Polens Ex-Premier: “Internet für Wahlen nicht geeignet”

Polens Ex-Premier Jaroslaw Kaczynski ist gegen eVoting in Polen. Begründung:

Das Internet werde vor allem von Leuten genutzt, die sich Pornografie ansehen, während sie Bier trinken, es sei daher für Wahlen nicht geeignet, meinte Kaczynski in einem Statement, das auf der Website der nationalkonserativen Partei Recht und Gerechtigkeit [PiS] veröffentlicht wurde, deren Vorsitzender Kaczynski ist.

Prost.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Digital Rights. Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

7 Kommentare

  1. Mulder
    Erstellt am 13. März 2008 um 16:04 | Permanent-Link

    LOL

    Der hat ja auch wieder ein schönes bild “vom Internet” ;-)

    Naja aber damit, dass das Internet für Wahlen nich geeignet ist, hat er mal sowas von recht…

  2. Erstellt am 13. März 2008 um 16:15 | Permanent-Link

    naja, zu sagen dass das internet hauptsächlich genutzt würde um pornos zu schauen und gleichzeitig bier zu trinken ist schon schlimm genug, aber diesen schwachsinn dann noch über website zu verbreiten hat schon was absurd ironisches…

  3. carsten raddatz
    Erstellt am 13. März 2008 um 16:44 | Permanent-Link

    Das erinnert auch an Manuel Castells, der allerlei Theorien zu Netzwerken und “The Network Society” hat.
    In einem Vortrag, der auch das Buch vorstellen sollte (das war etwa Herbst 2001, an der Humboldt-Uni), erwähnte er gleich dreimal, jeweils mit einem Stocken in der Stimme, “you can see this on the Internet. And the Internet is also used for watching porn.” oder “People use the Internet to build and establish networks. Or it is used for pornography”.
    Bier hat er nicht erwähnt, aber es kam mir so vor als hätte ihm am Vortag zum ersten Mal jemand gezeigt, dass das Netz nicht nur aus abstrakten Beziehungen von Rechnern oder Leuten besteht. ^^

  4. Erstellt am 13. März 2008 um 17:09 | Permanent-Link

    Lawblog gelesen? Da meinte ein Staatsanwalt doch auch:

    Er sagte ungefähr was in die Richtung, alle Männer, die im Internet surfen und Pornoseiten besuchen, sollen ruhig Angst vor Durchsuchungen haben. Porno sei die logische Vorstufe, am Ende stehe immer die Kinderpornografie. Die einen wie die anderen seien krank und sollten sich behandeln lassen. Je früher, desto besser.

    Das böse böse Internet. Abschaffen. Sind eh nur Kriminelle drin. Dazu finde ich bestimmt auch noch passende Musikindustrie-Aussagen über das böse Internetz. :)

  5. Erstellt am 13. März 2008 um 17:29 | Permanent-Link

    Die Vorstellung von Wahlen über ein Apache-PHP-MySQL-System hat schon was für sich; könnte mal neuen Schwung in die Angelegenheit bringen.

  6. Erstellt am 13. März 2008 um 23:13 | Permanent-Link

    So einen Blödsinn zu verzapfen und zu verbreiten ist schon schlimm und sagt alles über seine Einstellung. Dabei dachte man bisher der hat nur was gegen Deutsche oder Gaspipelines, nun auch gegen alle Blogger und das Internet. Da ist es aber gut dass die Leitung nicht durch Polen geht, sonst würde er die glatt abstellen.

    tschuess

  7. Erstellt am 14. März 2008 um 14:11 | Permanent-Link

    Der hat die Killerspiel-Spieler vergessen :)

3 Trackbacks

  1. Von - Niveau ist keine Creme am 13. März 2008 um 21:25

    [...] [via netzpolitik.org] [...]

  2. [...] nerdcore via netzpolitik) In Neuigkeiten. Tags: Netzwelt, News. Feed for this Entry Trackback [...]

  3. Von Jahresrückblick 2008 : netzpolitik.org am 25. Dezember 2008 um 22:46

    [...] Ex-Premier: “Internet für Wahlen nicht geeignet”. Interessante Begründung: “Das Internet werde vor allem von Leuten genutzt, die sich [...]

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Anzeige
Die von uns verfassten Inhalte stehen unter der Lizenz CC BY-NC-SA.
Netzpolitik.org nutzt Wordpress. Das Design ist ein Thematic-Kind von Linus Neumann.