Kultur

2048 – Ein Zeitfresser unter offener Lizenz

2048-generic


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Das Zahlenspiel 2048 zerstört gerade auf der ganzen Welt Produktivität und Nerven, aber es ist auch ein deutlicher Beleg dafür, dass Spiele unter offenen Lizenzen auch Erfolgsgeschichten schreiben können.

Das Spielprinzip dieses kleinen Zeitfressers muss zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich nicht mehr erklärt werden: 2048 ist selber eine Abwandlung des Spieles 1024 und konzeptionell dem Spiel Threes nicht unähnlich. Der Quellcode ist frei bei github einsehbar und der Entwicklungprozess war & bleibt streng kollaborativ (zum Beispiel eine geräte- und OS-übergreifende Smartphone-Kompabilität). Der Kopf hinter 2048, der 20-jährige Gabriele Cirulli, rückt deshalb auch davon ab, das Spiel zu monetarisieren, da er es nicht alleine als sein eigenes Werk begreift. Wäre es nicht unter Herausgegeben wurde es deshalb unter der MIT-Lizenz:

Permission is hereby granted, free of charge, to any person obtaining a copy of this software and associated documentation files (the „Software“), to deal in the Software without restriction, including without limitation the rights to use, copy, modify, merge, publish, distribute, sublicense, and/or sell copies of the Software, and to permit persons to whom the Software is furnished to do so, subject to the following conditions:

The above copyright notice and this permission notice shall be included in all copies or substantial portions of the Software.

Diese Lizenz ist der CC BY-SA Lizenz nicht unähnlich und hat dazu geführt, dass es schon einen ganzen Schwall an Adaptionen und Variationen von „2048“ gibt. Es gibt eine Doctor Who Version, ein Flappy Bird 2048 Crossover, 2048 in 3D und 4D und selbstredend ein Doge 2048. Much open source. Very innovative. Such numbers. Wow.

Die massive Verbreitung von 2048 wird maßgeblich durch seine Gestaltung und seine diversen Ableger mitbegründet. Cirulli verdient nach eigenen Angaben hauptsächlich über Werbeeinnahmen etwas Geld, und seinen Namen kennt die Branche nun auch zur Genüge. Eine Einbahnstraße ins Vergessen war die Wahl einer Offenen Lizenz augenscheinlich nicht. Und deshalb frisst 2048 nicht nur Zeit, sondern auch die Gegenargumente der closed-source Befürworter auf.

11 Kommentare
  1. Interessant, dass das Spielprinzip „zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich nicht mehr erklärt werden“ muss. Das klingt ja als wisse jeder worum es geht. Ich persönlich habe noch nie davon gehört.

    1. Ich habe zwar vor ein paar Tagen zum ersten Mal davon gehört, kenne die Regeln aber auch nicht. Ausserdem sehe ich hier keinen Link zum Spiel?

  2. Hallo,

    >Wäre es nicht unter Herausgegeben wurde es deshalb unter der
    > MIT-Lizenz:

    Lest ihr eure Texte bei Netzpolitik nicht gegen?
    Oder habe ich einfach ein persönliches Problem mit dem Verständnis und diesem Satz?

    (was soll er bedeuten?)

    kleineskind

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