Heise berichtet über einen Vorschlag des britischen EU-Abgeordneten Christopher Heaton-Harris, wonach die Internetprovider deutlich stärker in den Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen eingespannt werden sollen. Das sind keine neuen Pläne, sondern die Wünsche der Unterhaltungsindustrie zur Urheberrechts – Debatte und unlängst in Frankreich in die Gesetzgebung gebracht. Übrigens wird Frankreich demnächst die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen und da kann man prima „Bande spielen“. Ziel ist, dass Zugangsanbieter netzseitige Filter einbauen, wonach Urheberrechts-Verletzungen gebannt werden sollen. So eine Art chinesische Firewall für unliebsame Inhalte. Und man soll einfach das Internet abschalten. Vollzogen durch die Internetprovider als HIlfs-Polizisten für die Unterhaltungsindustrie. Von uns als Kunden bezahlt.
Man nennt das dann „Förderung der Kulturwirtschaft“ und das trifft die gesamte digitale Gesellschaft. Denn jeder von uns begeht jeden Tag zahlreiche Urheberrechtsverletzungen, wenn man sich produzierend im Netz betätigt. Und das meist zu privaten und nicht-kommerziellen Zwecken. Dafür soll uns zukünftig das Netz entzogen werden. Wenn die Pläne der Unterhaltungsindustrie und der EU Realität werden. Probleme wird es nicht lösen, sondern lediglich eskalieren.