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Musikindustrie: Noten tauschen ist auch illegal

von markus um 21:24 am Montag, 21. August 2006

Die New York Times berichtet über Klagewellen der Musikindustrie gegen Webseiten und Newsgroups, die Noten und Gitarren-Tabs online verfügbar machten: Now the Music Industry Wants Guitarists to Stop Sharing. Golem (”Musiker sollen Noten und Gitarren-Tabs nicht online tauschen“) und Heise (”Musikverleger gehen gegen frei zugängliche Noten und Songtexte vor“) berichten darüber. Aber irgendwie hatte ich heute mittag schon beim ersten lesen der News das Gefühl, dass das keine neue Strategie ist. Ich hab zwar gerade keinen Link zur Hand, aber das machen die schon länger als nur aktuell. Besser wirds dadurch aber auch nicht. Lustig sind ja auch die Hausfrauen, die mittels P2P Schnittmuster tauschen und gerade eine ganze Industrie zerstören, die genau darauf spezialisiert sind. Das sollte man mal thematisieren. ;)

Kommentare

5 Kommentare zu “Musikindustrie: Noten tauschen ist auch illegal”

  1. DieterK
    Aug 21st, 2006 @ 23:17

    Die ersten Musikdateien, die im Internet getauscht wurden, waren MIDI-Dateien (Steuerbefehle für elektronische Instrumenten).

    1993(!) klagten deshalb die National Music Publishers Association (NMPA) und Frank Music (ein Verlag, der Paul McCartney gehört) gegen CompuServe.

  2. dockblog // hamburg » Blog Archive » Musikverleger: Interpretierte Noten und Songtexte verboten
    Aug 22nd, 2006 @ 11:16

    [...] Wie man an diversen Stellen im Netz nachlesen kann, geht die Musikindustrie nun auch gegen die Veröffentlichung von Noten und Songtexten vor. Eine Neuigkeit ist dies allerdings nicht. Schon vor Jahren wurde OLGA.net vom Netz genommen, weil die dort veröffentlichten “Noten” (Tabulaturen) bzw. mit diesen veröffentliche Songtexte gegen die Raffgier den Geschmack der Musikindustrie gewesen sind. Auch jetzt ist OLGA offline: OLGA is currently offline while we attempt to resolve legal issues with the archive. [...]

  3. kobalt
    Aug 22nd, 2006 @ 11:42

    die können verbieten soviel sie wollen. sie können nicht jeden server, nicht jeden datenstrom kontrollieren.

  4. ninjaturkey
    Aug 22nd, 2006 @ 20:58

    Bin mal gespannt, wie lange sich Lynne und Tessa halten, bevor sie mit Abmahnung bombardiert werden. Die beiden Mädels parodieren auf lustige und sehr gekonnte Art und Weise aktuelle Charthits vor ihrer Webcam. Videos finden sich zuhaus in Youtube, und Sat1 und RTL haben auch schon berichtet.

  5. fritz
    Aug 23rd, 2006 @ 9:36

    Du hast recht, das ist nichts Neues. Es ist nur grade in den Massenmedien. Die New York Times hat eben auch langsam spitzgekriegt was da läuft: die RIAA geht allen Ernstes gegen Websites vor, die Akkorde veröffentlichen, und behauptet, auch Akkorde wären durchs Copyright geschützt. Aktuell seit Ende Juli (1). Dies ist an anderer Stelle bereits von Gerichten verneint worden, als es um mögliche Plagiate ging. Aber die RIAA-Strategie zielt nicht auf gerichtliche Klärung, sondern auf Abschreckung. (2)

    1: http://www.bootsektorblog.de/2006/08/raubmusiklehrer_3.html
    2: http://www.bootsektorblog.de/2006/08/autodiebstahl_p.html

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