Mit RFID in Pässen Bomben explodieren lassen?

Die US-Firma Flexilis ist der Meinung, dass man mit RFID in Pässen zielgerichtet Bomben hochgehen lassen kann. Hier ist ein ca. fünf Minuten langes Video:

SpOn berichtet darüber: Funkchip-Reisepass zündet Bombe.

Die Fachleute haben nämlich gezeigt, dass es möglich ist, die Nationalität eines RFID-Reisepasses festzustellen und die Zündung einer Bombe wiederum von diesem Kriterium abhängig zu machen: Damit könnten Sprengfallen speziell auf bestimmte Nationalitäten abgestimmt werden, beliebig viele andere Funkchip-Pässe könnten den Nahbereich des RFID-Lesers, der an eine Bombe gekoppelt ist, ohne Folge passieren – der erste US-Reisepass würde allerdings eine Detonation auslösen.

Versetzen wir uns jetzt mal in einen Sicherheitsfanatiker, falls das technisch tatsächlich so funktioniert, wie reagiert man politisch darauf: Bomben verbieten oder RFID in Pässen?

Update: RFID-Pass-Bombe nur ein PR-Gag?

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein und getagged . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

2 Kommentare

  1. kobalt
    Erstellt am 21. August 2006 um 17:19 | Permanent-Link

    “Versetzen wir uns jetzt mal in einen Sicherheitsfanatiker”

    nee, lieber nicht. *g*

  2. Erstellt am 23. August 2006 um 09:41 | Permanent-Link

    Die Sache mit den RFID-Reisepass-Bomben stammt nicht von einer US-Firma, sondern von Lukas Grunwald von DN-Systems in Hildesheim. Und die Reichweite eines RFID-Signals beträgt bis zu 10 Meter, die Reichweite von Bomben übrigens noch mehr. siehe auch:
    http://www.bootsektorblog.de/2006/08/ich_habe_nichts.html

2 Trackbacks

  1. [...] Markus von Netzpolitik hat eine interessante Thematik aufgefasst, wohl auch angespornt vom Bericht des Spiegel. Die Fachleute haben nämlich gezeigt, dass es möglich ist, die Nationalität eines RFID-Reisepasses festzustellen und die Zündung einer Bombe wiederum von diesem Kriterium abhängig zu machen: Damit könnten Sprengfallen speziell auf bestimmte Nationalitäten abgestimmt werden, beliebig viele andere Funkchip-Pässe könnten den Nahbereich des RFID-Lesers, der an eine Bombe gekoppelt ist, ohne Folge passieren – der erste US-Reisepass würde allerdings eine Detonation auslösen. [...]

  2. [...] Ein weiteres Beispiel dafür, wie tolle Sicherheitsmaßnahmen nach hinten losgehen können: RFID-Pässe als Fernzünder. Eigentlich ziemlich logisch. Man koppelt einen kleinen RFID-Leser mit einer Bombe, der einfach genau dann Strom abgibt, wenn man zum Beispiel vom Pass eines Deutschen ein Signal bekommt. Bumms, Zündung, Deutscher tot, denn RFID hat eine so kurze Reichweite, daß fatale Wirkung praktisch garantiert ist. [...]

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