Der wöchentliche Datenverlust in Grossbritanien

Wir haben uns ja oft in den letzten Jahren gefragt, was die notwendigen “Bilder” sind, um mehr Bewusstsein für unsere Themen zu schaffen. Bilder wie Tschernobyl, saurer Regen oder tote Vögel haben der Umweltbewegung stark geholfen, ihre Themen in die breite Masse zu transportieren. Unsere Themen sind leider meist schwer kommunizierbar. Beim Datenschutz ist das jetzt zumindest in Grossbritanien klar: Da verschwinden mittlerweile fast wächentlich riesige Datenberge. Wie aktuell auch wieder: Britischen Behörden gehen erneut Millionen Daten verloren.

Dem Unternehmen Pearson Driving Assessments im US-Bundesstaat Iowa, das Daten im Auftrag der britischen Behörde Driver and Vehicle Licensing Agency verwaltet und bearbeitet, ist in seiner “secure facility” eine Festplatte mit Datensätzen von 3 Millionen Fahrschülern abhanden gekommen. Pearson habe den Vorfall bereits im Mai dieses Jahres den britischen Behörden gemeldet, berichtete Verkehrsministerin Ruth Kelly im Unterhaus. Die Datensätze enthielten die Namen, Postadressen, E-Mail-Adressen und Telefonnumern der Fahrschüler, aber keine Bankverbindungsdaten, beteuerte Kelly. Zudem sei die vermisste Festplatte für Dritte nicht lesbar. Betroffen seien Personen, die zwischen September 2004 und April 2007 ihre theoretische Fahrprüfung abgelegt haben.

Mal schauen, wann die ersten grossen Fälle in Deutschland auftreten.

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3 Kommentare

  1. erlehmann
    Erstellt am 18. Dezember 2007 um 15:27 | Permanent-Link

    Zudem sei die vermisste Festplatte für Dritte nicht lesbar.

    In Deutschland wird es dann heißen: “Zudem sei das unbefugte Auslesen der vermissten Festplatte für Dritte verboten.”

    SCNR.

  2. foo
    Erstellt am 18. Dezember 2007 um 16:27 | Permanent-Link

    Ich frage mich schon seit langem, worin der Unterschied zwischen millionen wichtigen Datensätzen und Millionen (Geld) besteht? Mein bisheriges Fazit: In dem Verständnis unserer Regierungen dürfte Unterschied wohl einzig in der Handhabe (Transport) liegen. Die Datensätze werden per Post verschickt und die Millionen per schwergesichertem Transport. Dennoch ist beides sehr wertvoll.

    Ich fordere, dass Datensätze wie Geld behandelt werden sollen!

  3. bar
    Erstellt am 18. Dezember 2007 um 16:32 | Permanent-Link

    Ich fordere v.A. gute kryptographische Standards bei Unternehmen und Behörden.

Ein Trackback

  1. Von Die Krankheitskarte am 19. Dezember 2007 um 09:38

    Lost in the UK…

    Zur Abwechslung mal wieder etwas Ernsteres.
    Einer britischen Behörde ist ein Datenträger mit Namen, Adressen und Telefonnummern von mehr als drei Millionen Fahrschülern abhanden gekommen. Die zuständige Ministerin dazu: "Eine …

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