Angekommen in Genf

Endlich angekommen. Nach der Landung in Genf bei strahlendem Sonnenschein musste ich erstmal schauen, wo es hingeht. Leider sprechen die Busfahrer keine andere Sprache als Französisch, was ich wiederum eher leidlich spreche. Zum Glück konnte ich dem ersten Busfahrer auf drei Sprachen und im Zeitraum von zwei Bushalteerstellen klarmachen, dass ich zum ITU-Gebäude muss, der Internationale Telecommunication Union, wo ich mich erstmal akkreditieren sollte. Aber der Bus war falsch und glücklicherweise konnte ich noch schnell in den Bus gegenüber umsteigen, wo ich wiederum dasselbe Problem hatte. Das dritte Mal in Genf weckte aber Erinnerungen und der UN-Palais war nicht zu übersehen, also erstmal schnell ins altbekannte ITU-Gebäude, wo die letzten Male Prepcoms waren. Aber diesmal nicht. Und die Akkreditierung war in einem anderen ITU-Gebäude, die sind wir gleich mit einer Handvoll grosser Gebäude vertreten – eine alteingesessene UNO-Organisation, die sich hauptsächlich mit Standardisierungen im Telekommunikationsbereich beschäftigt. Gebäude 3 war es endlich, bis dahin hatte ich noch verschiedene Fotos der WIPO gemacht, die auf der anderen Strassenseite liegt. Aber wegen der WIPO bin ich diesmal nicht hier, die schaue ich mir ein anderes Mal nochmal genauer an.


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Das riesige UN-Viertel, fast schon ein eigenes Universum, hatte zum Glück auch einen Eingang an dem gleichnamigen Platz, wo ich erstmal mit dem ganzen Gepäck durch die Security-Schleuse musste und dann auf mich alleine gestellt war. Wohin nur? Vom letzten Mal hatte ich noch in Erinnerung, dass die ganzen UN-Gebäude durch Gänge vernetzt sind und die letzte Prepcom in Genf in einem der hintersten Gebäude stattfand, was sich nach einigem Fragen in verschiedenen Sprachen auch aufklärte. Also durch unzählige Gänge in Richtung „House Lausanne“ laufen und dann die richtige Etage finden. Meine Informaten auf den Gängen hatten nämlich ständig neue Ideen, sei es Etage 2 oder 3 oder gar 6. Es war keine davon und ich schlug mich mit dem ganzen Gepäck, leicht schwitzend wegen eines dicken Mantels, bis zur Security im Erdgeschoss durch, die mir den Tip gaben, einen anderen Aufzug zu nutzen um in den Keller zu kommen.

Dort fand ich dann auch die ersten Bekannten und setzte mich erstmal in eine Diskussionsrunde rund um Financing Mechanism for Development. Hier sassen schon alle mit Notebooks und arbeiteten, allerdings niemand unter Linux. Und mein Linux wollte einfach nicht ins Internet, eine IP-Nummer bekam ich zwar aber sonst lief nichts. Eine kurze Rückfrage zuhause ergab den Hinweis, der Lan-Verbindung eine IP-Nummer zuzuweisen und WLan weiterhin über DHCP laufen zu lassen. Jetzt funktioniert es endlich.