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Freitag, 15. Juni 2007

iCommons: Keynotes

Jonathan Zittrain hält gerade eine von zwei Keynotes des Abends. Tolle Show, sehr sympathisch und lustig. Bisher eine Mischung aus Computer-Geschichte und der Bedeutung von Gestaltung der IT-Architektur. Zittrain ist ein Geek und das kommt auch rüber.

Die Keynotes werden übrigens auch nach Second Life gestreamt, falls das jemand nutzt. Hier sind die Infos.

Jetzt ist Lawrence Lessig dran. Mal eine neue Show. Auch toll. Aber ich blog mal nicht mit. Die beiden Keynotes sollte man sich lieber später auf Video anschauen.

Lessig hat zum Schluss einen Teilrückzug angekündigt. Zehn Jahre wären genug und es wäre Zeit für ein neues Projekt für die nächsten zehn Jahren. Er wolle nicht mehr nach aussen hin als “Sprecher” einer grossen Bewegung gesehen werden. Diese Aufgabe müssten viele übernehmen. Für die nächsten Wochen kündigte er seinen Rückzug aus allen Vorständen ausser Creative Commons an (EFF, FSF, Publik Knowledge, etc.). Was das Projekt für die nächsten zehn Jahre sein wird, liess er relativ offen. Aber es scheint, dass er sich mehr in die US-Politik einmischen will. Ob als Jurist oder Politiker ist noch unklar.

Update: Er will wohl mehr darüber forschen, wie Geld die Politik regiert. Also vergleichbar mit dem industriiell-militärischen-komplex, den es frühe rmal gab.

iCommons: Political activism

Gerade ist das Panal “Political activism” gestartet. Und ich hab kaum noch eine Stimme, weil ich eine Erkältung mitgebracht habe. Ich sollte mit aufs Panel und unsere Arbeit vorstellen. Mir ist es jetzt lieber, ich komme später für ein paar Minuten mit einer Slideshow auf die Bühne, als dort die ganze Zeit zu sitzen und mir ständig vor Publikum die Nase zu putzen und ins Mikro zu husten.

Ansonsten ist es sehr interessant. Dort sitzen Becky Hogge von der britischen Open Rights Group, Erik Josefsson von der EFF, Elizabeth Stark von FreeCulture.org und Cory Doctorow von BoingBoing.

Parallel findet der Workshop “How to Grow Commons Based Business Models” statt. Die Qual der Wahl, Activism oder Geschäftsmodelle. Beides spannend.

iCommons: A Cultural Environmentalist Movement and Beyond?

Gerade startet die Session “A Cultural Environmentalist Movement and Beyond?” mit Cory Doctorow, John Wilbanks, Jennifer Jenkins und James Boyle. Sicherlich eines der spannensten Panels auf dem ganzen iCommons Summit. Dementsprechend ist der Raum auch überfüllt. Und unklar ist, warum die Diskussion nicht im grossen Saal stattfindet. Dort gibt es auch genug Steckdosen. Weiss jetzt gar nicht, ob das hier aufgezeichnet wird.

James Boyle ist immer grosses Kino, wenn er spricht. Er ist Commons-Forscher und gibt einen Überblick zum Thema, was Umweltschutz und Public Domain gemeinsam haben. Und vor allem, was die Umweltbewegung mit der Free Culture Bewegung gemeinsam hat. Leider redet er zu schnell fürs mitbloggen. Eine kurze Zusammenfassung: Von der Umweltbewegung kann man lernen, Bilder zu schaffen um komplexe Zusammenhänge den Menschen erklären zu können. Auf der letzten Wizards of OS 4 hatte ich zu dem Thema mal einen Workshop gemacht, der sich um diese Fragestellung drehte. Tote Robben oder verschmutzte Bäche sind mächtige Bilder, um das Bewusstsein für Probleme zu schaffen. Was sind unsere Bilder?

Jennifer Jenkins
ist Direktor des Center for the Study of the Public Domain an der Duke Law School und erklärt Probleme mit dem Copyright anhand von Beispielen. Jugendliche haben einen Film gedreht über ihr Leben. Das grosse Problem war, dass ein Handy mittendrin kurz klingelt und damit eine Rechteverletzung vorlag. Die Rechte dafür zu bekommen kostete 500 Dollar. Ansonsten spricht sie allgemeine Probleme des Copyrights im Bildungssektor an.

Gerade wurden erstmal “Bound by Law - Comic” an alle verteilt. Prima, wollte ich immer schon mal bestellen. Der Rucksack wird immer voller mit interessanten Materialien. Das Comic kann man jetzt auch übersetzen. Wer also Zeit und Lust dazu hat, findet hier alle Infos.

Cory Doctorow berichtet über die Anti-DRM-Bewegung. Ein hilfreiches Bindeglied waren US-Politiker, die keine Ahnung vom Thema hatten, diese aber nach aussen kommunizierten. Gleichzeitig sind radikale Positionen wie vom schwedischen Piratenbüro und der Piratebay notwendig, um zu verdeutlichen, dass eine DRM-kritische Position kein Extremismus ist. DRM-Kritik in einem Satz: “Machines shouldn’t be designed to attack their owners.”

iCommons: Star Wreck

Gerade wird auf dem iCommons Summit der finnische Film “Star Wreck” vorgestellt. Der Spielfilm ist eine Parodie auf Star Trek und wurde sieben Jahre lang mit ca. 20.000 Euro Budget und mehr als 300 Mitwirkenden produziert. Dabei diente ein Schlafzimmer als Aufnahmestudio. Die Animationen sind prima und es gibt mittlerweile auch eine Version mit englischen Untertiteln zum freien Download unter einer Creative Commons Version. Wikipedia erklärt mehr. Aus dem finnischen Projekt soll jetzt eine globale kollaborative Filmproduktions-Plattform werden: Star Wreck Studios. Nette Leute und tolles Projekt. Vielleicht mach ich noch ein Interview.

Hier ist der Trailer:

Und hier ist der Torrent.

Bisher gibt es Übersetzungen der Untertitel in 30 Sprachen, darunter klingonisch.

Montag, 21. Mai 2007

The Global Commons in 15 Minuten

Auf der iCommons-Seite gibt es jetzt einen ca 15 Minuten langen Videobericht vom iCommons-Summit in Rio de Janeiro, der letzten Juni dort stattfand: Uhuru Productions presents: The Global Commons.

 

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