Dass gerade in sozialen Netzwerken der Schutz der Privatsphäre nicht an erster Stelle steht und persönliche (und persönlichste) Daten im Internet als Währung betrachtet werden, mit der die Nutzer für bestimmte Dienste bezahlen, sollte den regelmäßigen Lesern dieses Blogs klar sein. Aber auch andere Kommunikationswege, z.B. Handyverträge und Festnetzanschlüsse, vergrößern den „digitalen Schatten“, den man mit sich herumträgt. Eine schöne Visualisierung dazu, die auch nicht so netzaffinen Menschen das Ausmaß der Sammelleidenschaft der Diensteanbieter aufzeigen kann, bietet das Projekt „Me & My Shadow“:
Unter „Trace My Shadow“ lässt sich mit wenigen Klicks feststellen, welche persönlichen Daten sich schon in den Händen der Datensammler befinden. Schön gemacht: Je mehr Persönliches man über sich preisgegeben hat, desto größer und bedrohlicher wird der Schatten. Des Weiteren gibt es unter „Shadow Tracers Kit“ eine gelungene Auswahl an Tools und Diensten, die helfen sollen, über Bedrohungen für die eigene Privatsphäre aufzuklären und der Sammelwut grenzen zu setzen.
Benutzen Sie Twitter? Oder Facebook? Googlen Sie?
Wenn ja, haben Sie vermutlich damit angefangen, nachdem Sie unter einer riesigen Seite voller Wörter ein Kreuzchen bei „Ich bin einverstanden“ gesetzt haben. Haben Sie alle diese Wörter gelesen? Die wenigsten tun das. Die meisten von uns sind einfach „einverstanden“ mit diesen langen und langweiligen „End User Licence Agreements“ (EULAs) und geben die Kontrolle über ihre Informationen auf. Und trotzdem ist es wichtig, wohin Ihre Daten im Schatten der „Cloud“ gehen.
Angeboten wird der Dienst von der 2003 gegründeten NGO „Tactical Technology Collective“ (Tactical Tech), die sich für Bürgerrechte im digitalen Zeitalter einsetzt.