ADINT
Mithilfe von ADINT wird die eigentlich für zielgerichtete Werbung gebaute, technologische Infrastruktur zur Überwachung genutzt. Möglich ist sowohl Massenüberwachung als auch die gezielte Überwachung von einzelnen Personen.
Die Abkürzung ADINT steht für „advertising-based intelligence“, auf Deutsch: werbebasierte Erkenntnisse. Es geht um Informationen über Menschen, die sich durch das Ökosystem für gezielte Online-Werbung gewinnen lassen. Dazu gehören etwa Standorte, Gerätedaten, Vorlieben oder Eigenschaften von Zielpersonen.
Möglich ist diese Art der Überwachung unter anderem durch die Mobile Advertising ID (kurz: MAID). Das ist eine einzigartige Kennziffer, durch die einzelne Geräte wie Handys für Werbetreibende eindeutig erkennbar sind. Wer etwa ein typisches Apple- oder Android-Handy besitzt, hat eine solche MAID.
Der Begriff „ADINT“ entstand in Anlehnung an ähnliche Begriffe, die auch Geheimdienste verwenden, etwa SIGINT (Signals Intelligence: Erkenntnisse durch das Abfangen von Signalen wie z.B. Telefonate) oder HUMINT (Human Intelligence: Erkenntnisse durch Kontakt mit Menschen z.B. Befragungen).
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Auch von US-Soldaten gibt es Daten im Internet zu kaufen. "Gefahr für nationale Sicherheit": Datenhändler verscherbeln Daten von US-Soldaten Data Broker kontrollieren kaum, wer ihre Daten kauft. Das betrifft auch sensible Daten von Angehörigen des US-Militärs, die jede:r für wenige Cent im Internet erstehen kann. Das sei eine Gefahr für die nationale Sicherheit, sagen Forscher:innen.
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