Länderdomino bei ACTA: Bisher haben Lettland, Polen, Slowakei und Tschechien einen Stop der Ratifizierung des ACTA-Abkommens angekündigt. Das ist zwar nicht das Ende von ACTA, aber die Proteste werden von den dortigen Regierungen wahr- und ernst genommen. Währenddessen laufen die Vorbereitungen für den großen Anti-ACTA-Aktionstag am kommenden Samstag, den 11. Februar, weiter. In mehr als 50 deutschen Städten sind Aktionen und Demonstrationen angekündigt, zu denen sich zumindest auf den jeweiligen Facebook-Seiten insgesamt zehntausende Menschen angemeldet haben. Die spannende Frage ist, wieviele davon tatsächlich bei Minustemperaturen auf die Straße gehen?
Ich werde am Samstag bei der Berliner Demonstration über ACTA reden. Dieses startet um 13 Uhr am Neptunbrunnen am Alexanderplatz vor dem Roten Rathaus.
Fast zwei Millionen Menschen haben bisher eine Petition bei Avaaz.org unterzeichnet: ACTA: Die neue Gefahr fürs Netz. Rund 350.000 Menschen haben bisher eine andere Petition bei Accessnow unterzeichnet: Just Say ‘No’ to ACTA.
Wer noch denkt, dass ACTA nicht schlimm ist und keine Auswirkungen auf unser Leben haben wird, kann sich diesen lesenswerten Artikel im Atlantic mal durchlesen, der die Debatte international und historisch einordnet: Why an International Trade Agreement Could Be as Bad as SOPA.
International agreements for regulating intellectual property are a one-way ratchet process: enforcement and protection provisions can go up but never down.
Regensburg-digital berichtet über die Frage:
Fallen die Anonymous-Masken unter das Vermummungsverbot oder nicht? Im Vorfeld der Anti-ACTA-Demo am Samstag muss sich das Regensburger Verwaltungsgericht damit beschäftigen, ob hier eine Ausnahme gemacht werden kann. Die Anmelder berufen sich auf die Kunstfreiheit.
Mehr zu ACTA gibts auf der Aktionsseite des Digitale Gesellschaft e.V.
