Bei sogenannten Live Matches auf TikTok wetteifern zwei Creator:innen um den meisten Zuspruch in Form von virtuellen Geschenken, die Zuschauende für echtes Geld erwerben müssen. In den Rollen von Trump und Harris verdienen Teenager:innen damit offenbar Tausende US-Dollar.
Ticker
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Ticker vom 22.08.2024
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Die Fakenews-Schleuder Channel3Now war eine treibende Kraft hinter der Desinformation, die Rechtsextreme in UK vor einigen Wochen als Vorwand für rassistische Ausschreitungen nutzten. Einer der Verantwortlichen hinter der Website wurde nun in Pakistan festgenommen.
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Im brandenburgischen Grünheide sollen zwischen März 2020 und Mai 2023 mehr als 300 Hektar Wald gerodet worden sein, um Platz für die Tesla-Fabrik zu schaffen. Das entspricht etwa 500.000 Bäumen, berichtet der Guardian unter Berufung auf ein Analyseunternehmen.
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Deutschland und die EU brauchen den Tech-Rohstoff Lithium. Liefern soll ihn unter anderem Serbien, wo jetzt ein Aktivist, der gegen die Lithium-Förderung mobilisiert hatte, Todesdrohungen erhielt.
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Was lehrt uns die Begründung des BVerwG für die vorläufige Aussetzung des Compact-Verbots? Eine Juristin analysiert: Der Einsatz von Vereinsboten gegen Medienerzeugnisse bleibe grundsätzlich ein Mittel, die Pressefreiheit wurde gestärkt – und dem Kampf gegen Rechtsextremismus ein Bärendienst erwiesen.
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Der Besitz einer Spielkonsole verbunden mit vermehrter Spielzeit soll das psychische Wohlbefinden verbessern. Zu diesem Ergebnis kam zumindest eine über zwei Jahre angelegte Studie aus Japan. In den Zeitraum fiel allerdings auch die Pandemie mit ihren Isolations-Pflichten.
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Wenn jemand seine Persönlichkeitsrechte durch ein YouTube-Video verletzt sieht, muss die Plattform es nur löschen, wenn die Rechtsverletzung offensichtlich ist. Auch nach Inkrafttreten des Digital Services Act besteht die deutsche Rechtslage laut einem Urteil des OLG Nürnberg damit fort.
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In Russland gibt es Ausfälle bei Messenger-Diensten wie WhatsApp und Telegram. Der Kreml spricht von DDoS-Attacken, Aktivist:innen vermuten wiederum Blockade-Versuche der russischen Regierung.
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Viele Websites blockieren einen Bot von Meta, mit dem der Konzern das Netz nach KI-Trainingsdaten absuchen soll. Wie Business Insider berichtet, schicke Meta jedoch inzwischen neue Bots auf Sammeltour, deren Zugriff man nochmal separat untersagen muss.
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Bei einer Datenpanne der Rekrutierungs-Plattform des EU-Parlaments sollen Daten von mehr als 8.000 Personen betroffen gewesen sein, darunter deren Ausweise oder Strafregisterauszüge. Die Wiener NGO noyb hat deshalb Beschwerden beim zuständigen Datenschutzbeauftragen eingereicht.
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Ticker vom 21.08.2024
Die grundrechtlich höchst invasiven Pläne des SPD-geführten Bundesinnenministeriums zur biometrischen Überwachung gehen Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nicht weit genug. Er verlangt noch mehr biometrische Überwachung, und zwar in Echtzeit.
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Mit Patreon können Menschen unter anderem Künstler:innen oder Aktivist:innen finanziell unterstützen. Das über die iOS-App zu tun, wird aber zunehmend problematisch: Ab November will sich Apple ein Drittel der Einnahmen abzwacken, wie die taz berichtet.
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Wie schützt man Landesdatenschutzbehörden, wenn Rechtsradikale in Landesparlamenten an die Macht kommen? Unter dem Titel "Datenschutz gegen digitalen Autoritarismus" beschreiben zwei Fachleute konkrete Gefahren und was man dagegen tun muss.
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Justizminister Buschmann (FDP) spricht im RND-Interview über Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt gegen Frauen: verpflichtende Anti-Gewalt-Trainings für Stalker:innen sowie elektronische Fußfesseln, um Kontaktverbote von Täter:innen zu kontrollieren.
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Der österreichischen ÖVP nach soll der Geheimdienst DSN Staatstrojaner installieren dürfen, was die Internetwirtschaft "sehr skeptisch" stimmt: Die Lücken, mit denen Behörden Messenger überwachen wollen, werden auch von Kriminellen genutzt, warnt der Dachverband ISPA.
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In Großbritannien sind im Rahmen der rechtsradikalen Ausschreitungen Menschen verurteilt worden, die im Internet zu Gewalttaten aufgerufen hatten. Kritiker*innen, darunter Elon Musk, sehen darin einen Angriff auf die Meinungsfreiheit.
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Ethan Zuckerman klagt gegen Meta. Er will eine Browser-Erweiterung veröffentlichen dürfen, mit der man auf einen Schlag allen Facebook-Accounts entfolgen kann. Rechtlich beruft er sich auf die Section 230, von der bislang vor allem die sozialen Plattformen profitierten.
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OpenAI baut seine Machtposition mit Medienkonzernen aus. Neben The Atlantic, Axel Springer und Vox Media verpartnert sich nun auch Condé Nast (u.a. WIRED, New Yorker, Vogue) mit ChatGPT, sodass dessen Inhalte vom Sprachmodell promotet werden können.
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Der Deutsche Anwaltverein kritisiert den Gesetzentwurf zum BKA-Gesetz. Präsidentin Edith Kindermann sagt: "Wenn Bürgerinnen und Bürger nicht mehr sicher sein können, ob der Staat vielleicht hinter ihrem Rücken in ihre Wohnung eingedrungen ist, um IT-Geräte zu infiltrieren, gerät der Rechtsstaat in seinen Grundfesten ins Wanken."
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Der Duden hat 3.000 neue Wörter aufgenommen, darunter einige mit netzpolitischem Bezug: ChatGPT, Handyticket, nerdig, OpenAI, prompten, QAnon, Sprachmodell, Upskirting und Werbetracking.
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Seit mehr als einem Jahr geschieht wenig rund um das vom Justizministerium geplante – und von Fachkreisen scharf kritisierte – "Gesetz gegen digitale Gewalt”. Der Entwurf werde finalisiert, teilt eine Sprecherin der KNA mit. Ob daraus in dieser Legislaturperiode etwas wird, ist offen.
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Ticker vom 20.08.2024
Surveillance Watch dokumentiert Verbindungen in der undurchsichtigen Überwachungsindustrie. Die interaktive Karte zeigt Unternehmen, Geldquellen und Beziehungen. So wollen Datenschützer Unternehmen entlarven, die von dieser gefährlichen Ausbeutung profitieren.
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Für Risiken durch KI-Systeme gibt es mehrere Taxonomien. Forschende des MIT haben daraus eine riesige Datenbank erstellt. Die mehr als 700 Risiken reichen von Bias und Desinformation durch große Sprachmodelle bis hin zu Missbrauchsdarstellungen durch Bild-Generatoren.
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Pünktlich zum Spatenstich für die ESMC-Chipfabrik in Dresden hat die EU-Kommission 5 Milliarden Euro an staatlicher Beihilfe genehmigt. Damit sollen tausende neue Arbeitsplätze entstehen und zugleich Europas Chipindustrie gestärkt werden.