Tagesschau.de hat eine Grafik, welche die Online-Durchsuchung vereinfacht visualisiert:

Bedenken muss man allerdings, dass die Befugnisse so offen definiert werden sollen, dass dies nur einige der möglichen Szenarien sind. Und die Zukunft noch ganz andere Möglichkeiten bringen kann.
Abgesehen davon ist es relativ unrealistisch, dass ein Trojaner mit einer Mail vom Finanzamt verschickt wird: „Bundestrojaner“ per Mail vom Finanzamt? Aber wer weiss: Wenn das BKA schon gefakte AOL-CDs an zu überwachende Personen schickt und einen Erfolg durchaus für möglich hielt (Vor der Aktion), muss man mit sowas rechnen.
Passend dazu ist auch ein Bericht vom Deutschlandfunk: Online-Überwachung geplant. (MP3)
Und beim WDR gibt es ein Interview mit Frank Rosengart vom Chaos Computer Club:
WDR.de: Es soll sich, so Ziercke, um maximal zehn solcher Maßnahmen im Jahr handeln – allein schon deshalb, weil für jeden einzelnen Beschatteten eine eigene Software entwickelt werden müsste. So viel Aufwand, um zehn Personen zu beobachten. Halten Sie das für glaubwürdig?
Rosengart: Es heißt, um zu überwachen, müsste ein Anfangsverdacht gegeben sein. Aber das geht ja mittlerweile ziemlich schnell. Bei zehn Fällen pro Jahr wird es also sicher nicht bleiben. Unserer Meinung nach wirft das BKA zurzeit bewusst Nebelkerzen: Mal soll die Überwachungssoftware im Briefkasten liegen, mal wollen sie sie per E‑Mail schicken. Da soll eventuell verschleiert werden, was man eigentlich vorhat.
