Chaos Computer Club hackt für Holtzbrink?

Konstantin Urban, Chef von Holtzbrinck Networks, erzählt im Spiegel-Interview, weshalb man StudiVZ gekauft hat: “Ein riskantes Investment“. Eigentlich interessiert mich das Thema nicht besonders, aber etwas verwundert bin ich schon über Märchen-Formulierungen wie:

Selbstverständlich musste man nachrüsten, und das hat StudiVZ getan. Die Datensicherheit ist jetzt gegeben. Unlängst hat der Chaos Computer Club vergebens versucht, sich ins System zu hacken. Auch die Seite ist jetzt stabil. Was ansonsten passiert ist, die Geburtstagseinladung beispielsweise, war unschön und bedauerlich. Aber irgendwann sollte man Dinge gut sein lassen. Immerhin liegt dieser Vorfall schon Monate zurück.

So kann man eigentlich auch formulieren, dass auf dem Chaos Communication Congress ein Hacker gezeigt hat, dass man eine Zeit lang alle Nutzerdaten relativ problemlos aus dem System ziehen konnte. Und es eigentlich nur die grosse Frage ist, wieviele andere dasselbe gemacht haben…

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, Aus der Reihe, Deutschland. Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

6 Kommentare

  1. Erstellt am 10. Januar 2007 um 14:52 | Permanent-Link

    Gemeint war wohl eher eine sich von einem gerüchteweise nicht existentem ErfA abgespaltene Teilgruppe, die wohl tatsächlich irgendwie auf den Trichter kam, bei dem Preisausschreiben zum Finden von Sicherheitslücken aktiv und laut präsent zu sein.

  2. markus
    Erstellt am 10. Januar 2007 um 14:54 | Permanent-Link

    Klar, daran hab ich auch gedacht. Trotzdem sollte man denen mal klar machen, dass sie das so nicht sagen sollten / dürfen.

  3. Torsten
    Erstellt am 10. Januar 2007 um 15:26 | Permanent-Link

    Der CCC ist doch eine galaktische Gemeinschaft. Irgendwer aus der Gemeinschaft hat irgendwas gemacht – möglicherweise auch in dieser Galaxis…

  4. Erstellt am 10. Januar 2007 um 15:54 | Permanent-Link

    Das war halt das Problem an der ganzen Sachen. Ein paar Idioten machen es eben kapott.

  5. Erstellt am 10. Januar 2007 um 19:22 | Permanent-Link

    Vielleicht folgt da auch nur jemand der Argumentation vom Bundestag in Sachen Wahlcomputer: Nur die veröffentlichten Datenlecks / Hacks sind wirklich passiert.

  6. Erstellt am 11. Januar 2007 um 00:50 | Permanent-Link

    da hat wohl jemand die Lücke von WP ganz gut genutzt und gleich mal eine Gegendarstellung gepostet ;-)
    http://blog.studivz.net/?p=114

    Don Alphonso hat den Text an der Blogbar ebenfalls gepostet (gehe davon aus dass er dort eine längerere Lebenszeit hat), er hat auch Screenshots gemacht, so wie ich auch…

Ein Trackback

  1. [...] Angesprochen auf Probleme mit der Datensicherheit beim VZ sagte Urban: “Selbstverständlich musste man nachrüsten, und das hat StudiVZ getan. Die Datensicherheit ist jetzt gegeben. Unlängst hat der Chaos Computer Club vergebens versucht, sich ins System zu hacken.” Das wollte ein Hacker so nicht hinnehmen. Man kann auch annehmen, dass er die Worte des Holtzbrinck-Managers quasi als Einladung begriff. [...]

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