In der heutigen Taz ist ein guter Artikel über die neue „Menschen-Suchmaschine“ Spock.com: Der Alptraum der Datenschützer. Die Plattform aggregiert aus verschiedenen Quellen Informationen zusammen und ordnet diese Menschen zu. Dabei wird auf offene Daten aus Social-Networks und Suchmaschinen zugegriffen. Da die Technik noch nicht alle Personen namens „Christian Müller“ auseinanderhalten kann, können Internetnutzer mithelfen: Mit dem Hochladen von Fotos und dem Verschlagworten von Personen. Scheint Spass zu machen, einer Person das Schlagwort „Mörder“ zuzuordnen. Oder etwas anderes. Was in diesem Fall passiert, ist unklar.
Ich wurde heute morgen dazu von MotorFM interviewt (Keine Ahnung, ob die sowas online stellen). Da der Dienst in den USA sitzt, greifen deutsche Datenschutzgesetze nicht. Unklar ist mir auch noch, „ob ich mich löschen kann“. Die Erläuterungen auf der Seite finde ich etwas ungenau in dieser Frage. Aber vielleicht hilft der neue Service ja, etwas mehr Bewusstsein für die eigene Datensouveränität zu schaffen. Die TAZ geht auch darauf ein:
Wem die eigene Privatsphäre wichtig ist, sollte in Zukunft etwas genauer überlegen, welche Informationen er über sich ins Netz stellt – beziehungsweise welche er öffentlich zugänglich macht. Wer Internetdienste nutzt, sollte zudem die Einstellungen zum Datenschutz, die sogenannten Privacy-Settings, ein wenig durchsehen. Häufig genügt es schon, wie im Fall von Social Networking-Diensten wie StudiVZ oder dem amerikanischen Facebook, das eigene Profil auf „nicht-öffentlich“ umzustellen – oder sich eben gar nicht erst eintragen.