Risikoanalyse bei US-Einreise

Die EFF warnt vor einer Risikoanalyse bei der Verwertung der Flugpassagierdaten bei der Einreise bzw. Ausreise in die USA: American Travelers to Get Secret ‘Risk Assessment’ Scores.

“The government is preparing to give millions of law-abiding citizens ‘risk assessment’ scores that will follow them throughout their lives,” said EFF Senior Counsel David Sobel. “If that wasn’t frightening enough, none of us will have the ability to know our own score, or to challenge it. Homeland Security needs to delay the deployment of this system and allow for an informed public debate on this dangerous proposal.”

Spiegel-Online berichtet unter Berufung auf AP auch drüber: USA geben Flugpassagieren heimlich Risikonoten.

Bisher haben die US-Behörden Millionen von Flugpassagieren aus dem Ausland benotet. Dies ergaben Recherchen der Nachrichtenagentur AP zu dem System, das als “Automated Targeting System” (ATS) bezeichnet wird. Die Noten beruhen auf einer Vielzahl von gesammelten Daten wie Herkunftsort, frühere Reisen oder die Art der Ticketbezahlung. Ein Computerprogramm berechnet aus der gigantischen Flut an Informationen eine Note, die das Risiko eines terroristischen oder kriminellen Hintergrunds bewertet.

Die Daten sollen “nur” 40 Jahre vorgehalten werden. Man hat übrigens nicht das Recht, die Daten einzusehen. Und schon gar nicht das Recht zu wissen, was mit den Daten passiert und wer noch darauf Zugriff hat, bzw. erhalten wird.

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Ein Trackback

  1. [...] Mal ein Reality-Check zu den laufenden Verhandlungen zwischen der EU und den USA wegen der Weitergabe von Flugpassagierdaten: Ein emeritierter Professor für Verfassungsrecht (!), der auch noch Reserveoberst der Marines ist, landete auf der No-Fly-Liste der US-Behörden, weil er eine Rede gehalten hatte, in der er die Verfassungsverletzungen von George W. Bush kritisierte. Die Frage des Flughafenpersonals ist bezeichnend: “Have you been in any peace marches? We ban a lot of people from flying because of that.” [...]

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