es in der DDR der Fall war oder in China immer noch ist.Garantieren soll dies Artikel 10 des Grundgesetzes, in dem steht, dass Brief- Post- und
Fernmeldegeheimnis unverletzlich sind solange keine Gefahr für die freiheitlich demokratische Grundordnung oder der Sicherheit des Bundes
oder eines Landes besteht.Doch Signale seitens des politischen Establishments geben zu verstehen,
dass die Unantastbarkeit gewisser Grundrechte nur eine Farce ist.
Leichtfertig werden Versuche unternommen Artikel des Grundgesetzes auszuhebeln.
So wurde zum Beispiel über den Willen der Bevölkerung hinweg mit der Vorratsdatenspeicherung
ein Gesetzentwurf herausgebracht welcher alle Bürger dieses Landes generell als Tatverdächtige sieht.
Die Vorratsdatenspeicherung sollte alle Kommunikationsdaten über 6 Monate speichern.
Kritiker dieses Gesetzes kamen nicht nur aus der Bevölkerung. Auch die Repräsentanten
der Strafverfolgungsbehörden äusserten Bedenken, da bisherige Gesetze völlig ausreichend sind und die meisten Verbrechen konventionell
aufgeklärt werden können,
Zudem wüssten Kriminelle ohnehin, wie sie sich anonym im Internet bewegten.Vorratsdatenspeicherung. Telekommunikationsüberwachung. Online-Durchsuchungen. Erweiterte
Rasterfahndung. Großer Lauschangriff. Speicherung aller Fingerabdrücke. Biometrische Passdaten. Nutzung der Mautdaten. Die automatische
Erfassung von Autokennzeichen. Fluggastdatenspeicherung, Briefkontrollen, Geruchskontrollen, Verwanzung von Wohnungen, Zensus2011 – so schränkt
der Staat die Freiheits- und Bürgerrechte immer weiter ein.Jedoch haben wir alle etwas zu verbergen, wir sind weder Terroristen, noch geht es
unseren Staat etwas an, wie wir leben. Wir wollen nicht, dass Deutschland zu einem totalitären Staat mutiert.Wir möchten Grundrechte und die Privatsphäre erneut festigen. Nur so ist das Gleichgewicht
zwischen Sicherheit und Freiheit möglich.
Aus gegebenen Anlass: Aus dem immer mehr wachsenenden Missbrauch von Rechten zur Überwachung
der Bürger nehmen wir jetzt den Kampf gegen ein solches Vorgehen auf, denn so kann es nicht weiter gehen.
Anbei sind sämtliche Daten einiger Server der Bundespolizei hinterlegt. Darunter z.Bs.
GPS Daten und Karte von verdächtigen Fahrzeugen, GPS Tracking Software der Behörden, Dokumente und Verschlüsselungsalgorithmen im Source
Code der Bundespolizei. Denn es kann nicht sein, dass wir alle dauerhaft überwacht werden. Wer das Tracking system nutzen möchte, sollte sich
das htdocs Verzeichniss + die dazugehörende SQL Datenbank installieren. Die Benutzerdaten der Einsätze + Username + Passwort
(wie immer in Plain Text) findet ihr in der .sql Datei.Diese dauerhafte Überwachung kann nicht länger toleriert werden. Ihr habt euch
zahlreicher Verbrechen gegen die Persönlichkeitsrechte und Datenschutzbestimmungen schuldig gemacht. Ihr habt die Aufmerksamkeit von uns auf
euch gezogen. Aufmerksamkeit meint in diesem Fall entschiedene Taten gegen euer Handeln.Jede Lücke wird ab jetzt schamlos ausgenutzt, alles was wir in die Hände bekommen,
werden wir leaken um den Feinden der Freiheit den größtmöglichsten Imageschaden zuzufügen.
Solange die Regierung und die großen Firmen ihre Bürger bestehlen, belügen, ausspionieren
und nichts anderes zu tun haben als darüber nachzudenken wie sie ihre Macht weiter ausbauen und ihr Geld weiter anhäufen können,
werden wir weitermachen und die Rechte der Bürger dieses Landes wahren.Der Moment in dem wir nicht mehr für unsere Rechte kämpfen, ist genau der Moment
in dem wir unsere Menschlichkeit verlieren.
Wenn ihr für nichts kämpft, dann kann euch alles besiegen.Wir sind die No-Name Crew,
Wer wünscht, dass man ihn fürchte, erreicht, dass man ihn hasst. Das Bestreben, dem,
den wir hassen, Übles zuzufügen, heißt Zorn.
Folge diesem Link um die Daten der Bundespolizei einzusehen: Bundespolizei Serverdaten