Anonymous: Erste Verhaftung in Holland

Wie nu.nl berichtet, wurde in Holland in der Mittwochnacht ein 16jähriger verhaftet, der sich an DDoS-Attacken auf MasterCard und Visa beteiligt hatte. Der Junge ‚ist geständig‘.

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Das ist dann wohl die berühmte Taktik des „In die Menge Schießens“, die ja auch beim Filesharing seit Jahren gut zieht. Juristisch interessant: Der ‚Schaden‘, den ein einzelnes Mitglied des freiwilligen Botnetzes angerichtet haben soll, wird wohl schwer zu bemessen sein.

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72 Kommentare
  1. Und dann fischen sie die IP aus der Attacke und kriegen sofort alle Daten vom Provider ausgehändigt und machen sich dann die Mühe zu einem 16jährigen zu stiefeln? Das erscheint mir total unglaubwürdig.

  2. @Angelika:
    STeht eigentlich nichts drin, was nicht schon Linus geschrieben hat, bzw. bekannt ist (was DoS ist und was für Attacken es da Gestern gab.

    Der Junge wird Freitag vor einen Richter vorgeführt, sein Rechner wurde beschlagnahmt, die Untersuchungen gehen weiter (weil auch andere Beteiligt waren)

  3. Sein Rechner wurde beschlagnahmt… Natürlich… Macht ja auch Sinn… Aber schön zu wissen, dass die holländischen Behörden unserem BKA ebenbürtig sind in der Expertise ;)

  4. @ Hübner

    Meinungsfreiheit bedeutet nicht die Meinung der anderen zu unterdrücken. Du bist aber gerne eingeladen vor der Amazon oder Mastercard Firmenzentrale zu demonstrieren und so deine Meinung zu äußern.

  5. „Meinungsfreiheit bedeutet nicht die Meinung der anderen zu unterdrücken“

    Die Homepage von Amazon ist Meinungsfreiheit? Die VERKAUFEN DA BÜCHER, JUNGE! IRGENDWELCHE! IST DENEN VÖLLIG EGAL WAS DA DRIN STEHT!!!

    Wenn diese Seite blockiert unterdrückt man keine Meinung. Die Bücher kann auch woanders kaufen.

  6. @Müller
    Die Idee und der Gedanke ist so schön, im Ernst, ich mag das. Aber leider ist das eine utopische Vorstellung.
    Erstens wirst du keine \sichtbare\ Größe dazu bekommen, sich in die Kälte zu stellen und zweitens wird diese Größe mit Absicht übersehen. Es wurden 15.000 (?) Menschen auf der FsA in Berlin \überhört / übersehen\.
    Ich will das nicht mies machen, aber wenn sich durch dDoS-Attacken eine Öffentlichkeit bildet, ist der erste Schritt zum Firmensitz gemacht.
    Die Symbolik \Wir wehren uns!\ ist momentan das Einzige ewas passiert, und das ist wichtig! Erst wenn auch der BILD-Leser weiß, dass es Menschen gibt, die sich gegen Ungerechtigkeiten von \denen da oben\ wehren, und das (wenn auch njur ein wenig) Erfolg hat, dann wird der seinen eigenen Hirnkasten bemühen und ggf. danach auf die Straße gehen. Vorher wird dasselbe passieren wie immer: Eine Meldung bei ProSieben und ab in die Versenkung, dann sind wir Net-Citizens wieder nur picklige Kellerkinder.

    expect us!

  7. @ Mac

    Amazon hat ein recht darauf, sein Geschäft ungestört zu betreiben. Wenn du in irgendeiner Weise mit den Geschätspraktiken von Amazon nicht einverstanden bist, dann hast du die Möglichkeit, dagegen zu protestieren. Die Webseite lahmzulegen stellt aber keine legitime Version des Protestes dar, da Amazon so angegriffen wird.

    Anon hat es doch auch geschafft vor Scientololgy „Kirchen“ zu demonstrieren. Warum dann nicht vor dem Amazon oder MAstercard HQ ?

  8. @ ThorDok

    Unsere Gesellschaft beruht auf dieser Idee. Jeder darf seine Meinung äußern, aber das bitte auf einer Weise, die andere nicht direkt angreift.

    Durch diese dDos Attacken wird einzig eine Öffentlichkeit in einer Grupe von Menschen gebildet, die sich dafür interessieren. Der Otto-Normalbürger versteht das ganze nicht und denkt, dass Wikileaks jetzt zurückschlägt. Dann fällt ihm auf, dass er bei Amazon nicht kaufen kann und schon ist er Wikileaks gegenüber negativ eingestellt. Eine Chance zu informieren hat er auch nicht, da bei diesen Attacken niemand Plakate rumträgt, wo die politischen Forderungen notiert sind.

    Zudem stellt die Gruppe der „Net-Citizens“ nur einen geringen Teil der Gesellschaft dar und hat nicht das Recht ihre Meinung durchsetzen zu dürfen.

  9. also ich kenne nun nicht wirklich eine Amazon oder Paypal Filiale wo man täglich demonstrieren könnte – Scientologie hat da einfach mehr Personal zum Ansprechen – hier ahben die regelmäßig Straßenstände zB.

    Der Vergleich mit den virtuellen Sit-ins kommt schon ganz gut hin.

    Ich möchte auch mal anmerken, daß hier keine Menschenleben in Gefahr gebracht werden, niemand wird physisch verletzt.

  10. @Müller (16)
    „Amazon hat ein recht darauf, sein Geschäft ungestört zu betreiben.“
    Ich habe ein Recht darauf, die Wahrheit zu erfahren wenn ich nachfrage oder Informationen einsehen will. Wer mir die Wahrheit vorenthält, oder den „Boten“ mundtot machen will, muss sich nicht wundern wenn er „eins auf die Finger“ bekommt. Hier geht es, ähnlich wie bei einem Streik, _NUR_ um Geld, es kommt niemand zu Schaden!

    Es darf nicht sein, dass die Informationspolitik von Regierungen bzw. Unternehmen ein rechtsfreier Raum ist. ;)

  11. „Zudem stellt die Gruppe der “Net-Citizens” nur einen geringen Teil der Gesellschaft dar und hat nicht das Recht ihre Meinung durchsetzen zu dürfen.“
    Das stimmt zwar in „der Gesellschaft“, aber im Internet stellen eben diese „Net-Citizens“ die Mehrheit dar. Die Politik versagt da nur auf ganzer Linie.
    Trotzdem wird ihre ( „Net-Citizen“ ) Meinung immer wieder übergangen und ihr Lebensraum immer weiter kompromittiert.
    Ich finde es gut, dass sie sich endlich mal wehren.

    Die DDoS-Attacken ( auch auf Amazon ) sehe ich ganz klar als friedlichen Protest ( der gute alte Sitzblockaden-Vergleich ) … da ging es beim Castor-Transport rauher zu.
    Bei den DDoS-Angriffen allein kann es jedoch nicht bleiben, man muss da noch einen Schritt weiter gehen.

  12. @ ThorDok

    Der Konflikt zwischen Wikileaks und Amazon geht nur diese beiden Parteien direkt etwas an und muss vor einem Gericht verhandelt werden. So einfach ist das wir beide können zwar unsere Meinung dazu äußern, haben sonst aber keine weiteren Rechte.
    Wenn die Meinungsäußerung aber in Angriffen auf Amazon endet, dann ist sie illegal.

    @ uiui

    http://www.amazon.de/Locations-Deutschland-Luxemburg/b?ie=UTF8&node=202988011

    Dort kannst du gerne demonstrieren.

  13. @ The Game

    Dein Lebensraum ist die Realität und nicht das Internet. Du musst dich vor deutschen Gerichten, die aufgrund deutscher Gesetze urteilen, verantworten – vorausgesetzt du lebst hier.

    Ergo werden die deutschen Gesetze, die das Netz betreffen von der gesamten wahlberechtigten Bevölkerung und damit von der jeweiligen gewählten Partei beschlossen und nicht nur von der Netzgemeinde.

    Falls du für Attacken auf Amazon & Co plädierst stellst du dich damit ausserhalb des demokratischen Rahmens, dann kannst du auch gleich im Schanzenviertel nen paar Banken „entglasen“.

  14. Ich kann und will nicht jede Woche nach Regensburg oder München fahren.^^
    Außerdem sind das nur Kundenzentren = Support.
    Ich rede von Fililalen. you understand?
    Natürlich ist der Sinn einer Sitzblockade, daß eben keiner mehr da drin sein Geld läßt, weil er nicht rein kann.
    Der Kunde bekommt sein Buch / staubsauger etc auch woanders.

    Ich habe bei denen mein Konto geschlossen, und schreibe denen gerne täglich mehrmals meine Meinung. Dasselbe bei Paypal.

  15. Müller(19), ich mag dein ideales Bild, aber ich vermute, dass clevere Menschen hier anders agieren würden.

    Ich denke, dass die dDoS-Attacken es immerhin bis in die Mainstream-Medien schaffen, mit etwas Nachdruck ggf. auch in z.B. das ehemalige Nachrichtenmagazin, oder die Tagesschau. Wenn es da genannt wird als das was es ist, Protest als Reaktion auf gefühlte Ungerechtigkeit, werden die Menschen die sich Schilder auf Demos durchlesen merken, dass es hier um etwas geht, was den Protestlern wichtig ist.
    Derselbe Mensch wird später beim Bezahlen per Paypal oder Einkaufen auf Amazon feststellen, dass eben nicht nur Wind gemacht wird, sondern etwas passiert. Setzen wir voraus, dass er Schilder auf Demos nicht nur lesen, sondern auch verstehen würde, so würde Interesse geweckt sein, herauszufinden, was diesen Protest erweckt hat.

    Die Menschen, die nicht begreifen worum es hier geht, weil sie kein Interesse haben oder nicht verstehen wollen, das ein Protest immer ein wenig wehtun muss, um wahrgenommen zu werden, werden wir auch vor der Tür von Visa oder Mastercard nicht erreichen.

    Ich sehe es ähnlich wie viele Leute, die ich heute zu dem Thema las, nur als _zusätzliche_ Aktion. Heisst nicht, dass wir nicht aufklären und laut unsere Meinung sagen sollten! Das ist sogar weiterhin der wichtigste Bestandteil des Protests. Aber ohne Symbolik mit etwas Schaum vorm Mund „die großen“ zu ärgern wird sich cnihts bewegen, dann werden wir auch nicht rausgehen.

    Zu 20: /sign

    Zu 21: ich vermute, die Angriffe auf Amazon die friedlich ablaufen sind nicht wirkjlich unser Problem, sondern eher, dass Amazon mekrt, dass wir eben nicht nur Geld-Kühe sind, die gemolken werden wollen. ich kaufe dort gern ein, aber garabntiert nicht, wenn sie Vertuschungen unterstützen! Da unterstütze ich deutlich sichtbar die Wahrheit.

  16. Man sollte Anonymous nicht zwingen analog zu gehen. In unserer Gesellschaft steckt ein hohes Gewaltpotenzial hervorgehend aus den alltäglichen Querelen und der Machtlosigkeit gegenüber der Arroganz der ökonomischen und politischen Eliten, welche jeder Einzelne von uns im analogen Leben zu spüren bekommt. Das Internet stellt eine Art geistiges Refugium da, in welcher die analogen Querelen vergessen werden und auch selten toleriert werden. DDoS-Attacken sind die harmloseste Art der gesellschaftlichen Aggressionsbewältigung. DDoS-Attacken erlauben einen jeden Menschen eine Form des Protests, ohne sich im Betrieb Urlaub nehmen zu müssen und eine 200 km Reise auf sich nehmen zu müssen um im kalten Regen vor einer schweigenden Firmen-Fassade zu demonstrieren. Kein Mensch kann bei DDoS-Attacken zu physischen Schäden kommen. Sollte man aber solche Bewegungen wie auf Anonymous auf die Straße verbannen, so wird das gesellschaftliche Gewaltpotential sich andere Wege suchen, die möglicherweise weniger friedlich sind.

    Ich halte diese Vorstellung für äußerst beängstigend und wäre dafür, dass man einfach DDoS-Attacken als eine Form des Protests toleriert.

  17. Erstaunlich, wie es „denen da oben“ gelingt, mit so einem kontraproduktiven Verhalten immer mehr Leute gegen sich aufzubringen. Die DDoS-Attacken sind zwar auch nicht das gelbe vom Ei, aber immerhin schaden sie keinen Einzelpersonen.

  18. @ uiui

    du kannst zwar die gültigkeit der deutschen gesetze in bezug zum internet nicht akzeptieren. musst aber trotzdem mit möglichen juristischen sanktionen rechnen.

    natürlich stellt der raum internet die funktionsfähigkeit der traditionellen beschränkung von gesetzen auf nationalstaaten. deshalb wird es ja noch lange dauern, bis praktikable lösungen gefunden werden. denn ein netz ohne regeln kann niemand wollen.

    @ socius

    ist es überhaupt eine form des protestes, wenn ich vor meinen pc sitze und mit einem fingerdruck zur ddos attacke beitrage oder ist das nur faulheit 2.0 ? ich bin dafür das jeder seine meinung äußern kann, dann aber bitte nicht anonym, sondern auf demos oder in form von sitzblockaden.

    @ thordok

    der normalbürger versteht von dem ganzen leider nur bahnhof und solange durch diese attacken keine inhalte transportiert werden, nützt das ganze auch nichts.

    @ jo

    der tweet zeig doch, dass anon eben nichts auf meinungsfreiheit gibt.

  19. Wenn die Politik nur begreifen würde, dass sie sich permanent selbst in den Fuss schiesst…

    Es entwickelt sich riesige Welle aus Wut und Ablehung in der Internet-Generation, bestehend aus Finanzkrise, Überwachungswahn, neuer Protestbereitschaft (S21), Unterdrückung der Informationsfreiheit, Wikileaks, ACTA etc.

    Hier kommen viele Faktoren zusammen, die unrsprünglich einzelne Prozesse waren aber in ihrer Gesamtheit das letzte Vertrauen in den Staat zerstören. Wenn die Machthaber nicht schnellstens realsieren wie diese Generation tickt, wird das für sie richtig unangenehm. Sie können dem lieben Gott für all die Älteren und Uniformierten danken, die nicht realsieren was gerade passiert.

    Ich glaube jedoch, dass sie überhaupt kein Gespür für die Sichtweise dieser Generation haben. Dabei ist es doch logisch, dass sich der Bürger wehrt wenn er merkt wie sehr der Staat ihm misstraut und ihn bevormundet.

    Wenn der Verfall der sog. „Volksparteien“ so weitergeht, wird eine Mehrheitsregierung bald unmöglich – sprich, das Land wird nahezu unregierbar. Dann zieht sich dich Politik auf Symbolhandlungen zurück und wird somit unfähig pol. Probleme zu lösen.

    Warum kapieren sie denn nicht, dass ein gesellschaftlicher Wandel nicht aufzuhalten ist?

    Die geistige Freiheit, die durch das Netz geschaffen wurde, kann nicht wieder eingedämmt werden. Da helfen auch keine Kameras, keine Protokolle, keine Stopschilder, keine Polizeigewalt etc.

    Die Angst vor einer politisierten Öffentlichkeit muss in der Politik unglaublich groß sein. Mit peinlich und scheinheilichen Aktionen versucht man immer wieder den status quo zu bewahren. Dabei unterschätzt man die Intelligenz der Bürger vollkommen. Durch solche Unterdrückungsmechanismen macht man alles nur noch schlimmer…

    Ich weiss, dass Viele, die diese Politik ablehnen nichts tun werden. Man kann viel reden aber die Meisten tun am Ende nichts.
    Ich könnt aber eins tun: wählen und zwar die Piraten. Bei der letzten Wahl konnte man sehr miterleben welche Angst die etablierten Parteien vor den Piraten haben. Das ist ein wirksames Zeichen!

    Und greift zum Telefonhörer und investiert ca. 15 Minuten. Ruft eure Volksvertreter vor Ort an und teilt ihnen mit was euch stört.
    Das hat einen Effekt. Es müssen genug Leute ihre Meinung äußern.

    PS: Das musste ich mir mal von der Seele schreiben. Ich weiss, dass ich sehr allgemein über verschiedene Dinge geschrieben habe und in einigen Punkten sicherlich angreifbar bin.
    Es geht mir allerdings deutlich zum machen, dass ich und viele andere Menschen erkennen, dass unsere Politik mittlerweile in die komplett falsche Richtung läuft.

  20. Hallo Müller.
    Nur zu deiner Beruhigung – weder beteilige ich mich an den Aktionen der Anons, noch habe ich es vor.
    Ich kann die Leute aber sehr gut verstehen. Wenn ich zwanzig Jahre jünger wäre, würde ich mich wahrscheinlich sogar daran beiteiligt haben.
    Ich habe diverse Manifeste von Anonymous durchgelesen und bin sehr berührt davon.

    Ich weiß nicht ob Du verstanden hast, was diese sogenannte Gruppe überhaupt darstellt, empfehle dir aber als erste Adresse definitv nicht die deutsche Wikipedia.
    Um die Philosophie dahinter zu verstehen, muß man schon etwas tiefer gehen.
    Und im Grunde sitze ich hier zuhause und applaudiere, daß endlich wieder der Zeit und Technik angemessene Proteste stattfinden.

  21. @Müller
    du „forderst“ Inhalte und physische Aktionen mit Menschen vor Ort. Das ist sicherlich die Hochkultur des Protests, im Zweifel mit Infostand und netten Buttons und Aufklebern …
    Auch da wird der Normalbürger dran vorbeigehen, oder sich nicht intreressieren wegen der täglichen analogen Querelen, wenn aber die Internetbürger die hier sind, zusammen an einem Strang ziehen, schaffen wir eine große Aktion, die sich wehrt. Dann wird das ganze ein Thema in den medien und kann endlich auf die Straße getragen werden. Dann können wir gerne bei Mastercard oder Visa, PayPal oder Amazon demonstrieren gehen. Dann haben wir genug Leute dafür aquiriert.

  22. @Müller #16

    „Amazon hat ein recht darauf, sein Geschäft ungestört zu betreiben.“

    Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren was „unsere“ Herrschenden so treiben und das völlig unabhängig davon, ob das Amazon nun passt oder nicht!

    „Die Webseite lahmzulegen stellt aber keine legitime Version des Protestes dar, da Amazon so angegriffen wird.“

    Entschuldige bitte, aber das sieht die Bundesdeutsche höchstricherliche Rechtsprechung anders!
    Aber vielleicht beziehst du dich ja auf kommende Gesetze?

    Wer Wind säht, wird Sturm ernten!

    … und das völlig zu recht!

  23. @35 – yo nicht nur bei GenY, auch bei GenX wie mir.
    n.b. je älter ich werde umso mehr sehe ich die zusammenhänge; ich nehme mir jedoch z.b. auch bewusst zeit dafür, diese mal ansatzweise zu verstehen.
    da ich meinen rechner brauche werde ich mich an ddos o.a. jedoch nicht beteiligen, selbst wenn ich es wollte.

    und m.E. bitte per Fax oder Brief ( ich faxe z.b. nur an „ganz oben/die CEOs) – die müssen bei solchen leudelz auch noch „gehändelt“ werden – ein Telefonat ist schnell vergessen bzw. lässt sich ganz schnell abwimmeln (mir fehlt noch die Fax-Nr für Bezos – hat die jmd ?)

    und wer etwas „buying power/kaufkraft“ hat kann m.E. nicht nur kurzfristig, zumindest in D, den firmen amazon & co. diese entziehen – je mehr menschen dies tun, umso nachhaltiger.

    u.a. durch mich werden diese firmen mehrere tausend teuronen nicht nur bis ende dieses jahres an nicht-umsatz haben, seitdem amazon WL rausgeworfen hat; das summiert sich.

  24. @ Carlos

    Dieser Begriff „Herrschende“ ist ziemlich unpräzise. Amazon ist eine private Firma, dementsprechend kannst du nicht von denen Verlangen, wie ein Staat zu handeln. Das heißt sie können Wikileaks den Vertrag kündigen und du hast nichts damit zu tun, da du Amazon nicht gewählt hast, noch Staatsbürger des Landes Amazon bist. Dieser Streit muss vor einem US Gericht entschieden werden.

    Ich für meinen Teil finde es lächerlich auf der einen Seite „für Meinungsfreiheit“ zu kämpfen, aber dann die Freiheit der Gegner zu bedrohen. Ein Beispiel der Tweet von anon zu EEF, obwohl EEF auch noch Wikileaks unterstützt.

  25. Nochmal @müller

    Habe jetzt alle Kommentare gelesen.
    Also du befürwortest uneingeschränkt die Rechte der Unternehmen, egal was sie machen, lehnst allerdings die in deinen Augen fragwürdigen Methoden der davon Betroffenen ab.
    Political correctnes eben, allerdings gilt das nur für die, die ansonsten auch keinen Einfluss haben.

    Dazu zwei Dinge:

    1.)
    Political correctnes ist, wenn wir den Frauen erlauben in den öffentlichen Verkehrsmitteln oben ohne zu fahren, es allerdings als sauerei betrachten, wenn die Männer dann dahin schauen.
    ( Definition von Wladimir Kaminer )

    2.)
    Das vermutlich meistgelesene Buch der Welt, kennt auch nicht nur eine Verhaltensweise, die alleine die richtige ist.
    Für die etwas robusteren hält es den Spruch parat:
    Auge um Auge, Zahn um Zahn.
    Für die etwas zarter besaiteten:
    Wenn dir jemand auf die Wange schlägt, dann halte ihm auch noch die andere hin.

    Aber selbst die Bibel spricht nicht davon wechselseitig immer wieder die andere Wange hinzuhalten.

    So, jetzt schlaf mal drüber, vielleicht kommst du ja während der Nacht noch dahinter, das Amazon, Paypal, Master- respektive Visacard oder aber die Schweizer Postfinance nicht deine dicksten Kumpel sind…

    …oder doch?

  26. Ich finde dass hier die Verhältnismässigkeit nicht gesehen wird. Wenn mitten in Köln mit städtischer Genehmigung ein Kinderpuff eröffnet wird und wütende Bürger dem Puffbesitzer das Auto zerkloppen kommt doch hoffentlich auch nicht das übliche „Ihr hättet doch ne Unterschriftenliste machen können oder noch die zwei Jahre bis zur nächsten Wahl warten?“. Jedem wäre klar, dass da eine Grenze überschritten wurde auf die man nur mit zivilem Ungehorsam reagieren kann.

    Und wenn Unternehmen auf Druck rechter Politiker dabei helfen unangenehme Wahrheiten zu unterdrücken, da soll man dann eine friedliche Demo mit lustigen Plakaten und Clowns für die Kinder organisieren? Gehts noch? Amazon dass den korrupten Politikern zuspielt soll in Ruhe seinen Geschäften nachgehen können? Bei manchen Leuten scheint das Areal im Hirn das für den Gehorsam zuständig ist irgendwie unnatürlich vergrößert….

  27. Diese künstlichen Gewaltrechtfertigungen zieht das ganze Netz in Verruf. Kapiert das endlich!

    Man kann auch mit friedlichen Mitteln sehr viel erreichen (siehe z.B. Amnesty international).
    Aber solange Verschwörungstheoretiker hier das sagen haben, sehe ich keine gute Zukunft für die Netzkultur.

  28. Echte Gewalt wird heutzutage in erster Linie von mächtigen Konzernen ausgeübt – nicht von kleinen Individuen.

    Hier geht es aber sowieso nur um zivilen Ungehorsam, der rein garnichts mit Zerstörung von realen Dingen oder Körperverletzung von Personen zu tun hat.

    Alles was hier passiert ist moralisch noch tausendmal sauberer als so mache Moral von bestimmten politischen Parteien und Firmenlenkern.

  29. @ carlos

    Jedes Individuum und jede Firma haben gewisse Rechte und Pflichten, Amazon natürlich auch. Über die Kündigung haben allerdings weder du noch ich zu Richten sondern ein US Gericht. Wir können gerne unsere Meinung darüber mitteilen, das war es dann aber. Das hat nichts mit political correctness sondern mit den Prinzipien eines Rechtstaates zu tun.

    Natürlich sind Amazon oder Mastercard nicht meine Kumpel, genau wie es Wikileaks aber auch nicht ist, da Assange ebenso ein bestimmtes Ziel verfolgt. Im übrigen ist Wikileaks auch nicht transparenter, da niemand weiß, welche Dokumente zurückgehalten werden.

    @ Doris

    Wikileaks kann nicht abgeschaltet werden, das sollte jedem klar sein. Egal ob Amazon Verträge kündigt oder Mastercard den Support einstellt.

    @ Andy

    Da gebe ich Ihnen völlig Recht. Mit Verschwörunbgstheorien a la „die Herrschenden“, die „korrupten Politiker“ und „das Kapital“ kommt man in dieser Diskussion nicht weiter.

  30. Einige Leute, die hier die Kommentarspalten befüllen, scheinen selbiges von hinterm Mond aus zu tun.
    DoS-Attacken sind rechtswidrig, erstens, und sie werden auch nicht dadurch Nothilfe, dass Amazon /MC dem WL die Verträge kündigt.
    Zweitens dreht sich Gandhi im Grabe um, falls das hier jemand ernst meint mit der Bezeichnung „ziviler Ungehorsam“.
    Drittens, und das macht mich echt sauer: Íhr spielt damit allen VDS-Ansätzen voll in die Hände. Und zwar zu recht. In einem Land, in dem DoS zur Regel wird, nur weil es Meinungsunterschiede gibt, muss es eine VDS geben. Gewalt darf nur durch den Staat ausgeübt werden- und das natuerlich demokratisch legitimiert und rechtsstaatlich.

  31. @ Müller
    „Dort (wo dich niemand sieht) kannst du gerne demonstrieren.“
    Das hören wir seit mindestens 68 von denen die wollen, das alles so bleibt, wie es ist.

    Wenn die Menschen an legalistische Beschönigungstheorien glauben würden, wie Du sie vertrittst, hätten wir noch Junker und Kaiser.

    Protip: „Das Kapital“ ist das Haupwerk eines wichtigen deutschen Ökonomen und keine „Verschwörungstheorie“. Mühsam aber lesenswert.

  32. @ Thomas

    Wenn du für dein Thema genug Öffentlichkeit erzeugst, dann wird dich auch jemand hören. Zudem hast du immer noch die Möglichkeit über die Mitgliedschaft oder über die Gründung einer Partei und der Teilnahme an Wahlen Einfluss zu nehmen. So läuft das nunmal in einer Demokratie. Obwohl ich natürlich für mehr Volksentscheide plädiere.

    Ich hab mich im Rahmen meines Studiums ausgiebig mit diversen pol. Theorien auseinandergesetzt und kann Marx nur relativ wenig abgewinnen.

  33. @ Müller

    Wenn wir eine Gesellschaftsordnung hätten in der die Machtverhältnisse ausgeglichener wären, würde ich Dir beipflichten.
    Aber solange manche Menschen ein Medienimperium haben um ihre Interessen durchzusetzen, oder Heerscharen von Lobbyisten bezahlen können, oder gleich politische Parteien, und die meisten anderen Menschen das eben nicht können, wirkt Dein Ansatz etwas verdreht.

    Ein freies Internet kann helfen hier zumindest etwas Ausgleich zu schaffen.

    Anstrengungen um es zu verteidigen, finde ich daher begrüßenswert.

  34. Die Dos-Attacken auf Visa und Mastercard kann ich nachvollziehen und finde sie auch für Angebracht. Es ist in der Tat ein Stiller Protest.

    Allerdings sind hier Dritte beteiligte die nicht Direkt mit wikileaks zu tun haben. Bei diesen zwei (plus paypal) Anbietern ging es darum lediglich darum das sie die Kooperation einstellten und (Spenden)Gelder eingefroren haben. Auch nur auf Druck von „Politikern“?

    Das Amazon Wikileaks aus ihrer Cloud geworfen hat kann ich nachvollziehen. Es scheint ja gegen ihre AGB zu verstoßen zudem ist das Material „riskant“ für die Computersysteme und Netze von denen es ausgeliefert wird.

    DDOS-Angriffe auf Amazon oder ein Protest des Unternehmen finde ich genau wie Herr Müller unangebracht. Wer Protestieren will kann ja gerne die Daten mit seinem Rechner über Peer2Peer verteilen und das Risiko selber tragen.

  35. @Müller (50):

    Klar, gründe eine Partei und wähle. Dann kannst du mit sehr sehr viel Glück in vielen Jahren ein bisschen verändern.

    Klar, demonstriere. Dann sagt man dir wo, wann und wie du demonstrieren darfst.

    Die Artikualtionsmöglichkeiten sind so beschränkt, dass sie kaum Einfluss haben können. Davon ausgenommen ist eine Massenbewegung, die sehr selten anzutreffen ist.

    Deshalb braucht es auch Menschen die sofort reagieren und ein Zeichen setzen – sei es noch so kindisch und unüberlegt. Ziviler Ungehorsam gehört, als eine Form des nicht offiziell erlaubten Protests, zu einer Demokratie.

    Hätten sich die Menschen stets an die gelenkten Demonstrationsmöglichkeiten gehalten, würden wir immer noch in einer rückständigen Gesellschaft leben. Die Geschichte erlebt immer wieder Momente in denen das Volk sagt: „Nicht dieses System, nicht diese Methoden, nicht diese Gesetze“.
    So war es immer und so wird es immer sein.
    In der Zwischenzeit halten die Menschen allerdings ihre Klappe. Doch das Fass läuft irgendwann immer über.

    Die letzte große Revolution fand 68 statt.
    Ich glaube, dass die die kommende Revolution nicht mehr fern ist da das gesamte System auf immer mehr Ebenen hinterfragt wird.

    Jedem vernünftigem Menschen muss klar sein, dass es praktisch in jedem Bereich berab geht: Finanzen, Absicherung, Staatverschuldung, medizinische Vesorgung, Freiheitsrechte, Privatsphäre, Ausbildung, Internet uvm.

    Noch „fühlt“ man viele diese Veränderungen größtenteils nicht. Doch das werden wir. Wenn einige mutige Menschen zu einer nicht erlaubten, zeitnahen Protestform greifen, um JETZT etwas zu verändern, kann ich nur als Zuschauer meinen Respekt aussprechen – unabhängig von der Form des Protests.
    Selbstverständlich hat jeder Protest auch eine moralische Grenze. Diese sehe ich hier keineswegs verletzt. Eine Firmen verlieren etwas Geld und lernen möglicherweise das Verhältnis zur Öffentlichkeit zu überdenken.

  36. @ Thomas

    Ich kann ihre Kritik an den „Machtverhältnissen“ nicht ganz nachvollziehen. In Deutschland hat sich gezeigt, dass neue politische Parteien wie die Grünen oder die PDS (später Linkspartei) den Weg in die Parlamente schaffen und dort ihre Inhalte vertreten können sowie Regierungsveranbtwortung übernommen haben. Sie müssen auch beachten, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland eben kein Systemwechsel in Richtung Sozialismus möchte und deshalb die entsprechenden Parteien (mit Ausnahme der Linken) bei den Wahlen unter 1% dümpeln.

    @ Bernd

    Deutschland benötigt keine Revolution, da du in unserem System die Möglichkeit hast, deine Interessen zu vertreten. 68 würde ich auch nicht als Revolution sondern vielleicht als nötiger „Facelift“ betrachten. Das ganze lief relativ friedlich ab und die zu radikalen Elemente (> RAF) haben zum Glück nur wenig Einfluss gehabt.
    Deutschland und Europa stehen durch den Druck der Globalisierung weitere Veränderungen bevor, die wahrscheinlich schmerzlich werden, aber das ist der Lauf der Dinge, wenn plötzlich weitere 2 Milliarden Menschen um Arbeitsplätze und Ideen konkurrieren.

  37. @Bernd

    >>>>>>
    Jedem vernünftigem Menschen muss klar sein, dass es praktisch in jedem Bereich berab geht: Finanzen, Absicherung, Staatverschuldung, medizinische Vesorgung, Freiheitsrechte, Privatsphäre, Ausbildung, Internet uvm.
    >>>>>>

    Der Vergleich hingt. Wir sind hier ziemlich wohlhabend und leben auf sehr goßem Fuß. Da sollte es jedem Vernünftigem Menschen einleuchten das es bergab gehen muss. Zumal auch das Bevölkerungswachstum stagniert.

    Nun gut abgesehen von Freiheitsrecht, Privatsphäre Ausbildung und Internet. Aber die eigene Ausbildung liegt wenigstens noch in den eigenen Händen.

    Deine Sicht der Revolution ist schön und gut, allerdings verfehlt sie das Ziel und ist nicht so effektive. Lediglich in politischen Rahmen und gemeinschaftlichen Fragen hat sie eine Daseinsberechtigung in anderen Belangen ziehe ich eine direkte Handlung vor die die Umstände sofort verbessert oder dazu Beiträgt.

    Ich kann nie nachvollziehen warum man einen Castor Transport boykottiert und der Gemeinschaft Millionen aufbrummt (welche eigentlich die Energielobby zahlen sollte für die Entsorgung) sowie den Polizisten (die auch nur Menschen sind) viele Überstunden. Satt Vorträge zu dem Thema zu Veranstalten, Lösungsvorschläge zu Fordern (oder sich daran zu beteiligen) oder Geld in alternative Energiequellen steckt usw.

    Man kann vieles machen und Erreichen aber der Zivile ungehorsam sollte nur in äußersten Mitteln eine Lösung darstellen.

  38. @Müller:

    Ob Deutschland eine Revolution braucht sei dahingestellt. Ich behaupte jedoch, dass sich die Stimmung immer mehr in diese Richtung entwickelt. Es reicht vielen Menschen und sie sind mehr und mehr bereit das auch auszudrücken – in welcher Form auch immmer.

    In puncto Einflussmöglichkeiten muss ich dir widersprechen. Sie sind eingeschränkt und nicht zeitnah. Wir haben größtenteils keine direkte Demokratie sondern eine langsame, indirekte Demokratie, die die Entscheidungen des Souveräns nur teils weitergibt. Es dauert lange bis etwas im pol. Prozess verarbeitet wurde. Deshalb braucht es auch solche zeitnahen Aktionen, welche auf den ersten Blick sinnlos erscheinen mögen aber ein wichtiges Zeichen setzen und eine Diskussion ermöglichen. Ohne diese Aktionen würden wir hier und jetzt nicht diskutieren.

    ————-

    @Chris:

    Wie gesagt: Ich wollte Faktoren identifizieren die zu einer Revolution führen können.

    Ich verstehe vollkommen, dass der Castor blockiert wird. Menschen nutzen ihr Recht ihre Ansicht zu äußern und greifen dabei zu nicht gesetezlich erlaubten Mitteln – vollkommen ok.
    Die Politik sollte andere Wege zur Energieversorgung finden. Doch das sind andere Akteure und andere Prozesse – eine andere Diskussion.

    Der Knackpunkt ist allerdings folgender:

    – Wir haben Atonstrom und wir müssen jetzt mit den Folgen leben
    – Wir können die demographische Entwicklung nicht ändern
    – Staaten sind verschuldet und werden sich noch mehr verschulden

    etc.

    Das sind Prozesse, die wir kaum verändern können.

    Doch:

    Das Internet ist noch relativ frei. Wir sind noch relativ frei und und es gibt keine Notwendigkeit Einschränkungen unserer Freiheit zu akzeptieren. Dort wo wir noch etwas beeinflussen können, sollten wir es auch tun und das auch mit ungewöhnlichen Mitteln.
    Wenn jemand entschieden „Nein“ sagen kann, so sollte er es auch tun.

  39. „Ich kann nie nachvollziehen warum man einen Castor Transport boykottiert und der Gemeinschaft Millionen aufbrummt (welche eigentlich die Energielobby zahlen sollte für die Entsorgung) sowie den Polizisten (die auch nur Menschen sind) viele Überstunden.“

    Ja glauben Sie ernsthaft der Atomausstieg wäre noch ein Thema wenn keine Menschen mehr auf der Straße wären? *kopfschüttel*

    Glauben Sie die Asse wäre von den Medien so genau kontrolliert worden, wenn die Leute nicht so protestiert hätten?

    Melden Sie sich bitte bei der Polizei für eine Ausbildung – bei der BFE suchen Sie solche Leute dringend!

  40. Eines Tages halb zehn im MiniWahr, Fräulein Dr. Müller hatte gerade Pause, da sah sie, zwischen Kaffetasse und Schokoschnitte hindurchsehend, auf Ihrem Teleschirm ungeheuerliches. „Gezwitscher“, völlig frei, laut und auch noch alle durcheinander. SUPERDOPPELPLUSUNGUT!
    Das darf doch nicht sein!
    Da benutzen Menschen doch tatsächlich ALLE ihnen zur Verfügung gestellten technischen Möglichkeiten.
    Also begab sie sich in den äußeren Ring, um die betreffenden Prol zu identifizieren und korrigierend einzugreifen. Ihr Mann, ein hohes Tier im MiniLieb, half ihr natürlich dabei dieses Problem in den Griff zu bekommen. Schließlich könnte sich daraus so etwas wie die Ingsoc entwickeln was eine große Gefahr darstellen würde. Und so gelang es auch diesmal wieder, das alle Menschen jetzt auch die kleine Schwester wieder doppelplusgut finden und den ganzen Tag singen:

    Danke, für jeden neuen Morgen…

    Danke, für jeden neuen Tag…

    Danke, für deinen Schutz und Beistand…

    …liebe U.S.A. !

  41. Nur mal als kleiner Hinweis:
    In Deutschland wäre bereits der Download des LOIC strafbar. Die Teilnahme an irgendwelchen LOIC Ballereien ist mit Sicherheit ebenfalls strafbar. Die Aufforderung, daran teilzunehmen, wahrscheinlich auch.

    Insofern ist jeder, der daran teilnimmt, ohne sich über Anonymisierung etc. so abzusichern, dass er nicht erwischt werden kann, vollkommen bescheuert.

    Das ganze Gerede von wegen „ziviler Ungehorsam“, „etwas unternehmen“, „zu seinen Ansichten stehen“ etc. ist nichts weiter als die Rechtfertigung von Straftaten.

    Das ist vollkommen frei von jeglicher moralischer Wertung. Nur sich darüber aufzuregen, dass Leute wegen Straftaten verhaftet und angeklagt werden, ist albern. Dafür sind Gesetze da. Und dafür ist auch die Polizei und die Staatsanwälte da. Um Leute, die gegen Gesetze verstoßen, ausfindig zu machen und vor Gericht zu bringen.

    Wenn jemand meint, er hätte eine moralische Verpflichtung, bestimmte Straftaten zu begehen, dann sollte er dafür sorgen, dass er nicht erwischt wird.

    Aber nicht hinterher rumheulen, wenn er oder andere, die das Gleiche tun, Strafen zahlen müssen oder in den Bau einfahren.

  42. Dieser Müller ist doch ein Troll, oder?

    Ich bewundere hier alle Kommentatoren die sich die Zeit nehmen mit diesem Müller zu diskutieren, da würde meine Leidensfaehigkeit total überfordert werden, beim Versuch dies auch zu tun.
    Daher entschuldige ich mich hier nichts zur Debatte beigetragen zu haben und bedanke mich bei denen die, die Nerven haben mit den Müllern dieser Welt zu diskutieren.

  43. Hat man eigentlich schon das Pentagon vorgeführt? Von deren Angriffen gegen Siemens-Systeme und den dadurch hervorgerufenen Schäden ganz zu schweigen, aber haben die nicht angefangen, die DDoS Attacken gegen Wikileaks zu fahren? Hier wird wohl mit zweierlei Maß gemessen. Aber klar, von einem 16-jährigen kriegt man leichter ein Geständnis.

  44. Ich finde lustig, dass DDoS Beführworter gerne den Vergleich mit „anketten“ heranziehen, sich dann aber aufregen wenn einer der „Demonstranten“ persönlich zur Verantwortung gezogen wird. Als ob beim Anketten alles friede freude eierkuchen wär.
    Natürlich ist es unfair dass nur ein kleiner Teil „erwischt“ wird. Aber
    1. ist das bei agressiven RL Demos ja auch nicht anders, da werden auch die ersten X herausgegriffen
    2. brauchen wir deshalb ja die VDS, dann ist die Asymmetrie nicht so groß…

  45. „In Deutschland wäre bereits der Download des LOIC strafbar.“
    Quelle ? Beweis ?
    Es wäre strafbar, wenn man dadurch eine Urheberrechtsverletzung begehen würde, aber das ist in diesem Fall nicht gegeben.

    Und es damit zu begründen, dass das Tool nur zu „bösen Zwecken“ eingesetzt werden kann, ist auch Humbug. Man könnte als Admin sein eigenes Netzwerk auf Herz und Nieren testen wollen, da kommt solche Software ganz gelegen.

  46. @Zauberkeks: Hmmm, hätte jetzt mal getippt, dass 202c STGB darauf zutrifft. Aber da ist purer Vandalismus nicht mit eingerechnet, sondern nur Programme, die das Auslesen von Daten ermöglichen. Insofern hat sich das mit dem strafbaren Download erledigt.

    Mit Urheberrecht hat das rein gar nichts zu tun.

  47. @Nomis

    >Ja glauben Sie ernsthaft der Atomausstieg wäre noch ein Thema wenn keine Menschen mehr auf der Straße wären? *kopfschüttel*

    Nun vielleicht ist meine Sichtweise naive. Aber ich denke schon das sich das so verhält zumal es diesen Menschen ja ein großes Anliegen ist. Diese Art zu Protestieren führt nicht zu einer Verbesserung der Sachlage. Vielleicht wurde der marode Zustand der Asse dadurch aufgedeckt und wenn das nun auf diese Proteste zurückzuführen ist dann ist das auch gut. Allerdings hätten dies, sofern das von einem Journalisten aufgedeckt wurde auch mit „weniger Auffand“ ebenfalls durch die Atompolitik-Gegner angetrieben vonstatten gehen können. Was ja vielleicht trotzdem so war.

    Kurz: Das Geld das so in die Taschen der zusätzlichen Polizeibeamten geflossen ist, hätte effektiver genutzt werden können. Bezahlen muss eh jeder Bürger dafür. Bezahlen muss er aber auch für die misslungene Rechtslagegestaltung der Atomfolge-Politik. Da kann auch keine Brennelementesteuer helfen, bei denen einige große Energiekonzerne Steuer-Vergünstigungen bekommen wenn sie in Zukunft Erneuerbare Energien Erschaffen. Aber selbst das ist schon ein Schritt in die richtige Richtung.

    Gerecht wäre eine Umlage der Kosten an die Energiekonzernbetreiber oder zumindest das sie Verpflichtet werden nach bestem Möglichkeiten sich die nächsten Millionen Jahre um diesen Müll zu kümmern. Oder wenigstens Rückstellungen bilden (zu müssen) die versichern gegen Atommüll- oder „CO2-Katastrophen“.

    @Bernd
    >Die Politik sollte andere Wege zur Energieversorgung finden. Doch das sind andere Akteure und andere Prozesse – eine andere Diskussion.

    Ich stimme ja zu das etwas gemacht werden muss. Allerdings ist die Politik Spielplatz der Gesellschaft natürlich kann hier etwas geändert werden aber ich finde das jede Einzelperson daran etwas ändern sollte. Nicht „andere“. Wenn die Politik es nicht schafft dann sollte jeder Einzelne versuchen anderen Strom zu beziehen. Wenn es dem (Einzel) Akteur zu teuer ist sollte er sich der Wahrheit aber stellen und fragen worauf er Verzichten könnte um das zu Bewerkstelligen.

    >Das Internet ist noch relativ frei. Wir sind noch relativ frei und und es gibt keine Notwendigkeit Einschränkungen unserer Freiheit zu akzeptieren….

    *unterschreibe*

  48. Spannende Diskussion.

    Von mir nur der Hinweis, dass ich nicht glaube, dass man der Sache selbst mit illegalen Maßnahmen einen Gefallen tut.

    Man braucht tatsächlich eine größere Aufmerksamkeit, wenn man IRGENDETWAS langfristig verändern möchte. Wenn man mehr Geld für Bildung möchte, muss man die Gesellschaft davon überzeugen, dass wir mehr Geld für Bildung brauchen. All die CDU Wähler da draußen müssen das kapieren, all die Rentner und Konservativen. Die machen nunmal einen riesigen Teil unsrer Gesellschaft aus.

    Zurück zum aktuellen Problem: all diese Menschen lesen jetzt, dass da irgendein „Cyberangriff“ stattgefunden hat, dass das „Netzterroristen“ zu Werke gegangen sind.

    Glaubst du wirklich, *das* hilft dieser Sache?

    Zur Sache selbst: Schweinerei was PayPal Amazon etc. sich da geleistet haben, keine Frage.

    ta-ta
    T.

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