BastelspaßWie man Fiffi mit Machine Learning das Bellen abgewöhnt

Not macht erfinderisch. Um einen Hund vom Bellen abzuhalten, hat ein Teenager dem Mini-Controller Arduino beigebracht Bellen zu erkennen – und spielt dem Hund dann die Stimme seiner Mutter zur Beruhigung ab.

Hund in Decke
Für Hunde sind Lockdowns eine gute Zeit. (Symbolbild) Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Matthew Henry

Niemand dürfte sich so über die vergangenen Lockdowns und Home-Office-Pflichten gefreut haben wie die rund zehn Millionen Hunde in deutschen Haushalten. Endlich mehr Aufmerksamkeit, Herrchen oder Frauchen immer in der Nähe, zum Kraulen oder einfach nur Zusammensein. Doch mit den niedrigen Inzidenzen des Sommers war das vorbei, wurde das Rudel plötzlich wieder klein – und Fiffi, Rex und Sören waren wieder allein zu Haus. 

Bei manchen Tieren löste diese Veränderung aus, dass sie plötzlich heulten oder bellten. Das erzählt der Teenager Nathaniel Felleke über den Hund seiner Familie, Clairette. Um diesen zu beruhigen hat der 16-jährige Tüftler eine Maschine gebaut und die Bastelanleitung dafür auf hackster.io gepostet, berichtet t3n.

Fellekes Idee war, der Hündin, wann immer sie auf bestimmte Art bellte, die Stimme seiner Mutter vorzuspielen. Mal ermahnte die Stimme von Nathaniels Mutter die Hündin, endlich ruhig zu sein, ein anderes mal sprach sie ihr beruhigend zu. Dafür trainierte Felleke das Programm auf die Erkennung von Bellen, er nutzte dafür verschiedene Bellgeräusche, auch selbst aufgenommene von Clairette. Außerdem nutzte er Nebengeräusche, damit das System wirklich nur auf Bellen anschlägt.

Er verwendete dazu Eon Tuner, ein Tool von Edge Impulse, um das beste Modell zu finden und das Training durchzuführen. Das Ergebnis lud Felleke auf einen Arduino Nano 33 BLE Sense hoch und ein zweiter Arduino spielte die hundeberuhigenden Soundbytes über einen Lautsprecher ab. 

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Im Video zu dem Projekt funktioniert das System durchaus. Ob sich Hunde auf Dauer von der Maschine beeindrucken lassen, ist nicht bekannt. Es ist nicht das erste Projekt von Felleke, in der Vergangenheit hat er auch einen kleinen gedankengesteuerten Flammenwerfer gebaut. Das System wird aktiviert, wenn es die richtigen Gedankenmuster erkennt. Der gesamte Aufbau der Erfindung dauerte laut InterestedEngineering.com Stunden, in denen Daten gesammelt und die richtigen Netzwerke aufgebaut wurden, und am Ende war er erfolgreich. In einem Team mit anderen Erfindern baute Felleke außerdem ein kleines autonomes Flugzeug, das Waldbrände erkennen kann.

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3 Ergänzungen

  1. Beim Lesen des Artikels hatte jetzt wirklich Schwierigkeiten herauszufinden, ob es sich um die Stimme der Mutter des Hundes, oder die Stimme der Mutter des Schülers handelt.

    Es wäre einfacher zu differenzieren gewesen, wenn der Artikel anstatt von „dem Hund“ von „der Hündin“ sprechen würde. Ich nehme an, der Hund ist weiblich, da sie ihn „Clairette“ genannt haben. Weiter nehme ich an, der Schüler ist männlich, da sie ihn „Nathaniel“ genannt haben. Wobei ich mich da nicht auskenne, lese den Namen erstmalig im Leben.
    Jedenfalls wäre es dann „die Stimme ‚ihrer‘ Mutter“ gewesen, wenn es sich um die Stimme der Mutter der Hündin handeln würde. Ich spreche auch nicht „Hund“ daher kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen, was die verschiedenen Bell-/Knurr- und sonstige Hundegeräusche dem Hund sagen sollen.

    Jedenfalls wurde das im Artikel nicht wirklich deutlich. Zumindest mir nicht, aber vielleicht bin ich kein Hundeflüsterer und zu doof zum Lesen.

    1. Da kann man schon durcheinander kommen. Es ist natürlich die Stimme der Mutter des Schülers. Ich habe das im Text jetzt deutlicher gemacht.

  2. > in der Vergangenheit hat er auch einen kleinen gedankengesteuerten Flammenwerfer gebaut.

    > mit anderen Erfindern baute Felleke außerdem ein kleines autonomes Flugzeug, das Waldbrände erkennen kann.

    Ich wittere ein Geschäftsmodell ;-)

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