Booster-NachweisCovPassCheck-App nutzlos bei einigen Corona-Regeln

Wer geboostert ist, muss bei einer 2GPlus-Regelung keinen Corona-Test machen. Doch die CovPassCheck-App kann eine Boosterimpfung gar nicht von einer Zweitimpfung unterscheiden. Die Gastronomie ist ratlos, wie sie die neuen 2GPlus-Regelungen umsetzen soll.

Ein Smartphone liegt auf dem Tisch, darauf geöffnet die CovPass-App mit einem Impfzertifikat als QR-Code. Eine Hand hält ein anderes Smartphone darüber, darauf geöffnet die CovPassCheck-App, die das Zertifikat als gültig anzeigt. Name und Geburtsdatum sind geblurrt.
Zur wievielten Impfung ein Zertifikat gehört, kann die CovPassCheck-App nicht anzeigen. – Alle Rechte vorbehalten IMAGO / Jochen Tack

Vor einigen Tagen einigten sich die Ministerpräsident:innen auf die Einführung der 2GPlus-Regelung für die Gastronomie. Damit sollen nur noch geimpfte Menschen mit tagesaktuellem Schnelltest Cafés, Bars und Restaurants besuchen können. Die einzige Ausnahme: Wer schon eine dritte Spritze bekommen hat, für den gilt die Testpflicht nicht.

Neue Maßnahmen bedeuten für die Gastronomie natürlich auch neue Herausforderungen, um zu kontrollieren, ob die Regeln eingehalten werden. Für die Kontrolle von Impfzertifikaten und auch von Corona-Tests gibt es die CovPassCheck-App des Robert-Koch-Instituts. Besucher:innen können ihre Impf- und Testnachweise in der CovPass-App oder in der Corona-Warn-App hinterlegen. Die QR-Codes werden dann mit der CovPassCheck-App von den Betreiber:innen gescannt und auf ihre Gültigkeit überprüft.

Doch die App zeigt neben der Gültigkeit des Zertifikats nur den Namen und das Geburtsdatum der geimpften oder getesteten Person an. Es ist nicht ersichtlich, wie viele Impfungen die Person schon erhalten hat. Es ist vollkommen unklar, wie die 2GPlus-Regeln und der Wegfall der Testpflicht für Geboosterte mit der CovPassCheck-App durchgesetzt werden sollen.

Anpassung nicht vorgesehen

Im Bundesgesundheitsministerium kann man auf Anfrage auch nicht weiterhelfen. Die Einsicht in die Daten der einzelnen Impfungen und die Gültigkeitsdauer einer Impfung sei „aus Gründen des Datenschutzes“ nicht vorgesehen, so ein Sprecher. „Die Daten sind lediglich lokal auf dem Gerät der Überprüften gespeichert und werden gegen das hinterlegte Regelwerk des RKI geprüft. Eine entsprechende Funktion zur Einsicht in detaillierte Impfdaten in der CovPass-Check-App ist nicht vorgesehen und vor allem datenschutzrechtlich kritisch zu betrachten.“ Eine Anpassung sei daher nicht vorgesehen.

Doch um zu kontrollieren, ob eine Person schon eine Booster-Impfung bekommen hat, wäre es ja gar nicht nötig, Datum oder Gültigkeitsdauer der Impfung einzusehen. Ein simples 1, 2 oder 3 würde genügen, um deutlich zu machen, zu welcher Impfung das Zertifikat gehört, das die App gerade kontrolliert. Das Datenschutzargument wirkt nicht wirklich stichhaltig, um die Probleme der App zu rechtfertigen.

Schlimmer noch: Wer sich über die CovPass-App ein PDF zum analogen Nachweis der Impfung generiert, kann das „2/2“ unter dem Punkt „Erstimpfung/Wiederimpfung“ mit einem einfachen Programm zur PDF-Bearbeitung ein „3/3“ machen. Die CovPassCheck-App könnte die Fälschung beim Scannen des QR-Codes nicht erkennen.

Problem ist in der Branche bekannt

Der Sprecher des Gesundheitsministeriums weist daraufhin, dass das Fälschen eines Impfnachweises eine Straftat sei. Man mache sich außerdem nicht nur strafbar, wenn man selbst Impfpässe fälscht, sondern auch, wenn man wissentlich einen gefälschten Impfpass benutze. Das scheint viele Menschen aber nicht davon abzuhalten, es trotzdem zu versuchen. Immer wieder fliegen Fälschungen auf.

Eine Sprecherin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes sagt auf Anfrage von netzpolitik.org, das Problem mit der Kontrolle der 2GPlus-Regeln sei in der Branche bekannt: „Im Interesse der Gäste und der Betriebe muss das dringend gelöst werden. Wir brauchen hier mehr Klarheit bei den Vorgaben.“

Im Ministerium ist man unterdessen damit beschäftigt, die neuen Vorgaben der EU-Kommission für Genesenenzertifikate und digitale Nachweise der Johnson&Johnson-Impfung umzusetzen. Laut Sprecher prüfe man derzeit, wie man den betroffenen Personen bis zum 1. Februar ein gültiges Zertifikat zur Verfügung stellen könne, das den EU-Anforderungen genügt.

Genesene und zweimal geimpfte Menschen haben noch mit anderen technischen Hürden zu kämpfen. Sie gelten ebenfalls als geboostert. Der CovPass-App gelingt es aber nicht, diesen Status klar anzuzeigen. In der App erscheint „Impfung 2 von 2“, obwohl die Person zusätzlich den Genesenenstatus hat. Auch für dieses schon seit Monaten bekannte Problem gibt es noch keine Lösung. Betroffene müssen bei der Kontrolle immer beide Nachweise vorzeigen.

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51 Ergänzungen

  1. Wie so oft ist das Datenschutzargument Schwachsinn. Die Art der Impfung ist im QR-Code kodiert und damit für die App sichtbar, sie wird nur nicht angezeigt.

    Beweis: Wenn man den QR-Code mit der CWA einscannt, bekommt alles angezeigt, booster ist 3/3. Nur hat man das certificate dann auch importiert, also lokal gespeichert, und nicht nur angezeigt.

    Schwierig wird’s uU mit J&J und nur einem Booster, ja, 2/2.

        1. Also ich verstehe das beschriebene Problem auch nicht. Ich habe ebenfalls in der App 3/3 vermerkt, da geboostert. Und ein Familienmitglied konnte das Genesenenzertifikat Einscannen und wird ebenfalls angezeigt. Kein Grund noch Zettel mitzunehmen.

          Aber richtig, mit CovPassCheck App wird das nicht angezeigt, damit wird nur die Gültigkeit des Zertifikates geprüft. Dann muss man eben noch einen Blick aufs Handy des Kunden blicken. Da muss die Gastronomie nicht gleich ratlos sein.

          1. Sie verstehen es nicht? Aber beschreiben es.

            CovPassCHECK zeigt es nicht an. Damit ist eine CovPassCheckApp fast schon nutzlos, dann kann man gleich einen gelben Zettel zeigen oder was. Geht es darum, viele Menschen durchzuschleusen, ist das schon ein großer Unterschied. Die Perspektive beschreibt der Artikel, soweit ich es verstehe.

          2. Ja und da zeigt man dem Gastwirt das gefälschte PDF auf dem Handy. Es besteht ja kein Appzwang. Z.B. in einer ländlichen Gegend, wo das Testzentrum zwischen 12 und 16 Uhr Dienstag und Donnerstag offen hat, man aber Samstag weg will.

            In dem Artikel kommt meiner Meinung nach das eigentliche Problem nicht zum Tragen. Es gibt verschiedene Sicherheitsschwächen der CovPassApp, der CovPassCheckApp und dem Zertifikatserstellungssystem, sodass soziale Geschicklichkeit und menschliche Gemütlichkeit es möglich macht, an einen echten QR-Code zu kommen. Also ein Ungeimpfter kann sich einen QR-Code ergaunern, der ihn dann in der CWA als geboosterten ausweist, ohne je eine Spritze nur gesehen zu haben.

          3. Ergaunern: mit Personalausweis? Ohne Ausweis ist es immer so eine Sache, es ist kaum anders (sinnvoll) machbar. Menschen an Smartphones ketten und gucken ob sie untergehen, das ginge vielleicht.

            Bereits geschlossene Lücken der Vergangenheit – Pech. 6 Monate +-.

          4. Was ist bitte mit denen die mit J+J geimpft sind und als Booster Biontech oder etc geimpft haben
            Es steht dann dort auch nur 2von 2.
            Und Vollständigkeit?

          5. @ „Amy /Mazy“

            Steht oben ein Beispiel (kein Beweis): 3/3 für Moderna auf J&J, wurde in der freien Wildbahn bereits beobachtet.

        1. Booster mit was? Auch J&J?

          J&J + Moderna Erste Hälfte Dezember gibt hier 3/3. Vielleicht war das schon ein Softwareupdate, oder die Impfärzte entscheiden das.

          Das zeigt, wie stiefmütterlich das ganze von der Politik „begleitet“ wird. Man hätte sich längst auf Konzepte für Freigabeklassen einigen müssen, wo dann eben nicht so ein Unsinn wie 3/3 sondern „Freigabe 2G+“ steht. Als nächstes sind Genesene mit nur einer Impfung besser geschützt als Geboosterte (ACHTUNG: hypothetisch!)… wird dann aus politischen Gründen der Schutzstatus nicht anerkannt und auf einer weiteren Impfung bestanden, und wenn nein, gibt es sicherlich keinen digitalen Nachweis dafür?

  2. Das gleiche Problem hat man auch schon mit dem 2G+ Nachweis.

    Anstatt, dass die Coronawarnapp in dem Testzertifikat auf Wunsch auch den Impfstatus hinterlegt, muss man Impfung und Test getrennt scannen.

    Zumindest bei uns im Sportverein sind dabei auch reihenweise ungültige Testzertifikate aufgefallen, weil die genutzten Tests keine EU Zulassung haben.

    Das negative Testergebnis wird dabei problemlos in der App angezeigt, also nur das Zertifikat ist ungültig, den Test selbst scheint die App zu akzeptieren.

  3. Noch eine Ergänzung der Ergänzung:
    Meine Anfrage, an den CWA Support, ob man Test und Impfstatus nicht in einem Zertifikat zum Scannen kombinieren kann, habe ich noch keine Antwort erhalten.
    Vermutlich brächte das aber nichts, wenn die CheckApp nicht auch nachzieht und die Info anzeigen kann.

  4. Also in dem einen Impfdings ist Moderna auf J&J hin als 3. Impfung eingetragen, J&J war die 1. Ob das bis in CovPassCheck vorgedrungen ist… Moment…
    Also mein CovPassOhneCheck zeigt „Impfzertifikat, Impfung 3 von 3, …“ an.

    Also händisch ginge das so schon.

  5. „Es ist nicht ersichtlich, wie viele Impfungen die Person schon erhalten hat.“ Auf meinen CovPass werden Impfzertifikate für 2. + 3. Impfung separat ausgewiesen und können beide angeklickt werden: Auf den QR-Code klicken, dann nach unter scrollen
    () Impfzertifikat Impfung 3 von 3, Geimpft am xx.xx.xxxx
    () Impfzertifikat Impfung 2 von 2, Geimpft am xx.xx.xxxx
    Wenn das bei mir so ist, dann muss es bei allen anderen genauso sein.

    1. Das stimmt, in der CovPass-App ist das möglich, im Artikel geht es aber um die CovPassCheck-App, mit der die Gültigkeit der Zertifikate seitens des Betreibers überprüft wird. Dort ist das nicht zu sehen.

      1. Danke Jana, da habe ich wohl etwas missverstanden. Nach Durchsicht der Doku des RKI https://www.digitaler-impfnachweis-app.de/covpasscheck-app/ und https://www.digitaler-impfnachweis-app.de/assets/documents/Cov_Pass_Check_App_Informationsblatt_V1_04_74be157ca2.pdf
        ist aber auch nicht beabsichtigt, auf eine Datenbank zurückzugreifen. Dazu dient das Label „Vollständiger Impfschutz“ über dem QR-Code. Nach meiner 1. und 2. Impfung stand dort meiner Erinnerung nach etwas anderes. D.h. der Status + QR-Code sind für den Prüfer auf der CovPassApp sichtbar, die CovPassCheck-App macht nur eine Verifizierung + Ausweisdokument.

        Wenn ich es richtig verstanden habe, ist der Zusatz „Vollständiger Impfschutz“ unter „Impfzertifikat“ das Entscheidende.

  6. „Die Gastronomie ist ratlos, wie sie die neuen 2GPlus-Regelungen umsetzen soll.“ Ganz einfach einen Blick in den papiernen Impfausweis werden, die Anzahl Impfungen auf der (vom Gast aufgeschlagenen) Sonderseite zählen und das Datum der letzten Impfung mit dem Tagesdatum vergleichen. Anschließend noch die Identität zwischen Impf- & Personalausweis verifizieren.

  7. Wie hier (https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_21_6837) zu sehen hat die EU im Dezember bereits auf das Problem reagiert.

    Nach der neuen Regel können geboosterte (auch für Janssen) und genesene durch korrekte Zertifikate eindeutig identifiziert werden. Die CovPasstCheck App könnte das also problemlos anzeigen, ohne den Datenschutz zu verletzen.

    Booster: 3 von 3 oder 1 von 2
    Grundimmunisierung: 1 von 1 oder 2 von 2

  8. Unter meiner Corona-Warn-App Vers. 2.15.1 wird unter dem Antippen des Covid Zertifikates die Anzahl der Impfungen angezeigt (neben allen Test von früher)!!

    1. D will halt nicht. Nichtmal bösartig oder vorsätzlich: man hat einfach so wenig Ahnung von Digitalisierung, dass man nicht wollen kann, was man sich nichtmal vorstellen kann.

      Bianca Kastl nennt es digitalen Analphabetismus: die öffentliche Verwaltung kann nichtmal formulieren, was sie braucht, denn sie hat keine Vorstellung von Möglichkeiten oder Notwendigkeiten.

      Eine Politik, die den Staat primär nur als Geldquelle für die eigene Klientel sieht, bleibt halt nicht ohne Folgen.

  9. Wenn Datenschutz das Problem ist, dann funktioniert das ganze 2G+ System nicht. Dann wäre es ja auch keine Lösung, dass man das Zertifikat selber vorzeigt in dem 2/2 oder 3/3 abgelesen werden kann – Das wäre ja dann auch ein Verstoß gegen den Datenschutz…

    Wenn ich meinen QR Code vorzeige um darzulegen, dass ich geboostert bin gebe ich doch inherent mein Einverständnis, dass ich diese Information dem Gegenüber offenlegen möchte….

    1. Genau das ist doch der Punkt!
      Datenschutz hin, Datenschutz her.
      Wenn ich was möchte und muss mich, um dies realisieren zu können, „offenbaren“, dann liegt es doch letztlich an mir, ob ich es mache oder eben sein lasse, weil mir der „Schutz meiner Daten“ wichtiger erscheint.
      In diesem Zusammenhang muss ich immer über jene schmunzeln, die sich auf allen möglichen Plattformen im I-Net tummeln und dort Daten en Gros hinterlassen, sich aber bei diesem Thema am „Datenschutz“ stoßen.

      1. Wo ist Datenschutz das Problem?

        Weil ungeschulte Kontrolliermenschen, wie es alle außer Grenzern (+-) sind, auch mit Perso nix blicken. Ohne erst recht überhaupt gar nichts.

        Nein, das Problem ist wieder mal die Regelerstellung (Politik oder Programmierer?). Natürlich kannst du Klassen von Impfzuständen definieren, womit eine gestaffelte Zugangssystematik umsetzbar ist (Voll geimpft innerhalb X zeit oder geboostert, etc.). Das sollte die Politik eigentlich klarkriegen und sich mal bundesweit auf Klassen verständigen – mit dem Nachweis sollte so wenig Information wie nötig offenbart werden (Datensparsamkeit), d.h. aber eben nicht „keine“. Ein Ablaufdatum für die Impfung geht niemanden etwas an und ist zurecht mit dem Datenschutzargument einbepreist. Die „Programmierer“ hätten vielleicht vorpreschen können, um dann nach der nächsten MPK wieder ein Update bringen zu müssen. Im Grunde ist das vielleicht nötig, da die Mühlen der neuerdings ja mit einem Bundesrahmen geölten Pandemiepolitik doch irgendwie nicht mahlen. Zu oft Updates die mehrere Apps betreffen, damit das System überhaupt funktioniert, wären allerdings auch problematisch.

        Ich bin mal gespannt wie es weitergeht. Natürlich steht wieder einer auf und beschwert sich über den Datenschutz, der vermeintlich im Wege sei, …

        1. Ein vernünftig gebautes System könnte sogar Nutzern die Möglichkeit geben, die preiszugebende Klasse selbst zu wählen, je nach anzuwendender Regelung. Sogar eine Voreinstellung für die maximale Klasse ist technisch ohne weiteres machbar.

          Sogar die CovPassCheck-App könnte so gebaut werden, dass eine Voreinstellung für die Veranstaltungssorte gesetzt werden kann, und die Farben dann entsprechend sinnvoll gewählt werden.

          Nutzererfahrung ist was für den Zoo, benutzbar muss es zuallererst sein!

    1. Genau wegen dieser Angelegenheit habe ich mich an das CovPass Check App Team gewendet.

      Von support@covpasscheck-app.de bekam ich folgende Antwort am 03.01.2022:
      „Derzeit besteht nur die Möglichkeit, beide Nachweise nacheinander zur Prüfung vorzuzeigen. Ein potenzielles erweitertes Prüfkonzept für 2G+ ist gerade in Arbeit. “

      Es verlängert auf jeden Fall die Prüfzeit zur Prüfung des Boosters. Daher sollte die CovPass Check App das schon anzeigen.

  10. Einfach https://greencheck.gv.at/ aufrufen und dort „Einreise Booster+“ auswählen. Anschließend zuerst den QR-Code der Booster-Impfung einscannen und danach jenen des PCR-Tests. Letzteres ist nur möglich, wenn der erste eingescannte QR-Code gültig ist.

    Die GreenCheck-App gibt’s auch für iOS und Android. Und beide können problemlos mit VoiceOver bzw. TalkBack bedient werden.
    • iOS: https://apps.apple.com/at/app/greencheck/id1576692816
    • Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=at.itsv.mobile.cochap

    1. Oder eine fiese Zusammenfassung. Immerhin kann man das Datenschutzargument durchaus an einigen Stellen bringen, wegen Datensparsamkeit, und eine „Überarbeitung“ kann auch als umfassende Umarbeitung aufgefasst werden, während man doch weiß, dass laut Entwickler nur ein paar kleine Handgriffe nötig sein sollen – streicht man das nun fiese zusammen, könnte theoretisch der Golem-Artikel dabei herauskommen, wenn ich es für golem.de auch nicht hoffe.

      Zur Prüfung der Regel braucht es eben die verifizierbare Information, dass die Regel erfüllt ist (…). Der valide Impfstatus für 2G+ ist nun wirklich kein Datenschutzproblem, wenn man da nun mal rein will. Gibt es Anwendungsfälle, in denen weniger Information reicht, darf gerne eine „nur X-Status anzeigen“ Schaltfläche dazu, wobei das ja vielleicht eine Umarbeitung der Spezifikation bedeutet (darf ein anderer QR-Code angezeigt werden, und was liefern die Server zurück, wenn dort angefragt wird) – vermutlich würde das eben doch erfordern, mehrere Stellen im System anzufassen, da reicht ein App-Update wohl nicht hin. Ja, 3/3 kann angezeigt werden, aber für 2G+ gültiges 2/2 z.B. würde dann wieder irgendwelches Herumgehühner mit Papier oder Guckmeinfon erfordern.

      1. Der Valide Status braucht auch kein Datum, nicht mal eine Gültigkeitsdauer, auch nicht in Monaten. Es reicht nur Status X bestätigt. Zur Prüfung verbindet man sich wohl mit Servern, also ist mehr einfach nicht nötig.

        Was die Ausweisgeschichte betrifft, wäre es tatsächlich schöner, da etwas besseres zu finden, als Namen und weiteres mehr als potentiell zu exponieren.

        Hätte man sich das korrekt ausgedacht, wäre eine Seite des Ausweise nur ein Bild. Dann verbindet das Kontrolleursgerät sich mit dem Ausweis und überprüft den Impfstatus. Natürlich reicht der Ausweis alleine für diese Schnittstelle nicht hin. Was sollen die mit Namen? (Auf dem gefälschten Ausweis steht der selbe Name wie auf der gefälschten App, na toll. Also keine IDs (auch nicht vom Ausweis), keine Namen, keine Pins.

        Vielleicht doch ein Pandemieausweis mit der Bildsicherheitsstufe des Persos und NFC-Funktion? Wie wäre das? Ach man könnte die App weglassen, richtig.
        Naja, who cares Zukunft, if we have a Vergangenheit.

      2. Wie funktioniert das System?
        Eine Zertifikatsprüfung auf Seiten von CovPassCheck-App würde ja bedeuten, dass nur die Gültigkeit von Signaturen geprüft wird. Verutlich sind also doch Eingriffe in die Signaturerstellung nötig.

        (Server wäre ja auch: Abfrage bei Server für den Gast -> zentrales System, Position offenbart, Datensparsamkeit?)

        Davon ab: Zu einer Impfung könnte der Status intern vermerkt sein (nur Schlüssel + Datum +- was muss), so dass ein Vorzeigezertifikat erstellt wird, in dem nur steht, dass der QR-Code, den ich gerade prüfe im Moment gültig für 2G+ ist. Den könnte sich auch die CovPass-App alle paar Tage holen, und als Teil eines QR-Codes anzeigen. Wenn man dann mehr anzeigen will, muss es eben für verschiedene Kontexte Zertifikate mit jeweils sinnvollen Datenportiönchen geben (E-Perso kontaktlos/automatisch, Name, …). Es kommt nicht auf eine Woche drauf an, also kann als Datum z.B. „2g+ am 16.01.2022“ drinstehen, direkt nach der Impfung lädt man also eines mit einem in der Zukunft liegenden Datum herunter. Insofern wäre es am saubersten, mehrere portionierte signierte Daten zu haben, die die CovPass-App dann je nach bedarf kombiniert, und die eben alle jew. mit dem(n) offiziellen Zertifikat(en) von der CovPassCheck-App verifizierbar sind.

        Ist auch Wurst. Es geht unter Garantie, auch wenn es technisch bedeutet, dass software/Apps auch auf Arztseite angepasst werden müssen, oder man sogar drei mal darüber nachdenken muss. Falls diese Richtung nicht von Anfang an bedacht wurde, muss die Softwarelandschaft also JETZT (demnächst) auf die Anforderungen angepasst werden, also z.B. dass ein 2g++ oder 3g- dazukommen, und wenn es eben nicht 100% hierarchisch ist, müssen eben mehrere Zertifikate unabhängig voneinander residieren und als ein QR-Code zusammengefasst werden oder in Spezialfällen (Labore?, Personal bei XYZ) mehrere unabhängig zu prüfende QR-Codes managebar sein. Schadet natürlich nicht, wenn CovPasscheck erkennt, dass 2g+ besser als 2g ist, falls ein Restaurant eine Einstellung setzen kann, dass im Moment auf 2G geprüft wird.

        Das Konzept Grün für gültiges Zertifikat ist natürlich nicht haltbar, dann muss eben eine Ampel hin (z.B. ein grünes 2g und ein rotes 2g+). Die App immer auf die Situation jetzt zu schnitzen, weil jetzt 5g in ist oder sowas, wäre Realsatire.

  11. Wieso kann man als Gastronom nicht einfach in der CovPass App auf „Zertifikate anzeigen“ drücken. Scrollt man da runter stehen dort die Datumsanzeigen der einzelnen Impfungen. Bei den ersten Impfungen steht 1/2 bzw. 2/2. Bei der Booster-Impfung steht 3/3. Ich finde das doch eigentlich aussagekräftig genug oder nicht?

    1. Kann bzw. muss man, explizit so gesehen, bzw. nicht gesehen, weil die Dame es mir ja erklärt hat, ohne dass ich sehen konnte, wo dieses mal 3/3 angezeigt wurde.

      Wie dem auch sei, geht es dem Konzept der „Prüfung durch App“ zuwieder, wenn jetzt:
      1. Der Code gescannt wird (das ist ok).
      2. Der Schirm des Kundensmartphones angeguckt werden muss, zzgl. herumtippen.
      3. (Der Personalausweis auch noch kontrolliert wird.)

      Das ist schon mal schräg, war es vorher allerdings auch schon, aber vor allem kostet es viel mehr Zeit, zzgl. sich immer wiederholender Erklärungen, weil irgendwer das nicht weiß, vergessen hat, oder es wegen der Kompliziertheit gerne überspringen würde. In einem kleinen leeren Schuppen nicht das Riesending, bei einer Menge oder Schlange von Wartenden wird es aber dann doch ein Problem/chen.

    2. Wird auch so gemacht. Ist eben langsamer, könnte also beim Einlass in eine Masenveranstaltung oder vielleicht mal in die U-Bahn dann die Prüfzeit mehr als verdoppeln, zuzüglich Diskussionen.

  12. Ich finde, das zeigt, dass unsere Regierung (genau wie die alte) in den Basics einfach nicht in der Lage ist, bis zum Ende zu denken. Vorallem beim Thema Digitalisierung lässt das schlimmes befürchten. Die Cov Pass App warnt doch extra davor, Gastronomen die App zu zeigen. Man soll doch explizit scannen lassen – aus Datenschutzgründen. Jetzt muss ich wegen Datenschutzgründen doch wieder meine intimen Daten vorzeigen? Und dann lasse ich mir noch von fremden Patschehänden das Virus aufs Display schmieren? Das kann es ja wohl wirklich nicht sein! An dem Thema bitte unbedingt dranbleiben!

  13. Auch die CovPass App hat Schwierigkeiten mit dem Boostern: 3 gültige Impfzertifikate sind eingetragen und korrekt als 1/1, 2/2 und 3/3 beziffert. Da 1/1 etwas mehr als 6 Monate her ist, empfiehlt die App, man möge sich um eine Auffrischungsimpfung bemühen. Hier wird die bereits erfolgte Auffrischungsimpfung einfach ignoriert, obwohl das Zertifikat gültig ist.

      1. Njaaa: https://www.spiegel.de/kultur/kolumne-zur-corona-kommunikation-und-genesenenstatus-a-a684de5d-7b59-4d73-85cb-05886ea85e75

        Also 3 statt 6 Monate…

        die Arithmetik mit J&J am Anfang ist mir allerdings nicht ganz klar. Weder Studienlage zum Boostern noch Logik erschließen sich mir ad hoc, aufgrund von Faulheit.

        Wie zählt jetzt J&J/5 Moderna/1 Moderna z.B.? Als 1x geimpft? Oder vielleicht nur 0,75? (Und REAL würde mich auch noch interessieren…)

        J&J also ein Impfstoff 3. Klasse?

        1. Empfohlen ist derzeit: J&J.. auch früher als 6 Monate.. Moderna.. 3 Monate.. Booster (wohl auch Moderna).
          Ein reales Empfehlungsbeispiel (J&J+Moderna bereits vorhanden). Allerdings führt Arzt X den Booster (2. Moderna) auch früher durch (hier ca. 1 Monat).

          1. J&J (< 6 Monate) + 2x Moderna gibt bei mir jetzt 4.

            Was den Genesenenstatus betrifft, deuten wohl alles Mögliche darauf hin, dass es keine gute Idee ist, ihn mit Impfungen gleichzusetzen.

            Das harte Invalidieren von Impfungen, womöglich weil +-1 Monat länger verstrichen ist, als gerade mal so opportun, bleibt natürlich blöd. Das hätte man politisch angehen können, damit die Menschen auf schwammige Erkenntnis noch reagieren können (z.B. mit zeitnahem Boostern). Ansonsten wäre ja ein Test ganz nett, ob man das überhaupt braucht… da warten wir aber wohl noch auf den Markt. Worauf wir beim PCR-Pooling warten, ist mir allerdings nicht so ganz klar. Stattdessen der saubere deutsche Weg, mit voll richtigen PCR-Tests, deren Verpassen z.B. bei Erkältungssymptomen natürlich keine Pflicht ist.

          2. In Schulen gibt es Pooling (NRW oder so). Witzig bei Lanz: S-H Ministerin verdreht die Augen bei Pooling, da man ja noch mehr PCR Tests brauche.

            Vorhang.

            Was zum… Pooling braucht so gut wie immer weniger Tests, im Schlimmsten Falle genau einen mehr als die Gruppengröße +- L-O-L. Man beschwert sich also darüber, dass überhaupt getestet wird, bzw. dass der Verdacht auf Infektion erst ermittelt wird :). Noch interessant zu der Runde: „und die Schnelltests entdecken auch nicht…“ – es gibt aber Schnelltests, die schon eine Menge mehr entdecken, was bei täglichen Tests ziemlich gut funktionieren dürfte… welche Sorte ist wohl im Einsatz?

          3. Beim Schulpooling gibt es wohl die Idee, dass „im Moment“ +- immer irgendwer infiziert ist, und deswegen „Gruppengröße + 1“ bedeutet, dass bei 20-er-Gruppen eben ca. 5% unnötige Tests gemacht werden.

            Wenn man sowieso keine wirklich relevanten Maßnahmen hat, kann man dann natürlich alle als „vielleicht infiziert“ behandeln, also Masken und ein bischen weniger Rudelbumsen. Das kriegt das Rektorat doch hin, oder?

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