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Wer verdient eigentlich an der Überwachung?

von Ralf Bendrath um 15:09 am 11.2.2008|

Während die Proteste gegen die zunehmende Überwachung bisher vor allem mit Menschenrechten argumentiert haben, geht es langsam in Richtung Gegenangriff. Dazu sehr hilfreich ist die Frage: Wem nützt eigentlich diese ganze Entwicklung, und wer verdient daran? Otto Schilys Tatigkeit für Unternehmen der Biometriebranche, nachdem er als Innenminister den biometrischen Reisepass durchgedrückt hat, ist ja bereits recht bekannt, und in den USA gibt es schon seit einer Weile eine etwas breitere Beschäftigung mit dem “überwachungs-industriellen Komplex.

Dazu passend gerade die folgenden Meldungen aus Deutschland:

Ein Gastbeitrag von Ricardo Cristof Remmert-Fontes und Patrick Breyer vom AK Vorrat und Malte Spitz vom Grünen Bundesvorstand bei jetzt.de:

Eine Sicherheitspolitik, die sich an Wünschen, Befürchtungen und Innenansichten von Sicherheitsbehörden orientiert, kann keinen besseren Schutz vor Kriminalität bewirken, sondern spült nur Steuergelder in die Taschen der Sicherheitsindustrie.

Und nicht nur Steuergelder, sondern auch die Gelder der Kunden von ISPs. Die ersten Geier machen schon PR, um im Kontext der Vorratsdatenspeicherung ihre Produkte losschlagen zu können:

CSP glaubt, mit “Chronos” bei der Vorratsdatenspeicherung punkten zu können, weil die Archivstruktur zeitlich automatisiert eingeteilt wird. In den archivierten Datensätzen kann strukturiert und schnell gesucht werden. Bei Suchanfragen von Behörden lassen sich deren Wünsche und Vorgaben hinsichtlich des Datenformats berücksichtigen. Zudem werden durch solche Abfragen die produktive Datenbank und deren Performance nicht eingeschränkt.

Kommentare

8 Kommentare zu “Wer verdient eigentlich an der Überwachung?”

  1. erlehmann
    Feb 11th, 2008 @ 17:03

    Also ich finde die Lösung mit TCPDUMP(8) und dem Nadeldrucker schon sehr schön. Oder kann man das nicht sofort per Fax ans Innenministerium schicken ?

  2. Volkszertreter? » netzpolitik.org - Wer verdient eigentlich an der Überwachung?
    Feb 11th, 2008 @ 21:08

    [...] netzpolitik.org - Wer verdient eigentlich an der Überwachung?: Während die Proteste gegen die zunehmende Überwachung bisher vor allem mit Menschenrechten argumentiert haben, geht es langsam in Richtung Gegenangriff. Dazu sehr hilfreich ist die Frage: Wem nützt eigentlich diese ganze Entwicklung, und wer verdient daran? Otto Schilys Tatigkeit für Unternehmen der Biometriebranche, nachdem er als Innenminister den biometrischen Reisepass durchgedrückt hat, ist ja bereits recht bekannt, und in den USA gibt es schon seit einer Weile eine etwas breitere Beschäftigung mit dem “überwachungs-industriellen Komplex. [...]

  3. Kurz verlinkt (10) » Beitrag » SaarBreaker
    Feb 11th, 2008 @ 22:14

    [...] Wer verdient eigentlich an der Überwachung? Während die Proteste gegen die zunehmende Überwachung bisher vor allem mit [...]

  4. links for 2008-02-11 at Florian Altherr
    Feb 11th, 2008 @ 23:27

    [...] netzpolitik.org: » Wer verdient eigentlich an der Überwachung? » Als Lesezeichen hinzufügen? Hide Sites [...]

  5. Gefaehrderblog
    Feb 12th, 2008 @ 12:52

    @erlehmann: Und was ist mit den Papierkosten?

  6. Profiteure der Überwachungsgesellschaft « Gefährderblog
    Feb 12th, 2008 @ 12:53

    [...] Uncategorized Eine interessante Frage, die ich vor ein paar Tagen auch mal im Hinterkopf hatte: Wer verdient eigentlich an der Überwachung? Und ja, ich bin auch für tcpdump und [...]

  7. erlehmann
    Feb 12th, 2008 @ 13:32

    @5: Beim Fax ans Innenministerium hat die wohl der Empfänger.

  8. DimidoBlog » Bloglinks 07/2008
    Feb 18th, 2008 @ 1:10

    [...] gibt es nur RAF und den internationalen Terrorismus - fragt sich nur, wer verdient [...]

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