Was vom Tage übrig blieb: Netzwerkeffekte, Alexa und digitaler Totalitarismus

Die Fähigkeiten von Alexa und Co zum Lauschangriff haben jetzt auf die ARD erreicht. Währenddessen hören Amazon-Mitarbeiter häufig mit, was man der Wanze im Wohnzimmer erzählt. Öffentlich-Rechtliche könnte auch mehr im Netz tun, wenn sie denn dürften. Dafür plädiert Leonhard Dobusch. Und dann wäre da noch die fehlende Nachhaltigkeit.

Der Winter ist zurück mit ganz leichtem Schneegriesel. Wir fordern: Frühlingsabbau sofort stoppen!
Alles, was Sie sagen kann gegen Sie verwendet werden (rbb Kontraste)

Für unsere Leserschaft wahrscheinlich keine Überraschung, aber gut dass das im Fernsehen unseren Eltern erklärt wird: Sprachassistenten wie Alexa eignen sich prima zum bequemen Lauschangriff und dürften das Interesse unserer Geheimdienste längst geweckt haben. Doch die wollen dazu nichts verraten.

Amazon Workers Are Listening to What You Tell Alexa (Bloomberg)

Bloomberg berichtet von Büros in den USA, Costa Rica, Indien und Rumänien, wo Menschen die Sprachbefehle analysieren, die Amazons Alexa-Sprachwanze eingetrichert bekommt. Dabei untersuchen sie nicht nur unklare Ausdrucksweisen, sondern tauschen sich auch über „lustige“ Momente aus den Leben anderer Menschen aus.

Beträchtliches Potenzial: Öffentlich-Rechtliche Netzwerkeffekte (epd Medien)

Unser Autor Leonhard Dobusch ist Mitglied im ZDF-Fernsehrat und hat für den Evangelischen Pressedienst aufgeschrieben, wie die Digitalisierung und das Netz den gesellschaftlichen Auftrag des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks verändern. Leonhard sieht das auch als Werbeblock für seinen Talk auf der kommenden re:publica, wo er auf diese Ideen nochmal konkreter eingehen wird.

„Wir müssen einen digitalen Totalitarismus verhindern“ (Zeit.de)

Anlässlich der Vorstellung des Gutachtens „Unsere gemeinsame digitale Zukunft“ des Wissenschaftlichen Beirates Globale Umweltveränderungen (Unser Bericht) hat Zeit-Online den Nachhaltigkeits-Forscher Dirk Messner interviewt. Das Interview ist alarmierend, aber richtig und wichtig.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

Eine Ergänzung
  1. „…aber gut dass das im Fernsehen unseren Eltern erklärt wird …“
    Klingt leider ein wenig nach Altersdiskriminierung. Nicht vergessen, das (hohe) Alter ‚erwischt‘ uns hoffentlich alle mal!

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