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Mit RFID in Pässen Bomben explodieren lassen?

Die US-Firma Flexilis ist der Meinung, dass man mit RFID in Pässen zielgerichtet Bomben hochgehen lassen kann. Hier ist ein ca. fünf Minuten langes Video: Inhalt von YouTube anzeigen In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an…

  • Markus Beckedahl

Die US-Firma Flexilis ist der Meinung, dass man mit RFID in Pässen zielgerichtet Bomben hochgehen lassen kann. Hier ist ein ca. fünf Minuten langes Video:

In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

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SpOn berichtet darüber: Funkchip-Reisepass zündet Bombe.

Die Fachleute haben nämlich gezeigt, dass es möglich ist, die Nationalität eines RFID-Reisepasses festzustellen und die Zündung einer Bombe wiederum von diesem Kriterium abhängig zu machen: Damit könnten Sprengfallen speziell auf bestimmte Nationalitäten abgestimmt werden, beliebig viele andere Funkchip-Pässe könnten den Nahbereich des RFID-Lesers, der an eine Bombe gekoppelt ist, ohne Folge passieren – der erste US-Reisepass würde allerdings eine Detonation auslösen.

Versetzen wir uns jetzt mal in einen Sicherheitsfanatiker, falls das technisch tatsächlich so funktioniert, wie reagiert man politisch darauf: Bomben verbieten oder RFID in Pässen?

Update: RFID-Pass-Bombe nur ein PR-Gag?

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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4 Kommentare zu „Mit RFID in Pässen Bomben explodieren lassen?“


  1. […] Markus von Netzpolitik hat eine interessante Thematik aufgefasst, wohl auch angespornt vom Bericht des Spiegel. Die Fachleute haben nämlich gezeigt, dass es möglich ist, die Nationalität eines RFID-Reisepasses festzustellen und die Zündung einer Bombe wiederum von diesem Kriterium abhängig zu machen: Damit könnten Sprengfallen speziell auf bestimmte Nationalitäten abgestimmt werden, beliebig viele andere Funkchip-Pässe könnten den Nahbereich des RFID-Lesers, der an eine Bombe gekoppelt ist, ohne Folge passieren – der erste US-Reisepass würde allerdings eine Detonation auslösen. […]


  2. kobalt

    ,

    „Versetzen wir uns jetzt mal in einen Sicherheitsfanatiker“

    nee, lieber nicht. *g*


  3. […] Ein weiteres Beispiel dafür, wie tolle Sicherheitsmaßnahmen nach hinten losgehen können: RFID-Pässe als Fernzünder. Eigentlich ziemlich logisch. Man koppelt einen kleinen RFID-Leser mit einer Bombe, der einfach genau dann Strom abgibt, wenn man zum Beispiel vom Pass eines Deutschen ein Signal bekommt. Bumms, Zündung, Deutscher tot, denn RFID hat eine so kurze Reichweite, daß fatale Wirkung praktisch garantiert ist. […]


  4. Die Sache mit den RFID-Reisepass-Bomben stammt nicht von einer US-Firma, sondern von Lukas Grunwald von DN-Systems in Hildesheim. Und die Reichweite eines RFID-Signals beträgt bis zu 10 Meter, die Reichweite von Bomben übrigens noch mehr. siehe auch:
    http://www.bootsektorblog.de/2006/08/ich_habe_nichts.html

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