Dieser Artikel ist mehr als 16 Jahre alt.

40 Jahre Unix: „Wichtiger als die Mondlandung“

Die Futurezone hat eine schöne Geschichte zu „40 Jahre Unix“. Die Aussage, dass die Entstehung von Unix „Wichtiger als die Mondlandung“ war, kann ich nur teilen. Das Betriebssystem Unix ist heuer 40 Jahre alt geworden – im Zeitgefühl der IT-Branche eine Ewigkeit. Veraltet sei das Konzept trotzdem nicht, meint der renommierte Unix-Kenner Peter H. Salus…

  • Markus Beckedahl

Die Futurezone hat eine schöne Geschichte zu „40 Jahre Unix“. Die Aussage, dass die Entstehung von Unix „Wichtiger als die Mondlandung“ war, kann ich nur teilen.

Das Betriebssystem Unix ist heuer 40 Jahre alt geworden – im Zeitgefühl der IT-Branche eine Ewigkeit. Veraltet sei das Konzept trotzdem nicht, meint der renommierte Unix-Kenner Peter H. Salus im Gespräch mit ORF.at. Bei der Verbreitung des Systems spielte auch eine Forschungseinrichtung in Österreich eine Rolle. Denn dort wurde 1975 das erste Unix Kontinentaleuropas installiert.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


Veröffentlicht

Kategorie

Schlagwörter

Ergänzungen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

16 Kommentare zu „40 Jahre Unix: „Wichtiger als die Mondlandung““


  1. Veraltet ist es nicht?!

    Tja,

    auf objektorientierte verteilte Betriebssysteme mit Konzepten wie Objektpersistenz, Transaktionen und Capabilities dürfen wir halt noch weitere 40 Jahre warten.

    Viele Grüsse,
    VB.


  2. Hi,

    für was war denn die Mondlandung überhaupt wichtig? Überhaupt, wofür ist die Raumfahrt wichtig?


    1. @Carsten: Lass uns mal überlegen. Vielleicht ist die Raumfahrt wegen so unnützer Nebenprodukte wie Satelliten ganz nützlich? Möchtest du auf Satelliten TV, GPS (oder allgemein satellitengestützte Navigationssysteme) und ein globales Telefonnetz verzichten?

      Oder was ist mit den „Abfallprodukten“ wie Rauchmeldern, die im Rahmen eines Weltraumprogramms entwickelt wurden? Möchtest du darauf verzichten?


  3. Auf die Gefahr hin, gegen eine Wand an zu rennen: Die Ignoranz darf nicht das letzte Wort haben!
    Peter Salus vertritt also die Einschätzung, dass UNIX nicht veraltet sei und führt als Grund die systemimmanente Wandelbarkeit auf. Was fällt dem einen dazu ein? Buzzwords aus der Verteilte Systeme Vorlesung…
    Und der nächste möchte mit seiner vermeintlich validen Kritik an der Raumfahrt den Advocatus Diaboli spielen. Vermutlich gehört er auch zu der Fraktion, die damit kokettiert in Mathe nie gut gewesen zu sein. Warum auch, braucht man später ja eh nicht mehr.

    Ohne UNIX und die Raumfahrt sähe die Welt aber entschieden anders aus. Und nicht unbedingt besser, wie ich meine.

    PS: Danke für den Link


  4. Ich bin gerade etwas von meinen Emotionen überrascht. Ich empfinde diesen Vergleich als Affront.
    Allein die symbolische Bedeutung der Mondlandung ist so gigantisch, dass eine Gegenüberstellung mit einem Betriebssystem wie ein schlechter Witz wirkt.
    IN DEN STAUB!


  5. IN DEN STAUB?

    200 Jahre Kleist’s Penthilea: „Wichtiger als Evolutionstheorie“


  6. moderne Linux-Varianten merkt man bis heute ihr Abstammung von einem großrechnerbetriebssystem ab, das fängt damit an, das das Dateisystem nicht wie bei windows die Hardware spiegelt und geht bis dahin, das man für alle komplexeren sachen \simon sagt\ eintippen muss.

    Beides sind stolpersteine, auf die ich als Anwender gerne verzichten würde.


    1. als anwender und systemadministrator schätze ich die abstraktion von hardware außerordentlich. und ein vernünftiges rechtemanagement ist für ein anständiges betriebssystem einfach pflicht.
      beides ist imho unter unix/linux besser gelöst worden. schon vor 40 jahren…


  7. Hi,

    ich bin kein militanter Gegner der Raumfahrt, im Grunde ist es mir auch egal, solange es nicht mein Geld ist, was da verballert wird. Nur einen Sinn, da regelmäßig Leute hochzuschicken, sehe ich nicht.

    „die damit kokettiert in Mathe nie gut gewesen zu sein“

    Was Leute in einen hineininterpretieren, sobald sie auch nur einen Kommentar gelesen haben…


  8. vermutlich ist die Mondrakete ehh mit nem unixoden Betriebssystem geflogen. DOS oder WIN wars bestimmt nicht…


    1. @Wobble das „Betriebssystem“ der Apollo-Raumflüge oder anders gesagt der Navigationscomputer kann man
      hier:http://www.ibiblio.org/apollo/
      mit Emulator runterladen.
      Btw. AGC hatte eine eigene Assemblersprache und dank Unix hat die Welt C bekommen


  9. marinhio

    ,

    Irgendwie lustig der Mensch…

    Da bekommt man also ein Betriebssystem für lau, womit man so ziemlich jedes Programm unter Windows ersetzen kann, ebenfalls für lau, welches mittlerweile auch noch so exotische Hardware anspricht und da wird immer noch gemeckert…

    Der Vergleich zur Raumfahrt???
    Ein paar Milliarden…
    …die die Raumfahrt kostet (Esa/Nasa/etc.)
    …für echte Lizenzen (MS).
    …Minuten für Tüffler aus der ganzen Welt (Linux)


  10. 40 Jahre Unix: „Wichtiger als die Mondlandung“…

    Das Betriebssystem (konzept) UNIX ist gestern für IT Verhältnisse unglaublich alte 40 Jahre geworden. Es ist so alt, es existierte schon als Computer noch ganze Räume füllten und die Idee von persönlichen Computern, gar zu Haus, absurd erschienen.

    Da…


  11. @marinhio: Linux ist aber halt immer noch nicht konkurrenzfähig zu Windows oder OSX.

    Das liegt gar nicht mal am System selber sondern viel mehr an der nicht vorhandenen Software und damit auch an der fehlenden Kompatibilität. Ich weiß nicht genau, wie es in anderen Bereichen ist, aber für quasi den kompletten grafischen und designtechnischen Sektor ist Linux totes Land. Kein Photoshop, kein InDesign, keines der großen 3d Programme, kein AFX, kein Premiere, kein FinalCut, kein ProStudio, kein Scenarist – und für keines dieser Tools eine passende Alternative. Das sudo Gehampel ist da nur das i‑Tüpfelchen.

    Linux ist für ein freies OS ziemlich gut und ich hoffe inständig, dass es weiterhin erfolgreich ist und mal mit etwas mehr Software bedacht wird, damit es bei mir mal über den Status einer Notfall-Boot-CD rauskommt. Aber mit Linux zu arbeiten, ist für mich zur Zeit einfach unmöglich.


  12. marinhio

    ,

    @neolith

    hmm Cinerella (wird sogar in Hollywood eingesetzt), Kino, Gimp (mein Favorite) 3d Autocat und andere Programme gibt es wie Sand am Meer und mittlerweile läuft sogar Photoshop CS2 (gesponsort von Google) unter Linux.

    Was kosten die Programme im Original für MS? Ob sich jemand die meisten Programme wirklich kauft? Das stellt sich ja in der MS Welt wohl als grosses Problem dar!

    Meine kosten mich übrigens nichts und ich kann auch noch aktiv eingreifen wenn mir ne Option nicht gefällt oder verbesserungswürdig ist!

Dieser Artikel ist älter als 16 Jahre, daher sind die Ergänzungen geschlossen.