Herausgeber wollen Geld von Google
von Oliver Zendel um 13:50 am Donnerstag, 8. Dezember 2005
Folgende Nachricht habe ich gerade auf silicon.de gelesen:
Europäische Herausgeber haben die News-Praktiken bei Google und anderen Portalen mit News-Links kritisiert. Sie fordern, dass die Betreiber für die Publikation von Nachrichten die Quellen bezahlen sollen.
Leider hat silicon.de keine Quellenangabe zu dieser Nachricht (wer eine Quelle zu diesem Thema findet, kann sie ja in den Kommentaren veröffentlichen). In das aktuelle Bild der Content-Industrie passt diese Meldung aber schon. Ich gebe es zu, ich bin ein Fan von Google News, da dieser Dienst mir einen schnellen Nachrichtenüberblick über Spezialthemen gibt. Meiner Meinung nach macht Google Werbung für die Publikationen, die in Google News auftauchen.
Kann es tatsächlich möglich sein, dass ein Herausgeber wirklich annimmt, nur weil es das Internet gibt, würde seine Regionalzeitung von aller Welt täglich gelesen?
getaggt mit: Digital Rights > Digitalkultur > Netzpolitik > Urheberrecht > Zensur
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Kommentare
6 Kommentare zu “Herausgeber wollen Geld von Google”




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Dez 8th, 2005 @ 13:54
Heise hat über die Tagung der Verleger auch einen Artikel: http://www.heise.de/newsticker/meldung/67106
Dez 8th, 2005 @ 16:18
Hätte auch genre eine Quelle. Ich schreibe dann auch gerne darüber…
Dez 8th, 2005 @ 16:47
vielleicht ist es einer der links aus dem heise-artikel:
http://www.eubusiness.com/press/press.2005-12-06
http://www.heise.de/newsticker/meldung/57793
http://europa.eu.int/rapid/pressReleasesAction.do?reference=SPEECH/05/764&format=PDF&aged=0&language=EN&guiLanguage=en
Dez 8th, 2005 @ 17:09
Auch ich mag Google News sehr gern und kenne da richtige Junkies, für die das die erste Seite am Morgen ist. Ich kann die Kritik der Verleger nicht nachvollziehen - sollen sie doch froh sein, dass sie Traffic bekommen und die Leute zu ihren Seiten kommen!
Dez 9th, 2005 @ 11:00
Ja. Und ich lese auch eine Lokalzeitung aus Kansas, wenn da etwas Spannendes steht.
Google hält sich an die robots.txt, es steht den Verlegern also frei, ob sie Inhalte zur Indizierung anbieten wollen oder nicht.
Dez 9th, 2005 @ 20:24
Hallo Mathias, vielleicht habe ich meinen Schlusssatz etwas ungenau formuliert. Ich will nicht die Lokalzeitungen herabsetzen, ich will jedoch damit aussagen, dass ich nicht bereit bin, jede Lokalzeitung auf interessante Artikel zu überprüfen. Ich lese gerne interessante Artikel, nur muss ich von der Existenz dieser erstmal wissen. Was ich nicht kenne, kann ich nicht lesen. Aus diesem Grund finde ich google news sinnvoll.
Das mit den robots.txt scheint die Verleger nicht abgehalten zu haben, ihre Aussagen zu tätigen.