care.data
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: So viel Spaß hat man in England mit Patientendaten
: So viel Spaß hat man in England mit Patientendaten Wenig kann einem so nachhaltig das Leben ruinieren wie versehentlich oder willentlich in die falschen Hände geratene Details zum eigenen Gesundheitszustand, abgesehen von einem unvorteilhaften Gesundheitszustand. Lehramtsstudenten, die Therapiemassnahmen aus der eigenen Tasche bezahlen, wissen das.
Wer die Debatte um die Datenschutzverordnung ein wenig mitverfolgt hat, wird vermutlich auch mitbekommen haben, mit welchem Aufwand Lobbyisten aus den Bereichen Pharma und Medizintechnik gegen strenge Vorschriften beim Umgang mit den Daten der Patienten vorgegangen sind. Forschung solle nicht behindert werden, war dabei das Standardargument.
In Großbritannien ist man bekanntlich besonders forschungsfreundlich, nicht nur beim Geheimdienst GCHQ. In den letzten Monaten gab es immer wieder Meldungen aus dem Bereich Gesundheitsdaten, die „Datenschutzhysteriker“ ein wenig beunruhigten. So hatte etwa der Guardian im Januar berichtet, dass nach der Einrichtung einer zentralen Datenbank für Gesundheitsdaten („care.data“) im März 2014 diese Daten von Pharmaunternehmen und Versicherungskonzernen käuflich erwerbbar würden, darunter auch Informationen zu psychischen Leiden, Genussmittelkonsum und Krebserkrankungen: