UK: 1000 Kameras klären ein Verbrechen auf

Spiegel-Online berichtet über eine große Überraschung in Grossbritanien: UK: 1000 Kameras klären ein Verbrechen auf.

Nur jeweils eine von 1000 Überwachungskameras half im vergangenen Jahr mit, ein Verbrechen in London aufzuklären. Zu diesem entmutigenden Urteil kommt ein Polizeibericht, der die Wirksamkeit der Überwachungskameras in London untersuchen sollte. Von 269 verdächtigten Dieben konnten in einem der untersuchten Monate nur 8 Verdächtige überführt werden. Der Abgeordnete David Davis kommentierte die Studienergebnisse als “lange überfälligen” Anstoß, darüber nachzudenken, wie das Budget zur Verbrechensverhütung ausgegeben wird. Die Überwachungskameras seien extrem teuer und minimal effektiv, sie stellen eine massiven Eingriff in die Privatsphäre dar und verbessern die Sicherheit kaum oder gar nicht. In den vergangenen Jahren hat die britische Regierung 500 Millionen Pfund für die Überwachungsinfrastruktur ausgegeben.

Der Original-BBC-Artikel dazu: 1,000 cameras ‘solve one crime’.

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8 Kommentare

  1. Erstellt am 25. August 2009 um 18:48 | Permanent-Link

    Na sowas. Hätte ja keiner gedacht.
    Hoffen wir mal, daß der Anstoß in die richtige Richtung hilft…

  2. Jack_Krauser
    Erstellt am 25. August 2009 um 19:07 | Permanent-Link

    Die Kameras werden trotzdem bleiben.

    Vielleicht wird es ja besser mit der Aufklärung von schweren Verbrechen wie …äh… Diebstahl, wenn noch ein paar mickrige Millionen investiert werden.

  3. Erstellt am 25. August 2009 um 19:39 | Permanent-Link

    Sehr guter Beitrag!!

    Aber es geht hier doch auch nicht um Verbrechensaufklärung, sondern um zunehmende Kontrolle der Bürger.
    “Damit stehen die Kosten für 500 Mio Pfund schon wieder in einigermaßen guten Verhältnis”, denkt sich der Überwachungsstaat. Im Interesse des Steuerzahlers kann das alles jedenfalls nicht sein.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Lkw-Maut_in_Deutschland#Automatische_Kontrolle

    “Prinzipiell fotografieren die Kameras jedes Fahrzeug, welches die Kontrollstelle passiert. Es wären [..] bedenkliche Verwendungen der erfassten Daten möglich:

    * [..] Bewegungsprofile [..]
    * [..] Automatisches Ausstellen von Strafmandaten [..]
    * Technisch derzeit noch in der Entwicklung ist die Gesichtserkennung in den Bildern.[..]”

    Danke für diese Info.

  4. Matthias G
    Erstellt am 25. August 2009 um 22:52 | Permanent-Link

    Diese Zahl ist nicht aussagekräftig.

    Um ihr einen Sinn zu verleihen brauchen wir eine weitere Kennziffer:

    Nämlich die Anzahl an “Verbrechen”, die nur durch die Einführung der Kameraüberwachung entdeckt wurden, welche ohne Kameraüberwachung nicht zur Kenntnis genommen würden.

    Ist diese Zahl größer als 1:1000 (was ich vermute), dann ist Kameraüberwachung sogar kontroproduktiv und “erzeugt” mehr “Verbrechen” als sie aufklärt.

  5. vera
    Erstellt am 25. August 2009 um 23:13 | Permanent-Link

    mich würde auch mal interessieren, wie viele kameras im jahr beschädigt oder schlicht geklaut werden…

  6. Erstellt am 26. August 2009 um 00:26 | Permanent-Link

    …und wieviele Verbrechen wurden verhindert? Ich dachte immer darum geht’s.

  7. Erstellt am 26. August 2009 um 14:44 | Permanent-Link

    Kleiner Hinweis: ein “je” und ein “nur” täten der Überschrift in meinen Augen gut.
    “UK: 1000 Kameras klären ein Verbrechen auf” klingt erst einmal wie die Meldung, dass mithilfe von 1000 Kameras ein (spezielles) Verbrechen aufgeklärt wurde.
    “UK: Je 1000 Kameras klären nur ein Verbrechen auf”

  8. Erstellt am 26. August 2009 um 14:45 | Permanent-Link

    Hoppala. Wohl zu schnell abgeschickt.
    “UK: Je 1000 Kameras klären nur ein Verbrechen auf” – wäre in meinen Augen eindeutig(er).

    So sollte der Kommentar enden.

2 Trackbacks

  1. [...] Siehe auch: SpOn, via Netzpolitik [...]

  2. Von Jahresrückblick 2009 : netzpolitik.org am 22. Dezember 2009 um 16:05

    [...] UK: 1000 Kameras klären ein Verbrechen auf. [...]

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