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OpenDocument in Belgien auf dem Vormarsch

Der Softwaregigant Microsoft hat wieder einen Rückschlag auf staatlicher Ebene zugunsten des OpenDocument Standards (ODF) hinnehmen müssen: Wie cnet.com vermeldet, will die belgische Regierung sämtliche behördliche Korrespondenzen auf einen Offenen Standard umstellen und setzt dabei auf das OpenDocument-Format (ODF). Für die Kommunikation innerhalb der Ämter soll der Standard ab September des nächsten Jahres flächendeckend eingeführt…

  • Markus Beckedahl

Der Softwaregigant Microsoft hat wieder einen Rückschlag auf staatlicher Ebene zugunsten des OpenDocument Standards (ODF) hinnehmen müssen: Wie cnet.com vermeldet, will die belgische Regierung sämtliche behördliche Korrespondenzen auf einen Offenen Standard umstellen und setzt dabei auf das OpenDocument-Format (ODF). Für die Kommunikation innerhalb der Ämter soll der Standard ab September des nächsten Jahres flächendeckend eingeführt werden. Das von Microsoft entwickelte Open XML Format blieb in dem Beschluss außen vor. Das bedeutet aber nicht, dass die Regierung mit dem Standard auch erwägt, in Zukunft eventuell mehr auf Open-Source-Software statt dem Office-Paket von Microsoft zu setzen.

Der OpenDocument-Standard erfreut sich dank seiner großen Interoperabilität einer wachsenden Popularität. Auch von den staatlichen Einrichtungen anderer Länder: So hatte bereits der amerikanische Bundesstaat Massachusetts vor einiger Zeit beschlossen, den Dokumenten-Standard in allen Behörden einzusetzen.

Das Offene XML-basierte Format wird sowohl von Office-Paketen wie StarOffice, OpenOffice, KOffice und von Textmaker 2005 und AbiWord unterstützt. OpenDocument wird weltweit von einer regen Anhängerschaft umsorgt: Nicht nur die großen Unternehmen wie IBM, Sun, Red Hat oder Oracle haben sich zur ODF Alliance zusammen gefunden. Auch Organisationen wie das Open Document Fellowship oder die Friends of Open Document Inc setzen sich für den Standard ein.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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