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Aufbruch in der Musikbranche: Charlatans und Radiohead gehen neue Wege

Bald gibt es wieder ein neues Album von The Charlatans. Zumindest die erste Single, „You Cross My Path“, soll kostenfrei auf der Webseite eines britischen Radios zum Download angeboten werden. Das Album später dann wohl auch. Der Schritt wird interessant begründet: Lead singer Tim Burgess said „We want ‚the people’ to own the music and…

  • Markus Beckedahl

Bald gibt es wieder ein neues Album von The Charlatans. Zumindest die erste Single, „You Cross My Path“, soll kostenfrei auf der Webseite eines britischen Radios zum Download angeboten werden. Das Album später dann wohl auch. Der Schritt wird interessant begründet:

Lead singer Tim Burgess said „We want ‚the people’ to own the music and we want the artist i.e. us, to own the copyright. Why let a record company get in the way of the people getting the music? We reckon the people who listen to Xfm are the people who love The Charlatans and we’re excited at releasing our forthcoming singles and tenth studio album online free of charge through xfm.co.uk.“

Ihr Manager erklärt das Geschäftsmodell, was nicht mehr im Verkauf von physikalischen Tonträgern liegt, sondern in den Mehrwerten rund um die Musik:

Whilst live music and merchandise sales are booming, physical sales are steadily decreasing with more and more fans simply burning tracks from friends or free download sites. McGee continued, „The band will get paid more by more people coming to the gigs, buying merchandise, publishing and synch fees. I believe it’s the future business model.“

Das kennt man doch alles aus der Welt der Netlabels…

Und zur Feier des Tages gibt es hier nochmal den Song, der The Charlatans 1990 unsterblich machte: The Only One I Know.

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Apropos neue Wege gehen: Auch Radiohead experimentiert herum. Das neue Album „In Rainbows“ soll erstmal nur zum Download angeboten werden. Die Fans bestimmen dabei selbst den Preis. Auch das Beispiel ist nicht neu. Netlabels wie Magnatune oder das Leipziger Open-Source-Film-Netlabel VEBFilm Leipzig zeigen schon lange, dass diese Art von Distribution funktionieren kann.

Die Futurezone titelt daher auch: „Mittelfinger für die Musikindustrie“.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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2 Kommentare zu „Aufbruch in der Musikbranche: Charlatans und Radiohead gehen neue Wege“


  1. Sündenbock…

    Jammie Thomas soll nun also die Übeltäterin sein, die den niedergang der Musikindustrie durch das Verteilen von 24 Songs eingeleitet hat.

    So jedenfalls liest sich das, wenn man hört, das ein US-Gericht sie zu 222000 Dollar Schadensersatz verurteilt…


  2. […] auch gerade Radiohead gemacht haben. Parallel zu Radiohead hatte ich das selbe von den Charlatans erfahren. Ebenfalls Nine Inch Nails wollen Grüchten zufolge ihr nächstes Album frei veröffentlichen. […]

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