Nacktscanner: Die Vorratsdatenspeicherung für Internetausdrucker

Nein, bei den aktuell diskutierten Ganzkörperscannern, die unter die Kleidung sehen können, geht es nicht um eine Speicherung der Daten. Aber das Thema hat eine ähnlich mobilisierende Wirkung, und das ist das Interessante. Plötzlich verstehen nämlich auch die älteren Herrschaften, warum es nun wirklich mal reicht mit der Sicherheitshysterie:

Denn anders als irgendwelche Kundenbewertungsrechnungen für Kreditgeschäfte oder Personenprofile durch Verknüpfung unterschiedlicher Merkmale, kann sich jeder ziemlich schnell vorstellen, was ein Nackt-Scanner bewirkt. Oder, um Peter Schaars Einschätzung von gestern mal entsprechend zusammenzufassen: Die können dann meinen künstlichen Darmausgang sehen? Geht ja gar nicht.

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3 Kommentare

  1. Erstellt am 24. Oktober 2008 um 12:48 | Permanent-Link

    Vielleicht sollte man das ganze Thema “Selbstverwaltung meiner Daten” versuchen auf ein konkreteres Thema runterzubrechen und den Menschen zu zeigen, was es wirklich bedeutet, was da oben entschieden wird, damit mehr Menschen die Folgen ihres Nichtstuns verstehen…

  2. Björn
    Erstellt am 25. Oktober 2008 um 16:38 | Permanent-Link

    Wenn ich richtig verstanden habe, dann geht es hierbei sehr wohl auch um “Vorratsdatenspeicherung”. Leider weiß ich die Quelle nicht mehr, aber vermute, dass es Deutschland Radio war. Es hieß nämlich der einzige Diskussionspunkt seitens der Befürworter dieser Ganzkörperscanner (Nacktscanner, was für ein mal wieder absolut irreführender Begriff; ich sag nur Desinformation…) sei noch, wie lange die Scans gespeichert werden sollten. Wozu zum Geier soll soetwas überhaupt gespeichert werden? Um nach einer Flugzeugexplosion sagen zu können “Seht her, er hatte doch eine Bombe”?

    Scheinbar könnten wir hier ausnahmsweise doch mal einen Blick über den großen Teich wagen. In den USA sollen angeblich Gesicht und Genitalien unkenntlich gemacht werden und nicht gespeichert werden (Quelle leider unbekannt, dankbar für Quelleninfo). Unkenntlichmachen finde ich wichtig für den Fall des “über-die-Schulter-guckens”.

    Ansonsten sehe ich das moderater: Es ist ja nix anderes, als Röntgen oder MRT. Jedoch derzeit mit dem entscheidenden unterschied, das letzteres von verantwortlichem, geschultem Personal durchgeführt wird (werden sollte). Wenn das gewärleistet ist, sehe ich in diesem Punkt jedoch wirklich keinen Unterschied mehr. Oder übersehe ich was?

    Das paradoxe: Wenn man gleich nackt am Flughafen ankäme, würde man sicher sofort wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses inhaftiert…

  3. Erstellt am 25. Oktober 2008 um 23:42 | Permanent-Link

    In meinen Augen geht es hier auch um mögliche Scans bei irgendwelchen Demos und anderen öffentlichen Veranstaltungen. Momentan scheint das Thema zwar erst mal abgehakt, allerdings haben wir es “erst einmal gehört”. Wir können uns langsam daran gewöhnen, es wird irgendwann kommen.

7 Trackbacks

  1. Von Blog Fürst » Empörungstheater am 23. Oktober 2008 um 23:57

    [...] wird für die Sicherheitspolitiker, hat auch Peter Schaar sehr schön auf den Punkt gebracht. (via) Die können dann meinen künstlichen Darmausgang sehen? Geht ja gar [...]

  2. Von AX11s BlinkenBlog am 27. Oktober 2008 um 00:16

    [...] r

  3. [...] Nein, meint Frank. Ralf Bendrath gewinnt dem Nacktscanner-Vorschlag positive Seiten ab: So “verstehen nämlich auch die älteren Herrschaften, warum es nun wirklich mal reicht mit der ….” Auf jeden Fall ist die Idee ein heißer Kandidat für die Verleihung des [...]

  4. Von AX11s BlinkenBlog am 27. Oktober 2008 um 18:15

    Errata: Vorratsdatenspeicherung für Internetausdrucker…

    Da habe ich doch glatt anderer Leute Fehler übernommen: zur tatsächlichen Vorratsdatenspeicherung für Internet-Ausdrucker geht’s hier….

  5. Von AX11s BlinkenBlog am 27. Oktober 2008 um 18:17

    Weitere verdächtige Inhalte…

    Importlehrer? Nix neues. Das haben schon die Römer gemacht. Bei schlechten Noten gab’s die Peitsche – für den Lehrer. Lateinunterricht rächt sich…das Bizarrste an dieser Analogie ist, dass man sie auf Anhieb versteht: Nacktscanner: Vorratsdatensp…

  6. Von Jahresrückblick 2008 : netzpolitik.org am 29. Dezember 2008 um 13:48

    [...] Nacktscanner: Die Vorratsdatenspeicherung für Internetausdrucker. [...]

  7. Von Links (extern) | back to root ;-) am 10. Februar 2009 um 09:50

    [...] Nacktscanner: Die Vorratsdatenspeicherung fuer Internetausdrucker [...]

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