Widerstand gegen
#eGK – Anleitung: Trollen auf höchstem Niveau http://ur1.ca/7dyf3
Dieser Tweet des Chaos Computer Club spricht eine interessante Thematik an: Die elektronische Gesundheitskarte kommt – aber was passiert wenn keiner mitmacht?
Die elektronische Gesundheitskarte (kurz e‑Card) wurde 2004 von SPD und Grünen beschlossen, die Umsetzung wurde aber bereits mehrmals verschoben. Bis zum Ende des Jahres sollen jetzt endlich 70% der Versicherten mit der neuen Chipkarte ausgestattet sein. Am Einsatz der Karte ändert sich jedoch vorerst nichts: Das System der elektronischen Patientenakte, auf die der Arzt mit Hilfe der e‑Card zugreifen kann, wurde vorerst ausgesetzt. Außer einem aufgedruckten Foto bietet die Karte keine Neuerungen.
Ob die marginalen Vorteile (Vermeidung von Verwechslungen) den Aufwand und die enormen Kosten (laut einem Antrag der Linkspartei bis zu 14 Milliarden Euro) rechtfertigen, ist mehr als fraglich. Auch angesichts solch schwerer Pannen ist es fraglich ob eine zentral gespeicherte Patientendatenbank überhaupt wünschenswert ist und von den Bürgern mitgetragen wird.
Hier setzt nun die Anleitung zum Widerstand gegen die e‑Card des Bündnisses www.patientinformiertsich.de an. Detailliert wird die Vorgehensweise beschrieben, wie man sich vollkommen legal der e‑Card widersetzen kann. Nach Angaben des Portals erfordert dies neben Portokosten ca. zwei Stunden Zeit innerhalb eines halben Jahres. Die erforderlichen Widerspruchsbriefe sind im Volltext veröffentlicht.
Einen anderen Weg beschreibt Björn Grau in seinem Blog: Er schrieb eine freundliche E‑Mail an den Kundendienst seiner Versicherung und wurde daraufhin von der Regelung zur neuen Gesundheitskarte ausgenommen.