Anhörung in KanadaPornhub-Chefs stellen sich erstmals öffentlich der Kritik

Nach den Skandalen um sexualisierte Gewalt mussten Pornhubs Spitzenmanager vor einem Ausschuss des kanadischen Parlaments aussagen. Sie machten gewagte Versprechen, aber ließen zentrale Fragen offen.

Mindgeeks kanadischer CEO Feras Antoon in der Anhörung
Pornhub-Vertreter Feras Antoon in der Anhörung vor dem kanadischen Parlament CC-BY-NC-SA 2.0

Pornhub gehört zu den meistbesuchten Websites der Welt, allein in Deutschland hat die Plattform mehr Abrufe als Netflix oder der Spiegel. Aber wenn es um interne Abläufe geht, gibt sich Pornhub äußerst geheimnisvoll. Kritische Nachfragen von Nachrichtenmedien werden teilweise oberflächlich beantwortet, teilweise gar nicht. Die Spitzenmanager meiden die Öffentlichkeit. Am 5. Februar mussten sie sich aber der Kritik des kanadischen Parlaments stellen – und öffentlich aussagen.

Berichte über sexualisierte Gewalt und ohne Einverständnis geteilte Aufnahmen auf Pornhub gibt es seit Jahren. Aber erst seit Ende 2020 hat der öffentliche und politische Druck auf Pornhub ein neues Level erreicht. 40 Frauen, die gegen ihren Willen auf der Plattform gelandet sind, verklagten Pornhub auf mehr als 40 Millionen Dollar. Die Zahlungsdienstleister Visa und Mastercard haben sich von der Plattform zurückgezogen. Pornhub hat mehrere Millionen anonymer Uploads von der Seite genommen. Und durch ein geplantes Gesetz in den USA könnten umfangreiche Regulierungen auf die Plattform zukommen.

Pornhubs Mutterkonzern Mindgeek sitzt in Montreal, also hat sich der Ethik-Ausschuss des kanadischen Parlaments das Thema vorgenommen. Zuerst hatte eine Frau namens Serena Fleites vor dem Ausschuss ausgesagt. Mit 14 hatte Fleites ein Nacktvideo an einen Freund geschickt. Das Video ist auf Pornhub gelandet, heute hat sie schwere psychische Probleme. Mehrfach beziehen sich die Abgeordneten auf Fleites’ Geschichte, als sie 75 Minuten lang Mindgeek-CEO Feras Antoon und Mindgeek-COO David Tassilo befragen.

Das Video der Anhörung fühlt sich an wie ein Krimi. Immer wieder nutzen die Parlamentarier:innen ihre Redezeit für scharfe Vorwürfe. Mehr als einmal kommen die Porno-Chefs ins Stottern. Sie geben bisher unbekannte Einblicke in die internen Abläufe der Plattformen – und sie lassen sich zu außerordentlichen Versprechen hinreißen. An den Aussagen der Spitzenmanager wird sich das Porno-Imperium künftig messen lassen müssen.

Angeblich sichten Menschen jeden einzelnen Upload

Vor dem Gesetz sind Online-Plattformen nicht dazu verpflichtet, alle Uploads vor der Veröffentlichung händisch zu überprüfen, nach eigener Aussage tut Pornhub aber genau das. Der Abgeordnete Francesco Sorbara lässt sich das in der Anhörung nochmals ausdrücklich bestätigen: „Jeder Inhalt muss von einem Menschen angefasst werden, bevor er auf der Seite landet, ist das korrekt?” Die Antwort von Mindgeek-COO Tassilo: „Ja, das ist korrekt, es war schon immer so.“ Tassilo zufolge mache Pornhub schon seit 2008 Content Moderation.

Eine simple Rechnung wirft jedoch die Frage auf, wie diese menschliche Überprüfung genau aussehen soll. Die Abgeordnete Jag Sahota zitiert aus dem Bericht, den Mindgeek vorab vorgelegt hat. Demnach habe der Konzern 1800 Mitarbeiter und jede Minute würden auf Pornhub 2,8 Stunden neuer Inhalte hochgeladen. Entsprechend fielen für die Mitarbeitenden allein während ihrer 7,5-Stunden-Schicht 1260 Stunden neues Videomaterial zum Überprüfen an. „Wie ist das möglich?“, fragt Sahota.

„Ich stimme zu, rein rechnerisch scheint es unmöglich, das zu tun, oder unmöglich, es effizient zu tun“, sagt Tassilo. Dann erklärt er, dass die Inhalte auf Pornhub aus verschiedenen Töpfen stammten. Zum Beispiel seien Uploads von professionellen Pornostudios deutlich schneller zu überprüfen. Eine präzisere Antwort auf das Rechenproblem gibt Tassilo aber nicht – und die Abgeordneten fragen auch nicht danach.

Stattdessen erklärt Tassilo, die Löscharbeiter:innen hätten die Anweisung, so viel Zeit zu investieren, wie sie brauchen, um zu überprüfen, ob ein Inhalt in Ordnung sei. “Und wenn sie auch nur irgendein Bedenken haben, kein Problem, einfach nicht online stellen“.

Ist Pornhub diesen Prinzipien auch in der Vergangenheit stets gefolgt? Im Jahr 2019 hat der Autor dieses Textes für das VICE-Magazin 20 Videos auf Pornhub gemeldet. Die Redaktion hatte bei den Videos ernste Bedenken, ob sie wirklich mit dem Einverständnis der Gezeigten hochgeladen wurden. Pornhub hatte zunächst keines der Videos offline genommen. Erst nach einer Presseanfrage zum Thema verschwanden drei der Videos von der Plattform. Eine Antwort auf die Presseanfrage gab es von Pornhub nicht.

Mindgeek-CEO Feras Antoon beschreibt die Beziehung zwischen Pornhub und Medien etwas anders. „Jedes Mal, wenn es solche Berichte gibt, wenden wir uns an den Journalisten und fragen nach weiteren Informationen, die uns dabei helfen, Inhalte zu erkennen und zu entfernen“, sagt Antoon vor dem Ausschuss.

Zumindest in Zukunft könnte das grundsätzlich anders ablaufen. Tassilo zufolge würden gemeldete Videos auf Pornhub nun automatisch offline genommen – bis sie erneut überprüft würden. „Sie könnten jetzt direkt auf die Seite gehen, ein Formular zum Entfernen von Inhalten ausfüllen, und der Inhalt verschwindet sofort“, sagt Tassilo. Niemand bei Mindgeek könne diesen Prozess stoppen. „Wir verstehen die Verantwortung, die wir haben. Wir nehmen das sehr ernst.“

Unklar ist, wie sich die Plattform davor schützen möchte, dass diese automatische Funktion beispielsweise durch Trolle missbraucht wird, um massenhafte legale Inhalte offline zu nehmen.

„Schwindelerregendes Maß an Rücksichtslosigkeit“

Während Tassilo häufig ausführlich antwortet, halten sich seine Kollegen zurück. Am wenigsten spricht der Vice President von Mindgeek, Corey Price. Er erklärt den Abgeordneten auf Nachfrage, dass sein wahrer Nachname nicht Price sei und er lieber anonym bleiben möchte. Sein voller Name wird im Mitschnitt der Anhörung per Piepton zensiert.

Noch geheimnisvoller ist nur ein Mann namens Bernhard Bergemar, dessen Identität offenbar erst seit wenigen Monaten öffentlich bekannt ist. Wie aus der Anhörung hervorgeht, besitze Bergemar mehr als die Hälfte von Mindgeek und lebe in Europa, sei aber nicht am aktiven Tagesgeschäft beteiligt. Bei der Anhörung ist Bergemar nicht anwesend.

Mindgeek-CEO Feras Antoon scheint seine eigene Firma nur oberflächlich zu kennen. Auf Nachfrage will Antoon nicht wissen, wie viele Tochterfirmen Mindgeek habe. Sein Kollege Tassilo will nicht wissen, wie viel die Firma verdient. Der Abgeordnete Han Dong hakt nach: „Sie wissen nicht, wie viel Ihre Firma letztes Jahr gemacht hat? Seriously?!“ In diesem Moment hakt Antoon ein: Er wisse schon, wie viel seine Firma macht – aber er verstehe nicht, warum das relevant sei.

Diese Verschlossenheit kommt bei den Abgeordenten offenkundig nicht gut an. Der Parlamentarier Charlie Angus sagt an anderer Stelle: „Mir fällt auf, Mr. Antoon, dass Sie ein schwindelerregendes Maß an Rücksichtslosigkeit zeigen.“

Obwohl Antoon manche Fragen nicht beantwortet, betont der CEO: „Es gibt keine Geheimniskrämerei bei Mindgeek.“ Besonders gereizt reagiert er auf eine Rückfrage zu einem kritischen Medienbericht über Pornhub. „Medienberichte sind keine Fakten“, sagt Antoon. „Journalisten schreiben, worauf auch immer sie Lust haben.“

Pornhub hält sich für „die sicherste Pornoseite der Welt“

Einen anderen Tonfall schlägt Mindgeek-COO Tassilo an. „Als Individuum, als Vater und einfach als Mensch verstehe ich Ihre Frustration, ich tue das wirklich“, sagt Tassilo den Abgeordneten. Allein im Vorjahr habe die Firma geschätzt 10 Millionen kanadische Dollar investiert, um die kritisierten Probleme anzugehen.

„Wir haben stets jeden Versuch unternommen, die Vorreiter zu sein, wie Social Media Plattformen funktionieren“, sagt Tassilo. Pornhub werde weiter investieren, um die Plattform “so sicher wie menschenmöglich zu machen, um einen sicheren Ort für Kanadier und Menschen überall auf der Welt zu schaffen“.

Es sei zwar möglich, dass Menschen, die Straftaten begehen, in der Lage seien, die Systeme zu umgehen. Aber: „Ich glaube wirklich von ganzem Herzen, dass wir im Moment die sicherste Erwachsenenplattform der Welt sind.“

Pornhub will seine Löschregeln nicht offenlegen

Das ist leicht gesagt, aber schwer zu überprüfen. Mehrfach möchten die Abgeordneten wissen, wie genau Pornhub die eigenen Inhalte untersucht, etwa um illegale Aufnahmen von Minderjährigen oder andere Aufnahmen sexualisierter Gewalt zu erkennen. Auf direkte Nachfrage verweigert Tassilo, dem Parlament das interne Regelwerk für Löscharbeit vorzulegen. „Das Handbuch ist ein internes Dokument, das meiner Meinung nach am besten intern bleibt, und das sich ständig weiter entwickelt“.

An anderer Stelle nennt Tassilo zumindest ein paar Details. Die Löscharbeiter:innen würden demnach in den Aufnahmen nach Hinweisen suchen, die andeuten, dass kein Einverständnis vorliege. „Es wäre offensichtlich unmöglich, vor jedem Video zu sagen, ‘Ich stimme diesem Video zu’“, sagt Tassilo. Warum genau das „unmöglich“ sein soll, erklärt er nicht.

Bei Ausweiskontrollen gibt es offenbar eine Lücke

Damit auf Pornhub keine Aufnahmen von Minderjährigen kursieren, kontrolliert die Plattform zudem Ausweise. Seit Dezember können nur noch verifizierte Accounts Inhalte auf Pornhub laden. Damit möchte die Plattform anonyme Uploads unmöglich machen. In einer Pressemitteilung hatte Pornhub bereits verraten, dafür mit der britischen Firma Yoti zusammenzuarbeiten.

Trotzdem überprüft Pornhub offenbar nicht selbstständig das Alter aller Personen, die in einem Video zu sehen sind, sondern nur das der Account-Inhaber:innen. Verifizierte Uploader müssen zwar angeben, dass sie die entsprechenden Dokumente besitzen. Beweisen müssen sie das aber nur auf Nachfrage. „Wenn wir glauben, dass andere Darstellende minderjährig aussehen, würden wir ihre Ausweise anfordern“, sagt Tassilo.

Das Thema stellt Pornoplattformen vor keine leichte Aufgabe. Auf der einen Seite soll sichergestellt werden, dass nur volljährige Menschen auf der Plattform zu sehen sind. Auf der anderen Seite müssen Plattformen die sensiblem Daten von Sexarbeitenden schützen, die in ihren Heimatländern möglicherweise diskriminiert oder gar verfolgt werden. Ein Leak von Ausweisdaten könnte für die Betroffenen katastrophal sein.

Mehr als 1000 blockierte Wörter auf Pornhub

Mit einer umfangreichen Blockliste möchte Pornhub verhindern, dass Menschen Aufnahmen sexualisierter Gewalt gezielt suchen und recherchierbar machen. Insgesamt gebe es mehr als 1000 Begriffe, die nicht als Tags, Kategorien oder Videotitel verwendet werden können, wie Tassilo erklärt. Weitere 1000 Begriffe würden als „risky“ gelten. Sie könnten je nach Kontext erlaubt sein und würden zumindest nicht automatisch geblockt.

Als neue Maßnahme hat Pornub zudem eine Infoseite eingeführt, die erscheint, wenn Nutzende beispielsweise eine Suchanfrage nach Aufnahmen mit Minderjährigen abschicken. Dort heißt es in Englisch: „Überschreiten Sie nicht die Grenze von legaler, erwachsener Pornografie zu illegalen Bildern.” Wer kostenlose und anonyme Hilfe suche, könne sich an die englischsprachige Hilfestelle Stop It Now wenden.

Eine eigene Porno-Kategorie namens „Teen“ gibt es weiterhin auf der Seite. Tassilo hat dafür eine kreative Erklärung: Im Englischen sei mit “Teen“ eigentlich ein Mensch zwischen 13 und 19 Jahren gemeint – aber in der Pornowelt beziehe sich „Teen“ auf Menschen zwischen 18 und 25 oder 27 Jahren.

Die Zukunft der Pornoplattformen

Etwas ausführlicher als die Aussagen des Spitzenmanager ist eine Pressemitteilung vom 2. Februar (PDF). Pornhub kündigt darin weitere Maßnahmen an. Unter anderem sollen künftig NGOs als „Trusted Flagger“, also vertrauenswürdige Hinweisgeber:innen, fragwürdige Inhalte besonders leicht melden können. Systeme von unter anderem Google und Microsoft sollten bei der automatisierten Suche nach bereits bekannten Aufnahmen sexualisierter Gewalt helfen.

Die Maßnahmen sind um ein Vielfaches umfangreicher als jene, die Pornhub-Konkurrent xHamster bislang bekannt gegeben hat. Beide Plattformen arbeiten nach eigenen Angaben an weiteren Features. Vieles deutet darauf hin, dass diese Umwälzungen Online-Pornografie grundlegend verändern werden – zumindest auf großen Plattformen.

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12 Ergänzungen

  1. 2,8 Stunden Filmmaterial müssen pro Mitarbeiter*in pro Minute geprüfte werden, also Faktor 168. Ich halte es für absolut ausreichend, ein paar Screenshots pro Film zu machen und mehrere Screenshots eines Films nebeneinander anzuzeigen. Wahrscheinlich reicht sogar ein Screenshot aus der Mitte, um illegales Material mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auszusortieren. Evtl. könnte eine Gesichtserkennugssoftware oder ähnliches auch noch vorsortieren.
    Und wie schon im Text angemerkt könnten professionelle Studios auch als vertrauenswürdig markiert werden, wodurch noch weniger geprüft werden muss.
    Das halte ich für absolut machbar und realistisch.

  2. „Eine eigene Porno-Kategorie namens „Teen“ gibt es weiterhin auf der Seite. Tassilo hat dafür eine kreative Erklärung: Im Englischen sei mit “Teen“ eigentlich ein Mensch zwischen 13 und 19 Jahren gemeint – aber in der Pornowelt beziehe sich „Teen“ auf Menschen zwischen 18 und 25 oder 27 Jahren.“
    Besonderds kreativ ist diese Erklärung nicht, sondern eher Porno-Standard der letzten 30 Jahre.
    Entweder Teen oder MILF.

  3. Kann mir jemand erklären, warum man mittlerweile fast nur noch den Begriff „sexualisierte Gewalt“ benutzt, und weniger „sexuelle Gewalt“? Rein vom Sprachgefühl macht für mich diese Definition Sinn:

    Sexualisierte Gewalt: Sexualität wird funktionalisiert, um Gewalt auszuüben.
    https://beauftragter-missbrauch.de/praevention/was-ist-sexueller-missbrauch/definition-von-sexuellem-missbrauch/

    Das würde aber doch irgendwie nicht auf jegliche Form von sexueller Gewalt zutreffen. Klingt für mich eher nach einer speziellen Form der sexuellen Gewalt.

  4. Die Rechnung im Artikel (und damit wahrscheinlich auch im Bericht) war falsch. Faktor 168 ist richtig. Es wurde aber im Bericht 168*168 als Faktor verwendet. Nimmt man den richtigen Faktor, so müsste jeder Mitarbeiter nicht mal 110 Arbeitstage pro Jahr aufwenden, um JEDEN Upload VOLLSTÄNDIG anzusehen. Mit zusätzlichen Fortbildungen sowie Kommunikations- und Dokumentationsanteilen also absolut machbar (ohne Lücken).

    Hier nochmal die Rechnung: 2,8 Stunden sind 168 Minuten, die jede Minute hochgeladen werden.
    Bei 1800 Mitarbeiter macht das 10,7 Minuten Zeit je Minute Videomaterial.
    Ein Jahr hat 8760 Stunden, d.h. es müssen im Jahr 8760/10,7 Stunden Videos geschaut werden. Das sind 818 Arbeitsstunden im Jahr oder 109 Arbeitstage mit je 7,5 Stunden.
    Wo ist da jetzt das Problem?

    1. Das Problem ist, dass die 1.800 nicht alles Prüfer sind.
      Das sind Buchhalter, Hausmeister, Programmierer, PR-Leute, Vorstände etc.
      Die Anzahl an Prüfern ist sehr viel kleiner.

      1. Es würde ja schon reichen, wenn die Hälfte Prüfer wären. Noch viel weniger wären erforderlich, wenn KI, Spracherkennung und doppelte Wiedergabegeschwindigkeit verwendet würden.

        Und mir ging es aber eher um die falsche Rechnung im Bericht (bzw. bei der Anhörung), als jetzt im Detail zu klären, ob alles ausreichend geprüft wird. Grundsätzlich möglich müsste es jedoch zumindest sein.

        1. Und wie sollten KI und Spracherkennung Schauspiel von Wirklichkeit unterscheiden, von der realen Intention der abgebildeten ganz abgesehen? Das duerfte auch menschlichen Pruefern idR schwer fallen…

          1. KI muss ja nicht entscheiden, ob etwas gelöscht werden soll oder nicht. Aber dadurch könnten zumindest grobe, unterstützende Einschätzungen möglich sein, die dann dem Mitarbeiter signalisieren, wie genau er das Material sichten sollte.
            Außerdem sind z.B. Stimmanalysen sicherlich ein gutes Mittel, das sich auch in (teils dubiosen) Callcentern bereits bewährt hat.
            Außerdem können Computersysteme mit Mustererkennung eingesetzt werden, um wiederholt hochgeldandes Material zu erkennen (auch, wenn es nur Bruchstücke sind, die sogar ggf. neu zusammengesetzt wurden).

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