Musikindustrie: Noten tauschen ist auch illegal

Die New York Times berichtet über Klagewellen der Musikindustrie gegen Webseiten und Newsgroups, die Noten und Gitarren-Tabs online verfügbar machten: Now the Music Industry Wants Guitarists to Stop Sharing. Golem (“Musiker sollen Noten und Gitarren-Tabs nicht online tauschen“) und Heise (“Musikverleger gehen gegen frei zugängliche Noten und Songtexte vor“) berichten darüber. Aber irgendwie hatte ich heute mittag schon beim ersten lesen der News das Gefühl, dass das keine neue Strategie ist. Ich hab zwar gerade keinen Link zur Hand, aber das machen die schon länger als nur aktuell. Besser wirds dadurch aber auch nicht. Lustig sind ja auch die Hausfrauen, die mittels P2P Schnittmuster tauschen und gerade eine ganze Industrie zerstören, die genau darauf spezialisiert sind. Das sollte man mal thematisieren. ;)

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4 Kommentare

  1. DieterK
    Erstellt am 21. August 2006 um 23:17 | Permanent-Link

    Die ersten Musikdateien, die im Internet getauscht wurden, waren MIDI-Dateien (Steuerbefehle für elektronische Instrumenten).

    1993(!) klagten deshalb die National Music Publishers Association (NMPA) und Frank Music (ein Verlag, der Paul McCartney gehört) gegen CompuServe.

  2. kobalt
    Erstellt am 22. August 2006 um 11:42 | Permanent-Link

    die können verbieten soviel sie wollen. sie können nicht jeden server, nicht jeden datenstrom kontrollieren.

  3. ninjaturkey
    Erstellt am 22. August 2006 um 20:58 | Permanent-Link

    Bin mal gespannt, wie lange sich Lynne und Tessa halten, bevor sie mit Abmahnung bombardiert werden. Die beiden Mädels parodieren auf lustige und sehr gekonnte Art und Weise aktuelle Charthits vor ihrer Webcam. Videos finden sich zuhaus in Youtube, und Sat1 und RTL haben auch schon berichtet.

  4. Erstellt am 23. August 2006 um 09:36 | Permanent-Link

    Du hast recht, das ist nichts Neues. Es ist nur grade in den Massenmedien. Die New York Times hat eben auch langsam spitzgekriegt was da läuft: die RIAA geht allen Ernstes gegen Websites vor, die Akkorde veröffentlichen, und behauptet, auch Akkorde wären durchs Copyright geschützt. Aktuell seit Ende Juli (1). Dies ist an anderer Stelle bereits von Gerichten verneint worden, als es um mögliche Plagiate ging. Aber die RIAA-Strategie zielt nicht auf gerichtliche Klärung, sondern auf Abschreckung. (2)

    1: http://www.bootsektorblog.de/2006/08/raubmusiklehrer_3.html
    2: http://www.bootsektorblog.de/2006/08/autodiebstahl_p.html

Ein Trackback

  1. [...] Wie man an diversen Stellen im Netz nachlesen kann, geht die Musikindustrie nun auch gegen die Veröffentlichung von Noten und Songtexten vor. Eine Neuigkeit ist dies allerdings nicht. Schon vor Jahren wurde OLGA.net vom Netz genommen, weil die dort veröffentlichten “Noten” (Tabulaturen) bzw. mit diesen veröffentliche Songtexte gegen die Raffgier den Geschmack der Musikindustrie gewesen sind. Auch jetzt ist OLGA offline: OLGA is currently offline while we attempt to resolve legal issues with the archive. [...]

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