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Zwanziger gegen Zwanziger

Über den Fall DFB vs. Jens Weinreich hatten wir schon berichtet. Der DFB-Präsident Theo Zwanziger fühlt sich von Jens Weinreich beleidigt, weil dieser ihn in einem Kommentar über eine Pressekonferenz in seinem Blog einen „Demagogen“ genannt hat. Zwanziger klagt seitdem mit der DFB-Rechtsabteilung gegen Weinreich und bisher hat Weinreich immer Recht bekommen. So ein Kommentar…

  • Markus Beckedahl

Über den Fall DFB vs. Jens Weinreich hatten wir schon berichtet. Der DFB-Präsident Theo Zwanziger fühlt sich von Jens Weinreich beleidigt, weil dieser ihn in einem Kommentar über eine Pressekonferenz in seinem Blog einen „Demagogen“ genannt hat. Zwanziger klagt seitdem mit der DFB-Rechtsabteilung gegen Weinreich und bisher hat Weinreich immer Recht bekommen. So ein Kommentar sollte von der Meinungs- und Pressefreiheit gedeckt sein. Aber ein Klage-Krieg kostet auf die Dauer und deshalb bittet Weinreich nun um Spenden, um das weiter durchfechten zu können:

Ich habe ein Bankkonto und ein Paypal-Konto eingerichtet, die beide nur für die juristische Auseinandersetzung mit dem DFB verwendet werden. Jede Überweisung wird mir helfen, mein Risiko zu mindern. Rechnungen, die ich bislang beglichen habe, werde ich nicht über etwaige Eingänge auf den neuen Konten ausgleichen. Für Transparenz auf den Konten ist gesorgt. Ich bin bereit, die Auszüge zu veröffentlichen und würde gegebenenfalls die Namen und Daten derjenigen, die nicht darauf erscheinen möchten, schwärzen. Ich kann die Kontoauszüge, Rechnungs- und Überweisungsbelege auch über unabhängige Institutionen wie das Netzwerk Recherche oder Transparency International prüfen lassen. Alles ist möglich. Sollte ein Wunder geschehen und am Ende sogar ein Betrag auf dem Bankkonto verbleiben, der nicht benötigt wird, würde ich dafür plädieren, diese Summe einer Journalistenvereinigung für ähnliche Fälle zur Verfügung zu stellen.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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2 Kommentare zu „Zwanziger gegen Zwanziger“


  1. „Gut, dass der DFB-Typ nicht Fuffziger heißt.“

    (via http://tinyurl.com/ce9k5x)


  2. Ja das ist echt ein Ding! Aber Herr Zw. ist ja kein Prozeßhansel.NEIN-wie kommen wir den da drauf? Gut das es die spürbare Solidarität in der Blogosphäre gibt! Erst hier die Deutsche Bahn(die waren immerhin klug genung um zuwissen, wann sie gnadenlos überziehen) und nun der DFB bei Weinreich.Ist das jetzt Mode, Blogger an den Ruin zuklagen, wenn man ein Global Player ist? Wenn das mal Mode wird. Dann sollten wir aber sowas wie eine Gwerkschaft oder Organistion aufbauen.Zum Schutz,Aufbauen und für die Arbeitsmittel usw.

    Grüße von meinem Ortseingangsschild! :-)

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