Notebook-Kontrolle bei Einreise in die USA?

Die Berliner Zeitung berichtet über “Notebook-Kontrolle bei Einreise in die USA“.

Die amerikanischen Zoll- und Einwanderungsbeamten dürfen Notebooks und andere elektronische Datenträger ohne Angabe von Gründen untersuchen und beschlagnahmen. Dies ergibt sich aus einem Report des Congressional Research Service (CRS) an den US-Kongress. Demnach sind Grenz- und Einreisekontrollen von den Grundrechten ausgenommen. Durchsuchungen und Beschlagnahmungen benötigen somit keines besonderen Verdachts oder einer Begründung. Dies bestätigt auch Lynn Hollinger vom Department of Homeland Security. Erst auf dem Treffen von Managern des Vereins Corporate Travel Executives (CTE) wurde dies erstmals publik. Die Geschäftsleute fürchten nicht nur den Verlust wichtiger Daten, sondern vor allem gezielte Wirtschaftsspionage.

In dem Artikel wird davor gewarnt, ohne Verschlüsselung der eigenen Daten in die USA einzureisen.

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5 Kommentare

  1. Thomas
    Erstellt am 29. November 2006 um 13:21 | Permanent-Link

    Warum geht eigentlich kein Aufheulen durch Europa? Wollen wir alle uns von den Amerikanern unter Generalverdacht stellen lassen? Warum dürfen die Amerikaner einfach so Grundrechte einschränken? Warum tut niemand was dagegen?… und wenn’s nur die Einführung gleicher Regeln für Reisende aus den USA ist…

  2. Erik
    Erstellt am 29. November 2006 um 14:44 | Permanent-Link

    Tjo … Thomas … warum Aufheulen in Europa ? Wo wir doch schon bald einen Schritt weiter als die Ami´s sind ! Einfach mal nach “Verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung” googlen ;) ! Eine Reise in die USA kann man unter Umständen vermeiden bzw. sich durch Verschlüsselung schützen … aber gegen die Vorratsdatenspeicherung kann sich keiner wehren. Selbst Peditionen mit über 12000 Unterzeichnern werden von der Regierung ignoriert !
    http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=60

  3. Erstellt am 29. November 2006 um 15:55 | Permanent-Link

    Verschlüsseln dürfte nur teilweise helfen, da darauf bestanden werden kann, dass der Schlüssel genannt wird (mit der Drohung die Einreise zu verweigern). Die einzig wirklich wirksame Maßnahme, ist es geheime Daten gar nicht auf dem Notebook zu haben, sondern bei der nächsten Internetnutzung im Landesinneren, über eine gesicherte Verbindung zu kopieren.

  4. Erstellt am 29. November 2006 um 16:13 | Permanent-Link

    Ist nicht ganz neu, die Geschichte:
    http://mellowbox.de/blog/archives/223
    Hier noch ein aktueller Golem-Artikel:
    http://www.golem.de/0611/49196.html

  5. Erstellt am 30. November 2006 um 13:13 | Permanent-Link

    Dieses ist ein der vielen unsinnigen Maßnahmen, die unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung in USA aber auch bei uns eingeführt werden. Eigentlich braucht die US Regierung gar keine Informationen von den Einreisenden. Durch Erfassung aller SWIFT Daten im internationalen Zahlungsverkehr kann die US Regierung alle geschäftsbeziehungen verfolgen. Die EU liefert dazu bereitwillig die Daten. Der US Öffentlichkeit wird dabei vermittelt, dass dabei die Privatsphäre der US Bürger beachtet wird. Das gilt natürlih nicht für Ausländer! Das ganze Verfahren ist ziemlich sinnlos, da speziell im arabischen Raum eine ‘altmodische’ Form des Zahlungsverkehrs (ähnlich wie bei uns im Mittelalter) benutzt wird, bei der keinerlei Spuren in Papier oder auf Datenträgern entstehen. Wehren kann man sich gegen solchen Unsinn nur wenn man sich in grösserem Stil organisiert und auch Geld zur Verfügung steht, um Prozesse tatsächlich durchzustehen. Die amerikanische Electronic Frontier Foundation ist ein gutes Beispiel wie man sowas macht.Die ECC hat einen Jahresetat von etwa 3 Mill. Dollar und kann im amerikanischen System natürlich Anwälte motivieren auf eigene Kosten und Risiko gegen Firmen, welche die Regeln verletzen, klagen. Unsere Insider Blogs werden ja weder in der Presse noch ind Politik beachtet. Das kann nur besser werden.

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  1. [...] [via netzpolitik.org] [...]

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