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Mininova: „Filesharing wird es immer geben“

In Stockholm wurde am Freitag, dem 17. April 2009 das Urteil im Strafverfahren gegen die Betreiber des Torrent-Trackers „The Pirate Bay“ verkündet. Neben einer Freiheitsstrafe von einem Jahr wurden die vier Angeklagten auch zu Schadensersatzzahlungen von insgesamt 2,75 Mio. EUR verurteilt. Sie kündigten an, Berufung gegen das Urteil einzulegen.


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Doch während bei internationalen Medienunternehmen die Sektkorken knallen, nehmen es die verurteilten Piraten anscheinend ziemlich locker. Denn das Urteil vom Freitag ist nur ein weiterer Akt eines Schauspiels das sich wahrscheinlich noch über mehrere Jahre hinziehen wird.

So gibt es zum Thema auch nicht nur schlechte Nachrichten und nicht nur Pessimisten. „Manche Unternehmen beginnen umzudenken und erkennen, dass der Kampf gegen Filesharing aussichtslos ist„, sagt Erik Dubbelboer von Mininova, einer anderen sehr beliebten Torrent-Suchmaschine. Bei Futurezone gibt es ein schönes Interview mit ihm und Mininova-Geschäftsführer Niek van der Maas über ihre Pläne mit lizenziertem Filesharing und ihre Beziehung zu The Pirate Bay.

Auszug aus dem Interview bei Futurezone: Mininova: „Filesharing wird es immer geben“

Es muss schwierig sein, als Unternehmer gerade zu Zeiten des Pirate-Bay-Prozesses Vertretern der Medienindustrie legale Bittorrent-Dienste anbieten zu wollen?

Dubbelboer: Ähnlich wie isoHunt.com arbeiten wir auch als Profitunternehmen, und nicht wie The Pirate Bay nur aus ideologischen Gründen. Ich glaube nicht, dass dabei etwas nicht in Ordnung sein sollte.

Wird der Ausgang des Pirate-Bay-Prozesses die Gesetzeslage in Europa verändern?

Dubbelboer: Er wird nicht die Gesetze selbst ändern, aber womöglich deren Interpretation. Es ist schwer zu sagen, welche Seite gewinnen wird. Der moralische Sieger wird aber auf jeden Fall The Pirate Bay sein, das ist jetzt schon klar.

Und hier noch eine kleine Presseschau zum Urteil gegen „The Pirate Bay“:

Ein Kommentar
  1. Die einfache Lösung um sich in Zukunft nicht noch lächerlicher zu machen und jeden Tag massig Geld zu verschenken ist:
    Nicht gegen P2P zu kämpfen, sondern lernen wie man damit Profit erzeugt.
    Es kann so einfach sein und es wird doch sogar schon vorgemacht. *Kopfschüttel*
    Solange das nicht verstanden wird, werden unnötig weitere Köpfe rollen.

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