Das Internet und der Terrorismus

Das hatten wir wohl noch nicht, oder?

„Das Internet“, so Schäuble, „ist heute so etwas wie die universelle Plattform des heiligen Krieges gegen die westliche Welt. Es ist Kommunikationsmedium, Werbeträger, Fernuniversität, Trainingscamp und Think Tank der Islamisten zugleich.“ Im Cyberspace sei eine „virtuelle und exterritoriale, zugleich aber reale und höchst gewalttätige Gegenbewegung zur westlichen Demokratie“ entstanden. Irgendwann sei ein Punkt erreicht, wo die „von realen Menschen programmierte virtuelle Welt Macht über Menschen in unserer Mitte“ gewinnt, sagt Schäuble. An diesem Punkt „wird die absolute Offenheit des virtuellen Raums zur Gefahr für die offene Gesellschaft und ihre Verfassung als freiheitlicher Demokratie.“

Stand am 14. September im Handelsblatt als Bericht über eine Rede von Wolfgang Schäuble bei der Konrad-Adenauer-Stiftung: Angst vor dem virtuellen Raum. Das Internet sollte man sofort schliessen und wegschmeissen. Wird eh überbewertet.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Deutschland, Digital Rights. Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

6 Kommentare

  1. Erstellt am 27. September 2007 um 15:00 | Permanent-Link

    Über den Handelsblatt-Artikel haben wir schon berichtet, nur nicht genau dieses Zitat verwendet. :-)

  2. Callinator
    Erstellt am 27. September 2007 um 15:43 | Permanent-Link

    ich glaube er hat zuviele schlechte filme geguckt

  3. Erstellt am 27. September 2007 um 18:36 | Permanent-Link

    Wo bekommt man diesen Buzzwords-Trank? Neuer Koch in der Kantine des Bundestages?

  4. erlehmann
    Erstellt am 27. September 2007 um 19:49 | Permanent-Link
  5. Erstellt am 27. September 2007 um 21:21 | Permanent-Link

    Ich habe jetzt dreimal das Zitat gelesen und werde einfach den Verdacht nicht los, dass Schäuble nicht die geringste Ahnung hat, wovon er redet. Obiges sieht jedenfalls danach aus, als verwechselte er Second Life mit dem Internet mit der realen Welt. Für ihn als Juristen kommt ja noch erschwerend hinzu, dass das Internet tatsächlich im Großen und Ganzen ein rechtsfreier Raum ist. Aber nur, weil er als Jurist ein Problem damit hat, muss er uns als teilweise liberal denkenden Menschen doch nicht dieses vollkommen überschätzte Spielzeug madig machen!

  6. Erstellt am 28. September 2007 um 11:00 | Permanent-Link

    Robert B. schrieb:
    [...] muss er uns als teilweise liberal denkenden Menschen doch nicht dieses vollkommen überschätzte Spielzeug madig machen!
    Spielzeug?? Ich könnte ohne Internet meine Familie nicht ernähren. Herr Schäuble (und da gibt es och andere) haben aus persönlicher Technikphobie keine Ahnung, was sie da verzapfen.
    Er sollte hier einfach mitlesen…

2 Trackbacks

  1. [...] Gefunden beim lieben Markus. [...]

  2. [...] via netzpolitik [...]

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