In Österreich erklärt die Schulbuchlobby vorsorglich, dass sie keine so „derart überzogenen Maßnahmen“ (!) wie einen Schultrojaner fordern werden und nicht den Lehrern misstrauen:
Darauf erreichte den STANDARD unaufgefordert eine Stellungnahme des Fachverbandes Buch- und Medienwirtschaft der Wirtschaftskammer. Aus dieser geht hervor, dass auch in dieser Angelegenheit in Österreich alles anders ist. „Im österreichischen Urheberrecht herrscht ein Kopierverbot von Schulbüchern, das im § 42 (6) Urheberrechtsgesetz geregelt ist. Die Verlagsbranche geht davon aus, dass die Pädagogen in Österreich das Gesetz einhalten“, heißt es. Es gebe daher „keinen Anlassfall für die Schulbuchverlage derart überzogene Maßnahmen vom Ministerium zu verlangen“.
Das klingt doch mal ganz anders als in Deutschland, wo selbst Kultusminister die Idee ok finden und Lehrern nicht nur misstraut, sondern tatsächlich auch der Einsatz dieser Schnüffelsoftware beschlossen wird.