Warum Acta in den Papierkorb gehört

Für Spiegel-Online haben wir beim Digitale Gesellschaft e.V. gemeinsam einen Meinungsbeitrag zu ACTA geschrieben, der heute unter meinem Namen dort veröffentlicht wurde: Warum Acta in den Papierkorb gehört.

Das EU-Parlament sollte Acta mindestens dem Europäischen Gerichtshof zur Prüfung vorzulegen, wie es eine parlamentseigene Studie von Juni 2011 vorschlug. Noch besser wäre: Die Mitglieder des Bundestags und des Europäischen Parlaments sollten Acta kein Vertrauen schenken und es dahin schicken, wo es hingehört: in den Papierkorb. Denn es ist falsch, schädlich und undemokratisch.

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15 Kommentare

  1. Erstellt am 27. Januar 2012 um 15:57 | Permanent-Link

    Fest steht, dass das gesamte Vorgehen ein Musterbeispiel für undemokratische Entscheidungsprozesse und gescheiterte Kommunikation ist. Und zwar auf beiden Seiten. Auch die ACTA-Gegner müssen sich nun fragen lassen, ob es richtig war, ihre potentiellen Verbündeten im EP zu attackieren, statt bei der EU-Kommission oder dem Ministerrat Druck zu machen – oder bei der Bundesregierung in Deutschland, die das Abkommen bisher noch nicht unterschrieben hat… http://lostineurope.posterous.com/acta-legt-abgeordnete-lahm

  2. Flo
    Erstellt am 27. Januar 2012 um 16:13 | Permanent-Link

    Sehr schöner Artikel – m.E. auch für die “breite Masse” verständlich!

  3. Halconnen
    Erstellt am 27. Januar 2012 um 17:04 | Permanent-Link

    “Das EU-Parlament sollte Acta mindestens dem Europäischen Gerichtshof zur Prüfung vorzulegen”

    Sollte glaube ich “vorlegen” sein?

  4. B98
    Erstellt am 27. Januar 2012 um 17:58 | Permanent-Link

    Am meisten Besorgnis erregt mir, dass der Vertrag augenscheinlich eine Entscheidung in dubio pro rege ist.

    Auf der Suche nach vergleichbarem möchte ich fragen, ob es vergleichbare Regelungen in der analogen Welt gibt?
    Sind zum Beispiel Taxifahrer oder Spediteure nicht nur ermächtigt, sondern auch verpflichtet, den Transport gefälschter Produkte zu verhindern?

  5. Uli
    Erstellt am 27. Januar 2012 um 18:02 | Permanent-Link

    … wenn die Menschen nicht einsehen wollen daß man Urheber und deren Werke schützen muß dann werden sie wohl auch ein wenig auf Freiheit verzichten müßen. Es kann nicht angehen daß Urheber ständig von der Gesellschaft geschröpft und ausgenutzt werden und die Menschen nicht mal ein Unrechtsbewußtsein haben.
    Freiheit der Meinung und der Information ist das höchste Gut… nur muß dringend ein durchgreifendes Mittel geschaffen werden daß arme Komponisten nicht verhungern…

    • JK
      Erstellt am 27. Januar 2012 um 18:21 | Permanent-Link

      Die Urheber sind doch in den wenigsten Fällen direkt betroffen. Probleme kriegen allenfalls die Rechteverwerter.

    • Sven Geggus
      Erstellt am 27. Januar 2012 um 18:29 | Permanent-Link

      Und was hat das jetzt mit ACTA zu tun? Das schützt doch die Urheber nicht sondern schaft allenfalls Privilegien für Rechteverwerter.

      Es wäre schön, wenn wir endlich mal über den zukunftigen Schutz der Urheber diskutieren würden statt weiterhin unter Missachtung von Bürgerrechten die Gesetze zugunsten der Rechteverwerter zu verschärfen.

    • Dagobert
      Erstellt am 27. Januar 2012 um 20:54 | Permanent-Link

      Geile Satire, nur die “verhungernden Komponisten” sind dann doch zu dick aufgetragen.

  6. Erstellt am 27. Januar 2012 um 23:36 | Permanent-Link

    Liebes EU-Parlament: Legt ACTA ad acta!

  7. Peter
    Erstellt am 28. Januar 2012 um 13:48 | Permanent-Link

    Danke @Markus und Spiegel online. Nur so kann es gehen, Sachverhalte eingängig aufbereitet auch für Laien. Heise.de sollte ebenfalls eine Kopie erhalten, die in den News veröffentlicht wird. Mal sehen, ob die schon eine Verlinkung vorgenommen haben, dann hat sich das natürlich erledigt.

  8. Peter
    Erstellt am 28. Januar 2012 um 14:12 | Permanent-Link

    Warum gibt es hier ständig Fehlermeldung nach dem Senden: Bitte gebe Deinen Text ein???? Das nervt ohne Ende.

    • Jana
      Erstellt am 28. Januar 2012 um 19:08 | Permanent-Link

      @Peter
      Ablöse. Bis dato. ;-)

      • Claude
        Erstellt am 28. Januar 2012 um 19:46 | Permanent-Link

        @Jana
        Abklatsch ist gebont, wenn auch ungern aus Zeitgründen. Dann schauen wir in den nächsten Tagen mal, was der Laden raushaut.

        Angenehmen Abend allerseits.

  9. Zesu
    Erstellt am 28. Januar 2012 um 15:22 | Permanent-Link
  10. Erstellt am 29. Januar 2012 um 08:25 | Permanent-Link

    Solange das nicht die breite Öffentlichkeit interessiert und es keine massiven Proteste gibt wird das wohl durchgewunken werden.

    Aber wehn interessiert schon die Zukunft des Internets ? Hauptsache DSDS und Dschungelcamp machen spass !

3 Trackbacks

  1. Von HEARTS at MINDS !? am 27. Januar 2012 um 18:10

    ACTA……

    digitalegesellschaft.de informiert: ACTA das sogenannte Anti-Counterfeiting Trade Agreement soll einen neuen “goldenen Standard” für den weltweiten Kampf gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen im Netz schaffen. Der Text wurde von insgesam…

  2. Von sunday.linkdump 80 « monstropolis am 29. Januar 2012 um 07:04

    [...] Politik und was sich dafür hält Warum Acta in den Papierkorb gehört CDU/CSU: Nein zu SOPA, aber ja zu ACTA? CDU-Affäre Wulffs schwarzer Filz in Niedersachsen [...]

  3. Von Links zum Sonntag 037 | das blogbrot am 29. Januar 2012 um 10:04

    [...] Warum Acta in den Papierkorb gehört (Netzpolitik.org) [...]

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