Planetopia sucht… und findet nicht

Auf Winfuture tauchte ein seltsames Posting auf:


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Hallo,

wir von Planetopia Online suchen Menschen, die negative Erfahrungen mit Wikipedia gemacht haben.
Gesucht werden demnach alle, die dort in irgendeiner Form verleumdet wurden, deren Angaben unberechtigt als falsch gewertet wurden oder die durch falsche Angaben Probleme bekommen haben.
Sollte jemand Interesse haben, seinen Fall vor der Kamera zu schildern und uns bei unserem Beitrag zu unterstützen, würde ich mich über eine Email freuen.

Oliver L[…]

News and Pictures Fernsehen GmbH & Co. KG
Redaktion „Planetopia Online“
Otto-Schott-Str. 9
55127 Mainz
Tel.: 06131/600-[…]
Fax: 06131/600-[…]
[…]@mscrm.de
www.planetopia.de

In einem kurzen Telephonat mit dem entsprechenden Autor konnte bestätigt werden, daß dieses Posting authentisch ist. Der Thread wurde auf Winfuture gesperrt.

Im Telephonat erwähnte dann Herr L. noch, daß sich bislang niemand gemeldet hat. Die Schlussfolgerung, daß es vielleicht doch nicht solche Fälle wie erhofft gibt, hat er noch nicht gezogen.

Man sei nun an einem Beispiel, wo ein Mensch offenbar gesperrt wurde, obwohl er sinnvolle Edits vorweisen könne. Oder so ähnlich, man sei sich da aber noch unsicher.

Na, weckt das vielleicht Erinnerungen?

17 Kommentare
  1. was haben die eigentlich alle gegen wikipedia? können die einfach nicht ertragen, dass es trotzdem gut funktioniert? dass es praktisch beweist, dass totales anarchistisches durcheinander doch funktioniert (und sogar unglaublich produktiv ist)?
    naja, oder vielleicht sind sie einfach nur so blöd wie der herr, der softhandys ohne infrarotschnittstelle fordert (haben videohandys überhaupt eine?!) weil das neue natürlich an allen problemen schuld ist (immerhin war es ja noch nicht dagewesen, als wir noch keine probleme hatten)

  2. Planetopia hatten wir doch schonmal… Die hatten einen Beitrag über Blogs (planetopia lügt in google), jetzt scheinen sie sich das nächste neue Medium vorzunehmen, gegen das sie sinnfrei agitieren wollen.

  3. Nachzutragen bleibt noch, dass Planetopia vor knapp zwei Jahren bei mir um ein Interview bat. Dies wurde jedoch plötzlich wieder abgesagt, weil man zu dem Schluss gekommen sei, dass Wikipedia wohl doch zu uninteressant ist.

    Hier übrigens die Antwort von Tim auf eine Anfrage des selben Journalisten. Da suchte er noch Fake-Einträge in der Wikipedia, die er in unserem Humorarchiv zu finden glaubte. Nunja.

  4. Vielleicht ist man bei Planetopia ja sauer auf Wikipedia.org. Z.B. deswegen: http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Huth_(TV). Und dort vor allem vielleicht wegen folgendem Absatz:

    "Kritik an fachlicher Kompetenz

    Huths Kompetenz als „Sicherheitsexperte“ wird unter Fachleuten angezweifelt.

    Zu Kritik kam es auch 2004 im Zusammenhang mit einem Sicherheitsproblem bei der Firma My Channel. Eine Liste mit Namen, Anschriften und Kreditkartendaten der Kunden der Firma war längere Zeit über die Website der Firma ungeschützt zugänglich.

    Huth wurde als Geschäftsführer von My Channel insbesondere kritisiert, weil er die Kunden unzureichend über die Panne informierte und stattdessen Strafanzeige gegen mehrere Hundert Internetbenutzer stellte, die die Daten heruntergeladen hatten. Die Ermittlungen auf Grund von Huths Anzeige wurden eingestellt, weil die Daten auf der Website nicht ausreichend gesichert waren."

    Zur Erläuterung: Peter Huth gehört der Planetopia-Redaktion an.

    Ansonsten mein Ratschlag an alle Medien-Laien ohne bereitstehende anwaltliche Verteidigungslinie im Hintergrund: Verzichtet lieber darauf, euch von Medien jeglicher Art interviewen zu lassen. Egal zu welchem Thema. Ihr wisst nicht, was aus eurem Interview später gemacht wird und habt darauf – anders als bei und in Weblogs – kaum noch Einfluss auf das, was euch die Medien in den Mund legen.

  5. Lucomo: Wieso sollte man in Blogs mehr Einfluss haben als bei Medien "jeglicher Art"? Blogs sind Medien "jeglicher Art".

    Es ist mit ein wenig Medienkompetenz auch nicht allzu schwer rauszufinden, mit welchen Medien man reden will und mit welchen nicht.

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