Netzzensur nun auch in Afghanistan

Auch Afghanistan hat nun eine Netzzensur-Infrastruktur errichtet, um missliebige Inhalte zu blockieren. Dazu gehören Plattformen wie Facebook, Youtube, Twitter und GMail. Und eine Reihe von Webseiten, die Alkohol, Dating, Glücksspiele und Pornographie zum Inhalt haben. Die EFF berichtet darüber: Another Bad Week for Free Expression on the Internet.

Die OpenNet Initiative hat ihren Länderreport zu Afghanistan überarbeitet: Afghanistan begins Internet filtering with Gmail, Facebook.

Dort wird auch ein Zitat eines afghanischen Pressevertreters verlinkt, der etwas unglücklich darüber ist:

But now the government says that there are some websites which are “immoral” and against the traditions of the Afghan people so they are planning to not only block those websites that glorify violence, but they are also trying or planning to block those websites which the Taliban didn’t like…. [The Afghan press corps] are unhappy about this. They say that if these restrictions are imposed, it would mean that the government would be able to block any website they don’t like, or block those websites which are critical of the government. So there is this concern in the journalist community in Afghanistan.

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10 Kommentare

  1. Oliver
    Erstellt am 28. Juni 2010 um 22:46 | Permanent-Link

    Na gut, dass wir die Demokratie gebracht haben. *jubel*

  2. Erstellt am 29. Juni 2010 um 01:41 | Permanent-Link

    Und für sowas werden Milliarden verlocht ?

    Naja, wundert mich nicht. Die von den USA eingesetzten Afghanischen Machthaber sind korrupt ohne Ende. Von daher haben sie allen Grund ein freies Internet zu fürchten könnten die Bürger dort doch ganz unzensier alle möglichen Dinge lesen.

    Journalisten im eigenen Land kann man ja noch einfach umballern lassen und die Schuld dafür den Taliban in die Schuhe schieben. Aber diese anonymen Blogger, da weis man ja gar nicht wer dahinter steht. Ganz böse sofort sperren lassen.

    Die USA haben den Afghanen keine Demokratie gebracht sondern nur ein Diktatorisches Regime gegen ein anderes ausgetauscht. Und Deutsche Soldaten müssen für diesen Schwachsinn auch noch sterben……

  3. robert
    Erstellt am 29. Juni 2010 um 06:45 | Permanent-Link

    @Freier Anarchist

    “Die USA haben den Afghanen keine Demokratie gebracht sondern nur ein Diktatorisches Regime gegen ein anderes ausgetauscht.”

    frage an radio scheissegal: wem hat denn die gottesnation jemals was gutes gebracht? vietnam lacht sich heute kaputt über das dumme yankeepack und denen gehts in ein paar jahren besser als im dann spanisch sprechenden und in jedem haushalt 5 sturmgewehre und 3 maschinengewehre befindlichen chaoscountry.

    die amis sind doch so platt und kaputt, die merken es nicht einmal.

    wenn der chinese heutzutage einen furz lassen würde, müsste das yankeeland den kit aus den fenstern fressen. halt, die haben ja gar keinen, stimmt ja.

  4. Uwe
    Erstellt am 29. Juni 2010 um 07:00 | Permanent-Link

    “frage an radio scheissegal: wem hat denn die gottesnation jemals was gutes gebracht? ”
    Uns?

  5. jorokide
    Erstellt am 29. Juni 2010 um 07:26 | Permanent-Link

    ja genau …..uns…

    ein volk von jasagern und duckmäusern vor allem was über den teich schwappt.

    vielleicht dürfen wir ja auch bald waffen tragen, aber nur bis 20mm-kaliber.

    uns…so ein bullshit.

    uns hätten auch die europäer nicht als volk vor die hunde gehen lassen, schon gar nicht die froschfresser, und die bekloppten tommies hätten sie auch noch eingenordet…

    aber auf das scheiss cocacola, luckystrike und deutsche mädchen fic…n hätte man gerne verzichten können.

    tut mir aufrichtig leid, aber ich hasse diese aroganten mistpack und nein, ich bin nicht tolerant.

  6. homer
    Erstellt am 29. Juni 2010 um 08:44 | Permanent-Link

    tja, zensur gibt es überall, letztes beispeil von facebook: http://ireport.cnn.com/docs/DOC-466703

  7. Adams
    Erstellt am 29. Juni 2010 um 09:43 | Permanent-Link

    Wie viele Leute haben in Afghanistan eigentlich einen Internetzugang? Wie viele können überhaupt lesen was auf einer Webseite steht? Wie viele sprechen Englisch?

    Die Zensur ist schlimm, war aber auch zu erwarten, gemessen an den politischen Verhältnissen dort. Daran wird auch die Bundeswehr nichts ändern.

    @robert:
    Das US-Waffengesetz ist mit einer der Gründe weshalb das Land noch nicht vollständig in eine Neuauflage des Dritten Reiches umgewandelt wurde. (Nord-)Vietnam hat damals im Krieg reichlich Waffen an die Bevölkerung verteilt um die Amis (und vorher die Franzosen) zu verjagen. Danach wurden die schnell schnell wieder eingesammelt damit die Untertanen nicht auch noch die roten Bonzen verjagen. Eine bewaffnete Gesellschaft ist eine freie Gesellschaft. Lies Dir mal die Schriften der US-Gründerväter durch. Du gehörst wohl zu der Sorte von Leuten, die sich in die Hosen machen wenn der Nachbar eine Knarre im Schrank hat aber sabbernd vor einem schwarzgekleideten vermummten Polizisten mit Panzerweste und MP auf die Knie fallen weil der ja “für unsere Sicherheit” sorgt. Das erste was Diktaturen und freiheitsfeindliche, paranoide Regime machen ist die Entwaffnung der Bevölkerung. Im Mittelalter durften Leibeigene und Bauern nicht einmal Schwerter und Armbruste besitzen (die man heute ab 18 frei kaufen kann). Das war dem Adel vorbehalten und wurde hart bestraft. Die ersten restriktiven Waffengesetze in den USA betrafen Indianer und Schwarze (mittlerweile aufgehoben).

  8. jorokide
    Erstellt am 29. Juni 2010 um 09:57 | Permanent-Link

    danke für deinen aufstz über das US-waffengesetz, welches mich allerdings nicht im geringsten interessiert. so lange sie sich selbst die hirne aus dem kopf ballern und sogar die schulen als “waffenfrei” deklarieren, ist alles in ordnung. oder auf yankeenesisch “ok”.

    ein land, das seine intelligenz durch eine wiederwahl eines herrn bush unter beweis gestellt hat, findet in keiner weise ein interesse meinerseits.

  9. KinNeko
    Erstellt am 29. Juni 2010 um 10:56 | Permanent-Link

    Also ich finde schon, dass die Besatzungsmächte in Deutschland (war ja nicht nur die USA) im Grossen und Ganzen einen guten Job gemacht haben. Wir haben uns allerdings auch nicht alles hörig diktieren lassen.

    Afghanistan ist eindeutig noch nicht demokratiefähig. Allerdings befürchte ich, dass Afghanistan ohne ein freies Internet, freie Meinungsäusserung und Pressefreiheit nie eine Demokratie werden kann.

  10. big W
    Erstellt am 1. Juli 2010 um 20:03 | Permanent-Link

    Wow, Afghanistan ist als Staat so dysfunktional, dass sie nicht mal ein Urheberrecht haben, aber Internetsperren sind Priorität…

Ein Trackback

  1. Von mediaclinique | ralf schwartz am 29. Juni 2010 um 09:21

    Das ist so 1968: Falsches Demokratie-Verständnis afghanischer Journalisten…

    Wir müssen mehr deutsche Journalisten nach Afghanistan schicken, um dort zu erklären, welche Segnungen Zensur, Leistungsschutzrecht und Staatsfernsehen für die Demokratie – also für Politik und Medien – sind. Bisher scheint man das dort noch nicht so r…

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